Die Namen lesen sich wie das „Who ist Who“ der heimischen Musikszene: Von Melanie Payer über Jazz Gitti und Waterloo bis hin zu Hannah und Matakustix. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Jahresprogramm eines Kulturvereins sondern um ein zweitägiges Fest, das alle zwei Jahre zu Pfingsten in Glanhofen bei Feldkirchen aus dem Boden gestampft wird.

„Mehr als 35 Gruppen stellen sich in den Dienst der guten Sache“, sagt der Feldkirchner Bürgermeister Martin Treffner. Er hat das Frühlingsfest seinerzeit ins Leben gerufen und stellt es seither, gemeinsam mit einem großen Team auf die Beine. Anlass für das erste Frühlingsfest in Glanhofen war eine Krebserkrankung in Treffners damaligen beruflichen Umfeld. Das Geld geht daher seither an die Kärntner Kinderkrebshilfe. Treffner: „Wir haben insgesamt schon rund 690.000 Euro gespendet. Es gibt immer genügend Fälle, die unsere Hilfe brauchen.“

Hilfe bekommt Treffner von einem riesigen Team von Freiwilligen, ohne diese wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung gar nicht möglich. Zwischen 250 und 300 Freiwillige packen mit an. Treffner: „Die Vorbereitungen haben schon vor rund einem halben Jahr begonnen. In der letzten Woche vor der Veranstaltung beginnt dann die intensive Phase, in der das ganze Ortszentrum von Glanhofen in ein Festgelände verwandelt wird.“

Wie aber kann man Musikerinnen und Musiker mit Rang und Namen für einen kostenlosen Charity-Auftritt gewinnen? Treffner: „Man muss sie einfach fragen.“ Ein Großteil der Musiker, die schon einmal in Glanhofen waren, kommt auch gerne wieder. Wen würde der Bürgermeister gerne einmal auf der Bühne in Glanhofen sehen? „Der zweifache Songcontest-Gewinner Johnny Logan hätte vor ein paar Jahren in Feldkirchen auftreten sollen. Er hatte schon zugesagt und es war alles fixiert. Leider mussten wir das Fest aufgrund der Corona-Pandemie absagen“, sagt Treffner: „Wir versuchen, in den nächsten Jahren wieder einen Termin zu bekommen.“