Geboren in Graz, daheim in Mödling – vor den Toren der Bundeshauptstadt Wien –, stand für Anna Amerer (22) schon in ihrer Schulzeit fest: „Ich möchte später an der Montanuniversität Leoben studieren.“ Amerers Wunsch wurde Wirklichkeit – seit dem Jahr 2022 ist sie Studentin der Fachrichtung Angewandte Geowissenschaften und engagiert sich seit Jahren auch als Vorsitzende der ÖH Leoben.
Eine ihrer Lehrerinnen sei es gewesen, die sie auf die Montanuniversität Leoben „angespitzt“ habe: „Wir haben damals das Thema Geologie am Tapet gehabt.“ Bald darauf habe sie der Stadt Leoben einen Besuch abgestattet. „Ich habe die Uni schon mit 14 Jahren kennengelernt. Einen ganzen Tag lang war ich in Leoben unterwegs, habe mir alles angeschaut, und gewusst ‚da bleibe ich.‘“
Infotage als Chance ergreifen
Amerer ist überzeugt, dass man die Montanuni und die Stadt Leoben selbst erleben müsse, um die Vorzüge als Studierendenstadt begreifen zu können. Ihr Appell an alle technikinteressierten Schülerinnen und Schüler: „Unbedingt die Chance ergreifen und die Infotage an der Montanuni besuchen.“
Denn: Wer einmal das Angebot an Studienrichtungen, den Unicampus und das Ambiente der Stadt mit eigenen Augen gesehen habe, dem tauge das sehr häufig: „Ich selbst habe schon einige Male Schüler bei den Infotagen getroffen, die ich dann kurz darauf als Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung sitzen gesehen habe. Das ist natürlich toll.“
Auch bei dieser hohen „Trefferquote“, die man bei Besuchern der Infotage und mit anderen Marketing-Aktionen der Montanuni habe, seien es derzeit noch immer zu wenig Studierende aus Österreich, bemerkt Amerer: „Es ist wunderbar, wenn es einen großen Erfolg beim Rekrutieren internationaler Studierender gibt, aber die gehen nach dem Studium meist wieder ins Ausland.“
Schwerpunkt auf Marketing-Maßnahmen
Bekanntlich waren die Studierendenzahlen der Montanuniversität Leoben in den vergangenen zehn Jahren vom bisherigen Höchststand von 4000 stetig auf Talfahrt – bis heuer. Nun scheint die Talsohle von 2300 Studierenden überwunden zu sein. Derzeit legt die Montanuni einen Schwerpunkt auf effektive Marketing-Maßnahmen.
In Amerers persönlicher Wahrnehmung sei Leoben als grüne Stadt der kurzen Wege und mit leistbaren Preisen für Studierende ideal, wobei ihr expliziter Wunsch war, ihr Studium nicht in einer Großstadt zu absolvieren: „Ich finde die Stadt Leoben wirklich schön.“ Die Mischung zwischen Gemütlichkeit und städtischer Infrastruktur sei bestechend. Ein Manko allerdings eile der Region bereits in den Erzählungen voraus, weiß Amerer.
Bargeldloses Bezahlen oft nicht möglich
„Man hört das schon, bevor man in Leoben zu studieren beginnt, dass man hier auf jeden Fall sehr häufig noch Bargeld benötigt.“ Sie könne es nicht nachvollziehen, dass in vielen Lokalen und auch in manchen Geschäften so strikt auf Barzahlung bestanden wird und Karten oder Bezahlen via Handy-App unmöglich ist.
„Auf einer Reise nach Schottland konnte man sogar das Trinkgeld für den Dudelsackspieler auf der Straße über meine Handy-App bezahlen“, sagt Amerer. Da habe man in Leoben auf jeden Fall noch Nachholbedarf. Bei der ÖH Leoben installiere man nun eine Bankomat-Kasse: „Bisher konnte man ein Paypal-Guthaben aufladen und damit bezahlen.“
Das Klima an der Montanuniversität Leoben sei sehr angenehm, auch als Frau im technischen Teich sei sie mit keinerlei Vorurteilen konfrontiert gewesen: Die Verantwortlichen der Uni selbst seien da seit Langem auch sehr progressiv. Insgesamt gebe es mit der Uni und dem Rektorat bestes Einvernehmen: „Es läuft sehr gut, wir bekommen immer ein offenes Ohr und sind überall bestens eingebunden“, freut sich Amerer. Die Sozialleistungen der ÖH Leoben würden sehr gut angenommen.