Von 0 auf Platz 15 in den Charts, rund 500.000 Streams auf Spotify und rund 700.000 Aufrufe auf Youtube – „Das Nationalteam“ erfreut sich mit Österreichs WM-Hit „Stripes and Stars“ aktuell großer Beliebtheit. Oder, um es in den Worten von Sänger Paul Pizzera zu sagen:: „Das Lied fährt weg wie die Sau“.

Die Freude über den Erfolg des Songs ist dem Steirer anzuhören. „Dass das Nationalteam gleich von 0 auf 15 in die Charts gestartet ist, ist schon saugeil“, analysiert der Steirer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung lachend. Und dann verrät er noch etwas. „Es war für uns die ungewöhnlichste Art und Weise, einen Song zu produzieren.“ Mit uns meint er auch Produzent Daniel Fellner. Das Lied, in dem sämtliche österreichische Kaderspieler erwähnt werden, sei laut Pizzera nämlich „im Bausatzsystem“ entstanden.

Im vergangenen November hatte den Sänger, Kabarettisten und Schauspieler der Anruf von Österreichs Teamchef Ralf Rangnick erreicht. „Einige gesetzte Spieler haben wir vorab erfahren, auf den endgültigen Kader mussten wir dann wie alle anderen warten. Danach hatten wir drei Tage Zeit bis zur Veröffentlichung“, verrät Paul Pizzera, der dem WM-Start der Österreicher am Mittwoch, dem 17. Juni, um 6 Uhr in der Früh gegen Jordanien schon entgegenfiebert. „Ich werde mir das Spiel in einem Hotelzimmer in Wien ansehen, der Wecker ist jedenfalls schon gestellt. Ich traue den Jungs alles zu, aber zumindest das Achtelfinale“, zeigt sich Pizzera optimistisch. Und wer wird Weltmeister? „Frankreich wird alles in Grund und Boden schießen“, ist der 37-Jährige überzeugt.

Auszeit in Griechenland

In Wien ist Pizzera nicht untätig. Er steht im Studio, denn im September soll das neue Album von „Aut of Orda“ rauskommen, „in einem Jahr dann jenes von Pizzera & Jaus.“ Dazwischen noch der regelmäßige Podcast „Hawi D’Ehre“ mit den beiden Ö3-Moderatoren Gabi Hiller und Philipp Hansa. Und auf Tournee ist er sowohl mit Otto Jaus als auch mit „Aut of Orda“ auch gerade. „Langweilig wird mir nicht“, sagt Pizzera mit einem Lachen. Aber er ist ausgeruht, ist er doch gerade von einer eineinhalbwöchigen „Auszeit“ in Griechenland retour. „Ich war in einem kleinen Fischerdorf auf Kreta, wo ich schon 15 Jahre hinfahre. Da haben wir nur Musi gemacht und Karten gespielt.“