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Zahlen, Daten, FaktenWo Wohnen am billigsten ist - und wo am teuersten

Der druckfrische Marktbericht des Österreichischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (ÖVI) legt den Fokus auf die Landeshauptstädte und zeigt, wieviel der Quadratmeter Wohnraum hierzulande tatsächlich kostet.

Der Kaufpreis für eine gebrauchte Durchschnittswohnung, 70 bis 80 Quadratmeter groß. Datenbasis: Kaufverträge gemäß Grundbuch, ausgewertet von Immo-united gemeinsam mit Remax Austria © 
 

Österreichweit gesehen gilt: Auch 2017 war ein aktives Jahr für den Immobilienmarkt. „Die Großwetterlage ist weiterhin ungetrübt,“ lautet die Grundbotschaft des ÖVI. „Der Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Im Jahr 2017 wurden in Österreich rund 50.000 Eigentumswohnungen mit einem Transaktionsvolumen von über 10 Milliarden Euro verbüchert, ein neuer Rekordwert. Diese Zahlen bestätigen eindrucksvoll den ungebrochenen Zuspruch zu Wohnungen als Wohn- beziehungsweise Anlageform und zur Altersvorsorge, daran wird sich mangels Alternativen auch nicht so schnell etwas ändern.“

Graz und Klagenfurt im Mittelfeld

Einen ersten Überblick zum Preisniveau in den einzelnen Landeshauptstädten bietet die Erhebung von (mittleren) Kaufpreisen für eine gebrauchte 70 bis 80 Quadratmeter große Durchschnittswohnung als griffigen Vergleichswert. Wenig überraschend nehmen Innsbruck, Salzburg und Wien preislich gesehen die Top 3-Positionen im Ranking ein. Beachtlich ist, dass der Preis für die gebrauchte Durchschnittswohnung in Innsbruck über jenem Salzburgs liegt, wenn auch freilich die Preisdifferenz von knapp 1000 Euro nicht sonderlich hoch ist. Das Mittelfeld wird von Bregenz angeführt, die definierte Standardwohnung ist dort um 214.000 Euro zu haben.

Ähnlich ist das Preisniveau in Linz, Graz und Klagenfurt mit 160.000 bis 170.000 Euro. Merklich günstiger ist die Durchschnittswohnung in St. Pölten mit 123.000 Euro. Für Eisenstadt konnte mangels ausreichender Daten kein valider Wert dargestellt werden. Zwischen der teuersten Durchschnittswohnung in Innsbruck um 265.000 Euro und der günstigsten Durchschnittswohnung in St. Pölten um 123.000 Euro beträgt die Preisdifferenz mehr als 100 Prozent.

Teurer Westen

Ein Vergleich der mittleren Preise für neuwertige Wohnungen in den Landeshauptstädten zeigt, dass in dieser Kategorie neben Wien vor allem die westlichen Landeshauptstädte Salzburg, Innsbruck und Bregenz als preisliche Spitzenreiter zu identifizieren sind. Die hohe Investitionsbereitschaft der Österreicher in Immobilien bei beschränktem Angebot, die Kombination von Groß- bis Kleinstädtischem Flair samt Infrastruktur und Kultur mit Natur machen wohl Neubauten im Westen so beliebt und auch – im österreichischen Vergleich gesehen– so teuer.

Wo Graz und Klagenfurt überraschen

Erstaunlich moderat sind hingegen neuwertige Wohnungen in Graz, dem immerhin zweitgrößten österreichischen Immobilienmarkt. Hier macht sich wohl das Gesetz von Angebot und Nachfrage bemerkbar, denn in Graz hat sich die Anzahl der Neubauwohnungen innerhalb von wenigen Jahren verdreifacht - in den Jahren 2014 und 2015 hat der Neubauwohnungsmarkt den Gebrauchtwohnungsmarkt sogar übertroffen.

