Danach – sei zärtlich
Ja, die Freude ist groß und am liebsten würdest du gleich die Folie runter reißen um deine Tätowierung in voller Pracht zu bestaunen. Bitte mach das nicht. Das die Folie drauf ist hat durchaus einen Sinn – eine frisch gestochene Tätowierung ist nämlich eine Wunde wie alle anderen auch und in eine Wunde sollte bekanntlich kein Dreck, macht Mario Barth aufmerksam: „Um Verschmutzungen mit Keimen zu vermeiden, desinfiziert der Tätowierer die Hautstelle und deckt sie mit transparenter Derma soft Folie ab. Den Schutz solltest du nach 24 Stunden wieder entfernen, um Luft an die verletzte Hautpartie zu lassen.“

Professionelles Vorgehen ist beim Tätowieren gefragt: Bei Mario Barth arbeiten Profis
Professionelles Vorgehen ist beim Tätowieren gefragt: Bei Mario Barth arbeiten Profis © Nejron Photo
Bei einem längeren Aufenthalt im Freien: Sonnenschutz fürs Tattoo nicht vergessen
Bei einem längeren Aufenthalt im Freien: Sonnenschutz fürs Tattoo nicht vergessen © benik.at


Gut geschmiert ist halb gewonnen
Mindestens zweimal am Tag solltest du dein Tattoo reinigen und anschließend eine dünne Schicht Salbe auftragen, rät Barth. Auch dabei ist Vorsicht besser als Nachsicht – die Hände kurz desinfizieren und schon kannst du dein Tattoo pflegen. Für einen gelungen Verheilungsprozess hat die Tätowierlegende übrigens gemeinsam mit Ärzten das erste After Care System für seine Kunden entwickelt, das eine längere farbliche Intensität und Haltbarkeit gewährleistet.Wenn du dich im Sommer länger draußen aufhältst schütze dein Tattoo am besten durch eine Sonnencreme oder ein Sonnenspray mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+). Ansonsten wird dein frischer Körperschmuck schneller verblassen, als du Ballermann und Strandparty sagen kannst.

Der Sommer ist nicht unbedingt die beste Zeit für ein neues Tattoo. Wenn ihr euch jetzt trotzdem eines stechen lasst, ist die richtige Pflege extrem wichtig
Der Sommer ist nicht unbedingt die beste Zeit für ein neues Tattoo. Wenn ihr euch jetzt trotzdem eines stechen lasst, ist die richtige Pflege extrem wichtig © Rawpixel.com

Dont touch this
Jeder von uns hat mindestens ein solche Person in seinen Freundeskreis, der einfach alles antatschen muss. Wenn er oder sie auf dich zu kommt mit ausgestreckten Armen um dein frisches Peckerl zu „erfühlen“ ergreif die Flucht oder halte ihn auf eine beliebige andere Weise davon ab, denn – wie schon erwähnt – Dreck in der Wunde ist nicht wünschenswert. „Nicht anfassen“ zählt übrigens auch für dich – an der Tätowierung rum zu kratzen zählt nämlich zu den dämlichsten Dingen, die du so machen kannst. „Dass die Haut während der Heilung juckt ist ganz normal. Kratzen solltest du aber möglichst vermeiden, sonst könnten Narben entstehen“, warnt Barth. Also: Wenn es juckt, bleibe stark!