Digitale Impulse in einem atemberaubenden Panorama: Es diskutierten Felix Gottwald, Österreichs erfolgreichster Olympiasportler, Christoph Stadler, Businessmarketingchef bei Drei, Gernot Uhlir, Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe, Matthias Schattleitner vom Tourismusmarketing Schladming-Dachstein und Herbert Raffalt, Bergführer und Naturfotograf, im Expertentalk von Drei Business. Der Bergfex und Journalist Klaus Höfler (Kleine Zeitung) moderierte das Gipfeltreffen am Dachstein.
Ein wenig Verspätung, der Himmel wolkenverhangen, ab und zu blitzt es blau zwischen den Wolken – die Frisur sitzt, auch wenn sie unter Wollmützen verborgen ist. Das Gipfelkreuz des Dachsteins ist nur einer der Blickfänge des grandiosen Panoramas und gleichzeitig das Setting für den „Drei Business-Talk“. Sofort sind die Fachleute mitten im Thema: Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung im Tourismus? „Sie ist eine enorm wichtige, treibende Kraft. Ich habe heute mehrere Tools zur Online-Buchung, die ich früher nicht hatte. Ich kann den Urlaubsort auswählen und gleich buchen“, erklärt Matthias Schattleitner, „Natürlich spielen die Sozialen Netzwerke eine große Rolle, in denen Urlaubserlebnisse sofort geteilt werden. Doch den Wind spürt man nur live, seine wunderbare Rauheit. Dafür muss man selbst herkommen, denn so schön kann ein Video gar nicht sein“ In Zukunft, so erwartet sich der Tourismusmarketer der Schladming-Dachstein-Region, werden noch weitere, spannende Entwicklungen folgen, die dem Fremdenverkehr zu Gute kommen.
Selbst dabei zu sein ist aber doch besser, als bloß virtuell – das unterstreicht Olympionike Gottwald.
Gernot Uhlir sieht die Pandemie ebenfalls als Chance: „Unsere Sportler haben in der Krise noch mehr trainiert. Für uns, als Sporthilfe, war es wichtig, die Förderungen für unsere Sportler in dieser Zeit aufrechterhalten zu können. Das ist mit unseren Partnern gelungen. Ich habe gelernt, die Krise als Chance zu sehen.“ Schneller, höher, weiter – das könnte man auch als Motto für die digitale Zukunft sehen.
Rügen-Flachländer und Drei CEO Trionow gibt sich begeistert vom Ausblick auf das Dachsteinmassiv: „Eine tolle Aussicht und ein großartiges Erlebnis! Unser höchster Berg auf Rügen ist gerade einmal 192 Meter hoch. Der Aufstieg zum Dachsteingipfel ist vergleichbar mit der Aufgabe, die Digitalisierung zum Vorteil jedes Menschen zu machen. Das ist ein entscheidender Trend in allen Bereichen der Gesellschaft. Und es braucht die Netze, die das stemmen können.“ Er erinnert sich an die „Achterbahn“ den ersten sechs Pandemie-Monate: „Wir stellen eine kritische Infrastruktur zur Verfügung und da galt es, die Business-Kontinuität zu garantieren. Wir verzeichneten einen riesigen Anstieg bei der Nutzung, die von uns erst bewältigt werden musste. Ich selbst hatte durch den Wegfall von Dienstreisen oder Fahrt zum Büro die Möglichkeit, mehr Sport zu betreiben. Das war ein wohltuender Perspektivenwechsel.“
Zu beobachten war, so der Drei CEO, dass sich viele Entwicklungen beschleunigt haben. Trotzdem wünscht er sich die Rückkehr zur Normalität und die Mitnahme der spannenden Zukunftsimpulse, die erst durch die Krise entstanden sind. Dem Ausbau der 5G-Netze blickt Trionow freudig entgegen:
Naturfotograf Herbert Raffalt schlägt, als Fremdenführer in der analogen Welt, begeistert die Brücke zum digitalen Publikum: „Das Wetter ändert sich ständig und das macht für mich die Berge so besonders. Der Dachstein sieht nicht nur spannend aus, sondern er ist auch von allen Seiten her begehbar, abhängig vom jeweiligen sportlichen Können.“ Das trifft ebenso auf die Möglichkeiten zu, die eine Welt bietet, die immer mehr von der Digitalisierung geprägt ist.
Olympionike Felix Gottwald resümiert, was man aus der Krise mitnehmen kann – und das betrifft ebenfalls die Chancen der Digitalisierung: „Veränderung freudvoll annehmen. Immer das Beste geben und Erfolg anstreben.“