Dramatische Szenen spielten sich am Wochenende am Afritzer See ab: Ein Fischer stürzte aus bisher unbekannten Gründen von seinem Boot ins Wasser und ging unter. Martin Struggl (58), Hausmeister und Platzwart beim Fischerhof Glinzner, hörte einen „Platsch“, wie er erzählt, und zögerte keine Sekunde: „Ich bin sofort zum See gelaufen, sprang ins Wasser und bin zu ihm geschwommen und habe versucht ihn zu packen. Es war sehr schwer, das Wasser war eiskalt.“

Gleichzeitig war Michael Zorn, Allgemeinmediziner aus Bodensdorf, mit seiner Familie gerade am nahen Rundwanderweg unterwegs, als er plötzlich Hilfeschreie hörte: „Ich lief nach unten zum See und alarmierte gleichzeitig die Polizei“, erzählt der 42-Jährige im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. 40 bis 50 Meter entfernt vom Ufer sah er, dass der Fischer dabei war, zu ertrinken und Ersthelfer Struggl ihm hinterhertauchte. Auch Zorn zögerte keine Sekunde und sprang in den See, um zu helfen.

Ein weiterer glücklicher Zufall war es, dass auch ein weiteres Fischerboot auf den Notfall aufmerksam wurde und zu Hilfe eilte: „Leider schafften wir es nicht, den Ertrunkenen auf das Boot zu hieven“, so Zorn, aber: „Struggl und ich konnten den Mann ans Ufer bringen, indem wir uns am Boot einhielten.“

Am Ufer angelangt begann Zorn sofort mit der Reanimation, kurze Zeit später trafen auch die Polizei und der Notarzt ein. Der Fischer wurde vom Hubschrauber ins Landesklinklikum Klagenfurt gebracht. Dort wird er derzeit intensivmedizinisch betreut.