Einen Stapel Pflasterl soll Wolfgang Wiltschnigg am vergangenen Wochenende gebraucht haben. Kein Wunder, denn zwischen 250 und 300 Besucherinnen und Besucher zählte seine neue Mountainbike-Strecke auf der Sommeralm an den ersten Tagen (Es ist eine der wenigen offiziellen Mountainbike-Strecken im Bezirk Wei). Und da blieb auch das ein oder andere Wehwechen nicht aus.

Wiltschnigg ist überrascht: Kaum Werbung und der Andrang ist trotzdem groß. Das war wohl vorauszusehen, trifft er mit dem Projekt den Zahn der Zeit. „Die Leute sind begeistert von der Strecke. Die Rückmeldungen sind sehr positiv.“

6,5 Kilometer Strecke

Was erwartet die Mountainbike-Fans nun auf der „Funbase“? Insgesamt umfasst die Strecke 6,5 Kilometer. Es gibt fünf Trails, davon einen eigenen für Kinder und einen „Uphill Trail“ – also zum Bergauffahren. Wiltschnigg empfiehlt für Anfänger ein Fahrtechniktraining in der Bike-Schule, die direkt vor Ort von René Kohlfürst und seinem Team betrieben wird.

Den Berg hinunterrasen kann man auch mit Carts. „Damit kann jeder fahren“, versichert Wiltschnigg. Auf den Berg hinauf kommt man sowohl mit Bike als auch mit Cart per Lift. Die Bügel von der Wintersaison werden gegen sogenannte „Loops“ ersetzt. Dieser wird am Vorbau des Fahrrades befestigt und zieht Rad wie auch Fahrer nach oben. 76 Loops trägt der Lift. 33 Fahrerinnen und Fahrer können also gleichzeitig auf den Berg gebracht werden.

Eine Tageskarte für Kinder inklusive Lift kostet 24 Euro, Erwachsene bezahlen 34 Euro. Aktuell hat die Strecke von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ab Juli ist die ganze Woche offen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Service und Lift) werden noch gesucht.

Auch Namensvetter profitieren

Die neue Strecke bringt einen Aufschwung für die Region. Da ist sich Wiltschnigg sicher. Auch seine Nachbarn, die Pension Holzmeister ein paar hundert Meter von der Anlage entfernt, sehen das so.

Verwandt ist man übrigens nicht: „Früher war der Lift im Gegensatz zum Gasthaus Holzmeister unbekannt. Wir haben die Erlaubnis bekommen, den Namen zu verwenden“, erzählt Wiltschnigg.

Aus dem einstigen Gasthaus wurde eine Pension mit Campingplätzen
Aus dem einstigen Gasthaus wurde eine Pension mit Campingplätzen © KLZ / Julia Kammerer

Das Gasthaus gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür Fremdenzimmer und Campingplätze inklusive Verpflegung. So seien am vergangenen Wochenende schon einige Mountainbiker mit Campingbussen bei ihr eingekehrt.