Es war einmal mehr ein unwiderstehlicher Bergaufsprint, mit dem Tadej Pogačar der (Rad-) Welt gezeigt hat, wo der Bartl den Most holt. Auf der dritten Etappe der Tour de France, die die Pyrenäen streifte, setzte sich der Slowene nach 195,9 Kilometern von Granollers nach Les Angles von allen anderen Topstars ab und gewann mit zwei Sekunden Vorsprung auf seinen Erzrivalen Jonas Vingegaard (DEN/Visma) und allen anderen Herausforderern durch. Die logische Folge: Pogačar zog dem Dänen das Gelbe Trikot des Gesamtführenden aus und darf es schon ab der vierten Etappe selbst tragen.

Dritter wurde der Ecuadorianer Richard Carapaz (EF). Auch der französische Shootingstar Paul Seixas (Decathlon), der als Vierter zeitgleich mit Vingegaard über die Ziellinie gerollt war, durfte zufrieden sein. Für den viermaligen Toursieger Pogačar war es bereits der 22. Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt und der erste bei der 113. Ausgabe, nachdem er tags zuvor noch seinem Edelhelfer Isaac del Toro den Vortritt gelassen hatte. Dieses Mal revanchierte sich der Mexikaner und bereitete den finalen Angriff Pogačars vor. UAE-Teamkollege Felix Großschartner fuhr als 49. über die Ziellinie und sorgte unter anderem dafür, dass die Ausreißer rechtzeitig eingeholt wurden.

Waldbrand sorgte für Einschränkungen

Wegen eines Waldbrandes in der Region hatten die Veranstalter und die Behörden Fans aufgerufen, nicht an den letzten Teil der Strecke in Frankreich zu kommen. Die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte sollten sich ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren können. Besonders an den letzten Anstiegen waren aber trotzdem zahlreiche Zuschauer. Für Anrainer gab es aber auch keine Ausgangssperre.