Rudolf Ringhofer, Franchisenehmer von McDonald’s, steckt ein Vermögen in die Modernisierung seiner sechs Restaurants in Kärnten. Die drei Standorte in Klagenfurt (Heuplatz, Völkermarkter Straße sowie Feldkirchner Straße) sind bereits fertig umgebaut, als nächstes kommt Wolfsberg an die Reihe.
Das alte Frittieröl wird zu Biodiesel
„Wir werden das Restaurant in Wolfsberg von Grund auf erneuern. Der Gastraum wird komplett erneuert und das Restaurant technisch weiterentwickelt. Das fängt bei neuen Abfallsystemen an und geht hin zu einer effizienteren Wiederverwertung des Abfalls. Unser verwendetes Frittieröl beispielsweise wird in Biodiesel verwandelt und damit werden dann die Lkw unseres Logistikpartners Havi betrieben“, erklärt Ringhofer, der großen Wert auf Nachhaltigkeit legt.
Äußerlich wird sich das Erscheinungsbild „leicht, aber doch erkennbar“ verändern. Um Bestellungen effizienter abarbeiten zu können, wird es künftig zwei Bestellsäulen beim McDrive geben. Wie viel in den Wolfsberger Standort investiert wird? „Mehrere Millionen“, antwortet der Franchisenehmer, der nicht näher darauf eingehen will.
Seit August 1994 gibt es McDonald’s in der Bezirksstadt Wolfsberg. Sein jetziges Erscheinungsbild hat das Fast-Food-Restaurant seit Ende 2010. „Wenn nicht investiert wird, kommen mit der Zeit weniger Gäste“, sagt Ringhofer, der 2021 sieben McDonald’s-Filialen in Kärnten vom gebürtigen Lavanttaler Walter Jarz übernommen hat. Sechs davon gehören noch zu Ringhofers „Imperium“, die Filiale in der Rosentaler Straße in Klagenfurt, die ebenfalls schon millionenschwer modernisiert wurde, führt seit Ende 2024 sein Sohn Manuel Ringhofer.
Eingekauft wird regional
Für Wolfsberg habe sich Rudolf Ringhofer „ein anderes Design“ ausgesucht. „Das Restaurant wird nach dem Umbau also nicht aussehen, wie einer der Standorte in Klagenfurt. In ganz Kärnten gibt es kein vergleichbares Design. Ich habe ein Design ausgewählt, das meiner Meinung nach super für Wolfsberg passt“, erklärt Ringhofer, der noch keine weiteren Details verraten will: „Mir ist es wichtig, beim Umbau so viel wie möglich mit regionalen Firmen umzusetzen. Auch beim Einkauf lege ich sehr viel Wert darauf: Rindfleisch, Kartoffeln, Salat, Milch & Co. kaufen wir zu 100 Prozent regional ein“, betont Ringhofer.
Wann gestartet wird? „Momentan sind wir in der Einreichphase. Von den Genehmigungen hängt dann der Start des Umbaus ab“, erklärt der Franchisenehmer und fügt hinzu: „Wenn es keine Verzögerungen gibt, können wir Mitte oder Ende August starten.“ Geplant ist eine knapp zweimonatige Umbauphase. Teils wird bei laufendem Betrieb gewerkelt, teils wird das Restaurant geschlossen haben. „Ich schätze, dass wir insgesamt fünf Wochen in Wolfsberg schließen müssen.“
Das „Playland“, also der Spielturm im Freien, bleibt unverändert – immerhin wurde dieser erst 2024 erneuert. „Den Partyraum hingegen werden wir komplett neu gestalten und uns künftig stärker auf Kindergeburtstage fokussieren“, verrät der gebürtige Schladminger, der am Standort Wolfsberg aktuell 49 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir wollen alle Gästeschichten ansprechen und alle sollen sich bei uns wohl fühlen. Sowohl Familien, als auch Geschäftsleute. Wir haben sehr viele Leute, die sich mit ihrem Laptop zu uns reinsetzen und arbeiten.“
Völkermarkt und St. Veit folgen
Ist die Modernisierung erst einmal abgeschlossen, ist als nächstes das Fast-Food-Restaurant in Völkermarkt dran. „Ich kann noch nicht sagen wann, aber in absehbarer Zeit“, meint Ringhofer. Als letzte Filiale wird dann St. Veit auf Vordermann gebracht. „Mein Ziel ist es, dass in den nächsten Jahren all meine Restaurants fertig umgebaut und auf dem letzten technologischen Stand sind.“