Aufgrund eines deutlichen strukturellen Wandels innerhalb der letzten Jahrzehnte zählt Kärnten nun zu den hochentwickelten europäischen Industrieregionen. Aber wie finden wir die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kärntner Unternehmen und Institutionen, die uns diese Position halten lassen? Möglicherweise müssen wir ein Stück mehr aufeinander zugehen. Die Anforderungen der Arbeitgeberbetriebe müssen sich den Vorstellungen motivierter und interessierter Arbeitssuchender anpassen und diese müssen möglicherweise ihre Kompetenzen ausbauen und sich finden lassen.

In den meisten Branchen müssen Unternehmen innovativ sein, um längerfristig am Markt zu reüssieren. Das betrifft auch den Tourismus, eine Branche, die nicht gerade für ihre arbeitsfreundlichen Bedingungen berühmt ist. Aber wie Beispiele in Kärnten zeigen, ist dieses Image nicht gerechtfertigt. Vermehrt bieten Tourismusbetriebe ihrem Personal jene Annehmlichkeiten an, wie sie auch die Gäste in Anspruch nehmen können. So beispielsweise auch im Hotel Karnerhof am Faaker See. Im Traditionsbetrieb ist sich die Geschäftsführerin, Ursula Karner, bewusst, dass es einiges braucht um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langjährig zu halten. Sie setzt dabei auf vertiefende Qualifizierung, sei es durch Cross-Training in anderen Abteilungen oder durch konkrete Fortbildung. Auch ist sie überzeugt, dass die Mitarbeitenden einen Sinn in der Arbeit sehen müssen und dass dieser ihnen auch vermittelt werden muss. Der Kärntner Tourismus ist also durchaus ein Bestätigungsfeld, in dem man sich selbst verwirklichen kann und das auch den Beschäftigten Freude bringt. Aspekte, die leider viel zu wenig oft betont werden.

Hotel Karnerhof setzt auf vertiefende Qualifizierung, um Mitarbeiter:innen langfristig zu halten
Hotel Karnerhof setzt auf vertiefende Qualifizierung, um Mitarbeiter:innen langfristig zu halten © Johannes Puch

In allen Branchen gilt, dass man die sogenannte Work-Life-Balance und die damit einhergehenden Bedürfnisse der potenziellen Arbeitnehmer ernst nimmt und ihnen ein entsprechendes Angebot macht. Incentives und Flexibilisierung gelten heute als State of the Art der Arbeitswelt. Deshalb müssen auch inhaltliche Herausforderungen der Arbeit mit den Fähigkeiten der Interessierten zusammenpassen. Damit wären wir wieder bei den Innovationen, für die einzelne Menschen oder Teams verantwortlich zeichnen und die den Erfolg eines Unternehmens ausmachen.

Konsequentes Training und konkrete Fortbildung wirken sinnstiftend im Beruf
Konsequentes Training und konkrete Fortbildung wirken sinnstiftend im Beruf © Johannes Puch

Im Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds laufen diese Informationen zusammen und er bietet unterschiedliche Unterstützungen an (beispielsweise die TALENTE Förderungen), damit Unternehmen des Kärntner Innovationsökosystems ihre Potenziale entfalten und mit innovativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zukunft mit qualitativem und ressourcenschonendem Wachstum begegnen können.

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Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem KWF auf Basis der Inhalte des aktuellen KWF-Magazins.