„Der meteorologische Frühling 2026 geht als Jahreszeit der absoluten Extreme in die Messgeschichte von Kärnten und Osttirol ein“, heißt es vom privaten Wetterdienst Tauernwetter, der eine „spezielle Klimabilanz für die Monate März, April und Mai“ veröffentlicht:

Besonders markant sei die historische Trockenheit. Im Flächenmittel fehlte mehr als die Hälfte des üblichen Niederschlags. „Damit erlebten wir in Kärnten und Osttirol das trockenste Frühjahr seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen“, sagt David Kaufmann.

In Lienz in Osttirol fiel sogar um 67 Prozent weniger Regen als im langjährigen Schnitt. Die Folgen zeigen sich aktuell an den Aufrufen zum Wassersparen und der massiven Waldbrandgefahr.

„Wir erlebten zudem eine beispiellose klimatologische Achterbahnfahrt“, heißt es von Tauernwetter. Noch zur Monatsmitte brachte kalte Höhenluft späten Schnee bis tief in die Täler. Nur wenige Tage später mündete das Wetter rund um Pfingsten in die größte und längste flächendeckende Mai-Hitzewelle, die unser Land je erfasst hat.

Rekorde

Alleine am 26. Mai seien an mindestens 17 Wetterstationen, also an mehr als jeder zweiten Wetterstation, in Kärnten und Osttirol die bisherigen Allzeitrekorde für diesen Monat gefallen. Lienz markierte dabei mit 33,3 Grad den absoluten Höchstwert.

In der Gesamtabrechnung ist der Frühling 2026 trotz des kurzen Kälteeinbruchs der dritt wärmste seit dem Jahr 1851, fasst Tauernwetter aus Mallnitz zusammen.

Blick in die Zukunft

Aktuell ist die Wetterlage ebenfalls recht spannend: Bis Sonntagmittag sind bis zu 30 Grad möglich, danach warnt der Meteorologe Michael Tiefgraber von GeoSphere Austria vor Unwettern. Nächste Woche wird deutlich kühler.