Österreicher sind Bahnfahrer. Mit durchschnittlich 1.597 Bahnkilometern pro Kopf und Jahr befindet sich Österreich bei der Öffi-Nutzung im europäischen Spitzenfeld. Laut Verkehrsclub Österreich legt ein durchschnittlicher Österreicher mit Bahn, Tram oder U-Bahn zurück etwa doppelt so viele Kilometer wie der EU-Schnitt.
Das bestätigen auch die neuesten Zahlen der ÖBB: 2024 fuhren erstmals über 511 Mio. Menschen mit Bahn und Bus — ein neuer Rekord. Um diese Nachfrage abdecken zu können — und um den Verkehr klimaschonend auf die Schiene zu verlagern — muss das nachhaltige Schienennetz weiter wachsen. Die Eröffnung der neuen Koralmbahn, die Arbeiten am Semmering- und Brenner-Basistunnel sind ein starkes Bekenntnis Österreichs, sein Bahnnetz zukunftsfit gestalten zu wollen.
Die Voraussetzung dafür schafft der Baustoff Beton: Wer Tunnel bohrt, Brücken errichtet oder Gleise verlegt, setzt auf diesen vielseitigen Baustoff. Die Gründe liegen auf der Hand: Beton ist extrem tragfähig, formstabil und resistent gegen Witterung und Lastwechsel — Eigenschaften, die beim Bahnbau unabdingbar sind. Bahnschwellen und Gleisbetten aus Beton gewährleisten eine stabile Schienenführung, vorgefertigte Bahnsteigkanten sorgen für Barrierefreiheit, und Betonfundamente tragen Oberleitungsmasten, während Lärmschutzwände mehr Lebensqualität entlang der Bahnrouten bringen.
Langlebigkeit ist Nachhaltigkeit
Im Vergleich zu anderen Baumaterialien punktet Beton mit Langlebigkeit und Wartungsarmut. Das reduziert auf lange Sicht Reparaturaufwand, schont Ressourcen und Kosten — und senkt nicht zuletzt den ökologischen Fußabdruck. Damit ist Beton nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch ein Baustein nachhaltiger Mobilität.
Wenn Österreich sein Ziel ernst nimmt, den Bahnverkehr bis 2040 deutlich auszubauen, führt an Beton kein Weg vorbei. Dieser Baustoff ist oftmals selbstverständlicher, aber fundamentaler Teil der klimafreundlichen Verkehrswende.