Zu einem außergewöhnlichen Einsatz wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ligist am Freitagabend um 18.24 Uhr alarmiert. Nachdem in einem Einfamilienhaus die CO-Warner, die auf eine erhöhte Konzentration des geruch- und farblosen Gases Kohlenmonoxid aufmerksam machen, angeschlagen hatten, riefen die Bewohner die Einsatzkräfte. Bei der Ersterkundung durch den Einsatzleiter wurde eine hohe, gesundheitsschädliche CO-Konzentration gemessen. Sofort wurden die Bewohner des Hauses vorsorglich evakuiert.

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In Absprache mit dem Bereichsbeauftragten für Schadstoffe wurde die Berufsfeuerwehr Graz mit dem Messfahrzeug zur Unterstützung nachalarmiert. „Dabei wurde eine Konzentration von 170 ppm gemessen“, berichtet David Traumüller, stellvertretender Kommandant der FF Ligist. Der Grenzwert in geschlossenen Räumen liegt bei einer Konzentration von 30 ppm (Teile pro Million) in der Atemluft, ab da können gesundheitliche Beschwerden wie Kopfweh und Übelkeit auftreten.

Pelletslieferung als Auslöser

Die betroffene Familie hat die Nacht in einer anderen Unterkunft verbracht, währenddessen wurde das Haus mit einem Entlüftungsgerät be- und entlüftet. Am Samstag in der Früh hat die Feuerwehr erneut Messungen durchgeführt. „Inzwischen sind die Werte im Rahmen, der Keller muss aber noch weiter belüftet werden. Die Bewohner sind medizinisch durchgecheckt worden und sehr froh, dass sie CO-Melder installiert haben“, betont Traumüller.

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Auslöser war laut den Einsatzorganisationen eine Pelletslieferung, die am Freitag in der Früh angekommen ist. Pellets geben in den ersten Wochen nach der Produktion und der zeitnahen Lieferung Kohlenmonoxid ab, deswegen muss das Pelletslager ausreichend belüftet werden. Das Phänomen kommt auch bei Hackschnitzeln vor. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei und das Rote Kreuz im Einsatz.