Die Fehler des Gegners wollte Kapfenberg-Trainer Klym Artamonov besser ausnützen, um nach dem 0:2-Rückstand in der Finalserie gegen Oberwart zurückzukommen. Ein Plan, der zu Beginn der Heimpartie voll aufging. Während die Gäste aus dem Burgenland etwas strauchelten, legten die Bullen einen wahren Traumstart hin. Obwohl man mit dem Rücken zur Wand stand, präsentierten sich Nemanja Krstic und Co befreit und locker. Nach wenigen Minuten zogen die Kapfenberger bereits mit 13:0 davon und die Euphorie in der Halle kannte keine Grenzen.

Mit der Führung im Rücken galt es die nächste Vorgabe von Coach Artamonov umzusetzen: Ruhe und Konzentration bewahren. Während die Oberwarter unter Zugzwang waren, punkteten die Bulls munter weiter und führten zur Pause mit 43:23. Es war ein beherzter Auftritt der Obersteirer, die auch gut in das dritte Viertel fanden. Logischerweise versuchte sich der amtierende Meister, zurück in die Partie zu kämpfen und erhöhte den Druck. So gelang es den Gunners auch, den Rückstand zu verringern. Für die Bulls ging es mit einem 51:41 in das letzte Viertel.

Heiße Schlussphase

In diesem war dann beiden Teams zu Beginn etwas die Nervosität anzumerken. Mit der Unterstützung des Publikums gelang es dem Heimteam dann, das Momentum wieder auf die eigene Seite zu ziehen. „Wir haben im dritten Viertel den Fokus ein bisschen verloren. Zum Glück haben wir ihn dann im vierten Viertel wieder gefunden“, sagte Daniel Grgic. Angeführt von einem starken Andrew Jones, der mit 17 Punkten Topscorer seines Teams war, und einer geschlossenen Teamleistung in der Defensive stellten die Kapfenberger mit dem 70:57-Heimsieg auf 1:2 in der Serie. Am Donnerstag (18 Uhr) kann man ausgleichen und die Meisterparty auswärts crashen. „Es war erneut eine enge Partie in dieser sehr ausgeglichenen Serie. Das haben bereits die ersten zwei Spiele gezeigt. In diesem Duell entscheiden Details und die haben wir besser umgesetzt“, erklärte Grgic. Mit dem Stand in der Serie möchte man sich aufseiten der Bulls nicht beschäftigen: „Wir schauen nur auf das nächste Spiel!“