Eine große Gruppe von Rochen beunruhigt derzeit die Miesmuschel-Züchter im Raum von Triest. „Sehr wahrscheinlich benutzen die Rochen die geschützten Wässer bei den Miesmuschel-Zuchten zur Vermehrung. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich auch von den Muscheln ernähren“, sagt Saul Ciriaco, der im WWF-Naturschutzgebiet vor Miramare für das Monitoring wissenschaftlich verantwortlich zeichnet.
Wegen des Schadens, der den Muschelzüchtern durch die ungewohnt große Gruppe an Rochen entstehen könnte, sollen sie in dieser Woche durch den Einsatz von Magnetfeldern von den Zuchten weggeleitet werden. Das wird zum ersten Mal versucht.
Forscher hielten Gipfel ab
Währenddessen gehen die Feiern zum 40-jährigen Bestehen der WWF-Zone unterhalb des Schlosses von Miramare ungebrochen weiter. Gerade in der Vorwoche trafen sich Meereswissenschaftler vieler Nationen zu einem großen Gipfel. Zwei Tage lang wurde über die Zukunft der Adria diskutiert. Nicht zuletzt gibt es von der Europäischen Union klare Richtlinien, wie viel Prozent der Meeresflächen bis zum Jahr 2030 als Lebensraum renaturiert werden müssen. Die Klimaerwärmung und die Umweltverschmutzung verändern das Meer. Fischgattungen, denen es zu warm wird, wandern ab. Dadurch verändert sich auch die Nahrungskette, was sogar der Mensch sieht. Einige der Fische, die man früher auf den Fischmärkten der Triester Gegend fast ständig kaufen konnte, sind dort zur Rarität geworden.