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MARKTBERICHT 2017Die Immobilienpreise in Klagenfurt

Ein Blick auf die Detailergebnisse des Immobilienmarktberichts 2017 des Österreichischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (ÖVI). Grundlage der Zahlen sind die Transaktionsdaten aus dem Grundbuch.

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Klagenfurt wächst, erst kürzlich wurde die 100.000-Einwohner-Marke überschritten. Diese Entwicklung macht sich laut ÖVI auch bei den Immobilientransaktionen bemerkbar: 1250 Immobilien wurden im Jahr 2017 verbüchert, rund 45 Prozent mehr als 2010. Die Transaktionen von Grundstücken haben in diesem Zeitraum am stärksten angezogen, aber auch die Anzahl der Übertragungen von Wohnungen und Häuser hat merklich zugelegt.

Mittlerer Preis in Euro nach Jahren Foto © ÖVI

Dass sich Klagenfurt beim Wohnbau gut auf den Bevölkerungszuwachs gut vorbereitet hat, zeigt der bemerkenswerte Transaktionsanstieg zwischen 2011 und 2013 bei neuwertigen Wohnungen. Die Wohnbaurate (Anzahl der fertiggestellten Wohnungen pro Jahr je 1000 Einwohner, inklusive Mietwohnungen) lag zwischen 2012 und 2014 bei 8 und ist in den Folgejahren auf 7 gesunken.

Mittlerer Preis in Euro nach Jahren Foto © ÖVI

Am häufigsten haben 2017 gebrauchte Wohnungen den Eigentümer gewechselt, am beliebtesten war dabei die Innere Stadt und der Westen Klagenfurts, der 12. Stadtbezirk (St. Martin-Waidmannsdorf) - dort wurden auch besonders viele neue Wohnungen gekauft. Die Nähe zu Wörthersee und Zentrum schlägt sich im Westen Klagenfurts wohl im Preis nieder: Der mittlere Quadratmeterpreis für neue Wohnungen beträgt dort 3000 Euro, das sind knappe 200 Euro mehr als in der Inneren Stadt. Deutlich günstiger sind Neubauten im Südosten, der mittlere Preis für neue Wohnungen liegt in St. Ruprecht, dem 11. Stadtbezirk, bei 2300 Euro pro Quadratmeter und damit auch deutlich unter dem mittleren Wert für ganz Klagenfurt, der 2909 Euro pro Quadratmeter beträgt.

Moderater Preisanstieg

Die Preise für neue Wohnungen sind seit 2010 im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten wie etwa Wien (plus 40 Prozent) oder Innsbruck (plus 48 Prozent) sehr moderat angestiegen. Hier zeigt sich in Klagenfurt mit einem Plus von 10 Prozent wohl eine preisdämpfende Wirkung durch das seit 2012 deutlich erhöhte Angebot an neuwertigen Wohnungen.
Die Transaktionen für gebrauchte Wohnungen sind seit 2015 sprunghaft angestiegen. Der mittlere Preis liegt 2017 bei 1800 Euro pro Quadratameter. Die Preissteigerungen seit 2010 sind hier mit einem Plus von 21 Prozent aber immer noch moderat - wenn auch etwas höher angesiedelt als bei neuwertigen Wohnungen. Die mittleren Preise differieren freilich je nach Lage: Während der Preis für gebrauchte Wohnungen in St. Ruprecht bei 1300 Euro pro Quadratmeter liegt, muss man in St. Martin-Waidmannsdorf mit 2200 Euro pro Quadratmeter deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Mittlerer Preis in Euro nach Jahren Foto © ÖVI

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Grundstücken und Häusern: Liegt der mittlere Preis für Baugrundstücke in Klagenfurt bei 15 Euro pro Quadratmeter, differieren die Preise innerhalb der Stadt von 98 Euro im Osten Klagenfurts bis zu 300 Euro im Westen. Die meisten Häuser wurden in St. Martin-Waidmannsdorf verbüchert, der mittlere Preis liegt dort bei 295.000 Euro, am günstigsten ist ein Haus in St. Ruprecht zu erwerben. Der mittlere Grundstückspreis in Klagenfurt wird im Landeshauptstädtevergleich nur von St. Pölten (100 Euro pro Quadratmeter).

Gezeigt wird der mittlere Preis in Euro nach Jahren Foto © ÖVI

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