Beim diesjährigen Cirque Noël erwartet das Publikum ein besonderes Highlight: Die australische Compagnie „Gravity & Other Myths“, seit Jahren durch die Festivals La Strada und Cirque Noël Graz eng mit der Grazer Kulturszene verbunden, präsentiert gleich zwei außergewöhnliche Produktionen, die Zirkuskunst auf höchstem Niveau mit brandaktuellen gesellschaftlichen Themen vereinen

Zwischen virtueller und echter Welt

Mit „The Mirror“ bringt die Compagnie vom 20. bis 29. Dezember 2024 ein Stück auf die Bühne, das den Finger direkt auf den Puls der Zeit legt. In einer Welt, in der soziale Medien unseren Alltag bestimmen und die Grenzen zwischen authentischen Momenten und inszenierter Realität verschwimmen, stellen die Künstler:innen die Frage nach echter Authentizität. Ihre Antwort ist so clever wie eindeutig: Sie nutzen die Kraft der Live-Performance, um dem digitalen Schein die pure physische Präsenz entgegenzusetzen. Innovative Multimediaelemente treffen dabei auf atemberaubende akrobatische Sequenzen und schaffen ein faszinierendes Spiel von Realität und Illusion.

Cirque Noël verbindet Zirkuskunst auf höchstem Niveau mit brandaktuellen gesellschaftlichen Themen
Cirque Noël verbindet Zirkuskunst auf höchstem Niveau mit brandaktuellen gesellschaftlichen Themen © Andy Phillipson

Der Weg zur Meisterschaft

Nach dem Jahreswechsel, von 3. bis 6. Jänner 2025, folgt mit „10.000 Hours“ eine Weltpremiere, die in Koproduktion mit dem Cirque Noël entstanden ist. Der Titel spielt auf die vielzitierte „10.000-Stunden-Regel“ an, nach der es eben diese Zeitspanne braucht, um in einem Bereich zur absoluten Meisterschaft zu gelangen.

Die Künstler:innen gewähren dabei einen ebenso unterhaltsamen wie beeindruckenden Einblick in die unzähligen Trainingsstunden, die nötig sind, um jene außergewöhnlichen Fähigkeiten zu entwickeln, die das Publikum regelmäßig zum Staunen bringen. Die Virtuosität der Akrobaten und Akrobatinnen wird durch Live-Musik zusätzlich in Szene gesetzt und schafft Momente, die lange in Erinnerung bleiben.

Langjährige künstlerische Verbindung

Die Wahl von „Gravity & Other Myths“ für das diesjährige Festivalprogramm kommt nicht von ungefähr. Seit vielen Jahren verbindet das Festival La Strada Graz und den Cirque Noël eine enge künstlerische Beziehung mit der australischen Compagnie. Was die Truppe auszeichnet, ist ihre einzigartige Mischung aus technischer Präzision, künstlerischer Innovation und einer Prise Humor – Elemente, die auch das Grazer Publikum bereits mehrfach begeistern konnten.

Die australische Compagnie „Gravity & Other Myths“ zeichnet ihre einzigartige Mischung aus technischer Präzision, künstlerischer Innovation und einer Prise Humor aus
Die australische Compagnie „Gravity & Other Myths“ zeichnet ihre einzigartige Mischung aus technischer Präzision, künstlerischer Innovation und einer Prise Humor aus © Andy Phillipson

Beide Produktionen zeigen eindrucksvoll, wie zeitgenössischer Zirkus gesellschaftliche Themen aufgreifen und in fesselnde Bühnenerlebnisse verwandeln kann. Während „The Mirror“ unseren Umgang mit der digitalen Welt kritisch hinterfragt, richtet „10.000 Hours“ den Fokus auf die oft unsichtbare Arbeit hinter spektakulären Leistungen. Gemeinsam ist beiden Shows die charakteristische Handschrift von „Gravity & Other Myths“: außergewöhnliche Inszenierungen, die eine technische Brillanz mit tiefgründiger Reflexion verbinden.

Der Cirque Noël bietet damit zur Weihnachtszeit wieder ein Kulturprogramm, das die ganze Familie begeistert und zum Nachdenken anregt. Die Kombination aus zwei thematisch unterschiedlichen, aber künstlerisch verwandten Produktionen macht den Besuch beider Aufführungen besonders reizvoll.

Entstanden in Kooperation mit Cirque Noël Graz.