Auch Klagenfurt weist für den Neubauwohnungsmarkt günstige Preise auf, auch hier zeigt sich wohl (wie in Graz) eine preisdämpfende Wirkung durch das seit 2012 deutlich angestiegene Angebot an neuwertigen Wohnungen.  Die Bandbreiten der mittleren Preise sind je Landeshauptstadt freilich stark schwankend, während sich die Preisspanne in Wien über 1600 Euro pro Quadratmeter erstreckt, beschränkt sie sich in Klagenfurt auf knapp 500 Euro pro Quadratmeter.

Lage, Lage, Lage

Die alte Weisheit der Immobilienwirtschaft macht auch vor den österreichischen Landeshauptstädten nicht halt. Um genauer auf das lokale Marktgeschehen eingehen zu können, wurden vereinzelt auch Ergebnisse einzelner Katastralgemeinden in die Analyse des ÖVI miteinbezogen. In den inneren Bezirken der Landeshauptstadt Wien (ausgenommen 1. Bezirk) liegt etwa der Mittelwert für neuwertige Wohnungen mit 5000 Euro pro Quadratmeter deutlich höher als der auf ganz Wien bezogene Wert (4000 Euro pro Quadratmeter).

Spürbar günstiger sind Neubauwohnungen in den südlichen Stadtrandgebieten Wiens mit einem Median von 3300 Euro pro Quadratmeter. In Graz hingegen scheint die Uferseite der Mur preisbildend zu sein. Im benachbarten Klagenfurt schlägt sich im Westen wohl die Nähe zu Wörthersee und Zentrum im Preis nieder.

Salzburg, Innsbruck und Bregenz

Die Spitzenwerte in Salzburg sind vor allem in Morzg zu finden, der mittlere Quadratmeterpreis für Neubauwohnungen liegt dort mit 6800 Euro pro Quadratmeter deutlich über dem Wert für ganz Salzburg (5100 Euro pro Quadratmeter). Weiter westlich, in der in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, waren 2017 neuwertige Wohnungen um 4900 Euro pro Quadratmeter (mittlerer Wert) erhältlich: In Hötting lag der mittlere Preis aber mit 5500 Euro pro Quadratmeter deutlich höher, spürbar günstiger waren neue Wohnungen hingegen in Wilten mit 4000 Euro pro Quadratmeter.

In Bregenz näheren sich die Preise für Neubauwohnungen in Rieden langsam jenen der Innenstadt an (mit knappen 4000 Euro pro Quadratmeter), ein anderes Bild ergibt sich auf dem Gebrauchtwohnungsmarkt, wo Rieden doch signifikant günstiger ist.

Kommentare (9)

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Sepp57
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Man kann ja klein

anfangen und sich dann erweitern. Also zunächst nur einen Quadratmeter kaufen, das kostet höchstens 3000 Euro.
Und dann jedes Jahr einen Quadratmeter dazu . . .

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hespie
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und dabei am Besten

am Friedhof anfangen. Gute Wertanlage - denn da müssen alle hin.

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selbstdenker70
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...

Na wer treibt die Preise in die Höhe ? Die Makler und sonst niemand ...

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ChihuahuaWelpe55
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Die Besitzer sinds, nicht (nur) die Makler

sie wollen den Wert + einen Zuschlag

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lexbalexba
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Immobilien: Lage, Lage, Lage

Aktien: Zeit, Zeit, Zeit und Kosten, Kosten, Kosten!
Nicht die sauteuren Bankenfonds, sondern die günstigen Indexfonds und dann.......warten!!!

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Sepp57
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Man kann auch

in Blauen Zweigelt anlegen. Die steigen im Preis. Also, so ein 10 bis 20 Jahre alter Zweigelt, der kostet schon was.
Geht bei mir aber leider nicht. Ich trinke die immer aus . . .

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tturbo
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Indexfonds?

Habe lieber echte Aktien, statt Nachbauprodukte. Man hat da wenigstens die Chance den Index zu schlagen.

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Ichweissetwas
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Salzburg und das Umland sind wunderschön,

Innsbruck kann ich auch verstehen!

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homerjsimpson
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Die Preise liegen aber nicht primär an der Schönheit...

....sonst wärs auf der Alm auch teuer. Überall wo Massen an Touristen sind und Reiche sich einkaufen, da wird's teuer. Wien und Salzburg natürlich klassisch was Österreich angeht.

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