Das Kosmetikunternehmen Marionnaud wurde im Jahr 1984 von Marcel Frydman in Paris gegründet, als er eine kleine Parfümerie in Montreuil für seine Frau erwarb. Seit 2001 ist das Unternehmen auch in Österreich vertreten. Mit rund 80 Parfümerien und einem Online-Shop ist das Unternehmen Marktführer im selektiven Beauty-Handel in Österreich. Im Bundesland Kärnten gibt es in Summe sechs Filialen – vier in Klagenfurt, eine in Villach und eine weitere in Spittal.
Jene am Alten Platz in Klagenfurt könnte jedoch bald Geschichte sein. Gerüchten zufolge soll diese in Kürze schließen. Das möchte Marionnaud weder klar bestätigen noch dementieren. „Wir überprüfen regelmäßig unser Filialnetz, einschließlich Mietverträgen und Marktbedingungen, um sicherzustellen, dass wir den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden gerecht werden“, erklärt Victoria Bukovics, ihres Zeichens für die Kommunikation des Unternehmens verantwortlich, auf Anfrage der Kleinen Zeitung. „Etwaige Änderungen an unseren Filialen werden wir im Falle von Schließungen proaktiv an unsere Kundinnen und Kunden kommunizieren.“ Ein Dementi klingt anders.
Seit der österreichischen Markteinführung wurde ein Filialnetz mit rund 80 Parfümerien und mehr als 500 Mitarbeitern aufgebaut. Im Jahr 2005 erfolgte die Übernahme von Marionnaud durch die A.S. Watson Group, einer Tochtergesellschaft von CK Hutchison. Das Sortiment von Marionnaud umfasst heute exklusive Düfte, Make-up wie auch Naturkosmetik.
Leerstände gingen zurück
Verabschiedet sich Marionnaud vom Alten Platz, sorgt das für einen Leerstand an einer prominenten Adresse in Klagenfurt. Im Verlauf des vergangenen Jahres sank zwar die Zahl der Leerstände in der Klagenfurter Innenstadt von rund 100 auf etwa 70. Dabei fällt trotzdem auf: Die zentralen Plätze, allen voran die seit Jahren von ergebnislosen Diskussionen betroffene Bahnhofstraße, tun sich schwer, neue Unternehmen anzulocken und die Frequenz zu steigern.