AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

BAURECHT & BAUPACHT STATT GRUNDSTÜCKSKAUFWie man kostengünstig zu Bauland im Grünen kommt

Rund 20.000 Immobilienkunden haben die Bundesforste mittlerweile, 750 Baurechte und Baupachtverträge wurden im vergangenen Jahr in ganz Österreich vergeben. Mit steigender Tendenz. Wie das System funktioniert.

Visualisierung Baurechtsgrundstücke für Einfamilienhäuser in Bad Mitterndorf in der Steiermark © ÖBf-Immobilien
 

"Baurechte und Baupacht sind eine günstige Alternative zum Grundstückskauf", sagt Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien der Österreichischen Bundesforste, "insbesondere in teuren Lagen, wo sich die Preise in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt haben." Die Anfangsbelastung sei deutlich geringer, da kein Grundstückskauf erforderlich ist und der Bauzins relativ gering ist - „gleichbleibend und klar kalkulierbar“.

Wohnen im Weltkulturerbe: Baurechtsgrundstücke Wachaugemeinde Mitterarnsdorf (NÖ) Foto © ÖBf

In Österreich vor einigen Jahren noch wenig bekannt, erfreuen sich Baurechte mittlerweile bereits großer Beliebtheit. "Die Nachfrage nach Baurechten ist heute deutlich stärker als noch vor zehn Jahren. Baurechte werden vom Markt gut angenommen vor allem in Ballungszentren rund um Wien oder Salzburg oder in dicht verbauten Alpentälern wie in Tirol", sagt Schöppl. Die Erlöse aus Baurecht und Baupacht seien in den letzten fünf Jahren um ein Drittel gestiegen und lagen 2017 erstmals über vier Millionen Euro." Das Prinzip der Nachhaltigkeit gelte für die Bundesforste auch im Immobilienmanagement, betont der Immobilien-Vorstand. "Wir wollen die Substanz wahren und nachhaltig ausbauen, indem wir die Wertschöpfung auf der Fläche erhöhen und so Erträge für das Unternehmen langfristig sichern."

Am Waldrand, auf einer Wiesenfläche oder am Sonnenplateau

Naturnähe und "grüne Lagen" sind hoch im Kurs. "Die Nachfrage ist vor allem in stark verbauten und hochpreisigen Gebieten ungebrochen – etwa in Wiener oder Salzburger Umland oder in Skigebieten wie etwa Mittersill-Stuhlfelden, Hochkönig oder in der Obersteiermark", erklärt Schöppl. „Unsere Baurechtsflächen sind im Regelfall bereits aufgeschlossen und als Bauland gewidmet. Die Liegenschaften befinden sich oft in landschaftlich reizvollen Gegenden wie dem Wienerwald oder Salzkammergut und in ruhigen Lagen am Wald- oder Dorfrand. Häufig handelt es sich um ehemals forstliche Liegenschaften."

Wohnen im Grünen: Baugrundstück in Klosterneuburg-Weidlingbach (NÖ) Foto © ÖBf

Aktuell gelangen vor allem in Salzburg und der Steiermark, aber auch in Tirol und Niederösterreich Baurechte zur Ausschreibung. Größere Projekte laufen im Salzkammergut, wo auf Bundesforste-Flächen in Bad Mitterndorf gleich neun Bauparzellen für eine Bebauung mit Einfamilien- oder Doppelhäusern geschaffen werden. Ein weiteres Wohnprojekt entsteht in Bad Goisern, bei dem auf einer Fläche von mehr als drei Hektar 23 kleinere leistbare Wohneinheiten mit Carport und Abstellplätzen auf Baurechtsbasis errichtet werden. In der Wachaugemeinde Mitterarnsdorf in Niederösterreich wartet ein besonders idyllisches Fleckchen auf zukünftige Häuslbauer. Umgeben von Weingärten wurden Baurechtsflächen für Einfamilienhäuser mit Blick auf die Donau adaptiert. In Salzburg gelangen in Saalbach eine ehemalige Forstwiese sowie eine Fläche nahe dem Fuschlsee im Baurecht zur Ausschreibung, die mit einem Ausmaß von zweieinhalb Hektar auch für großvolumigeren Wohnbau geeignet ist. Besonders gefragt sind Baurechtsgrundstücke in südlicher Hanglange unter Schloss Mittersill im Pinzgau. Von den ganzjährig sonnigen Bauplätzen aus bietet sich eine fantastische Fernsicht auf das Felbertal und den Alpenhauptkamm.

Im großen Stil

Neben dem privaten Wohnbau werden Baurechte und Baupachtverträge auch im gewerblichen Sektor verstärkt nachgefragt. In zahlreichen Gemeinden in ganz Österreich wie Hallein, Mariazell, Ossiach oder Arnoldstein sind auf ÖBf-Flächen Supermärkte auf Baupachtbasis entstanden. „Vielfach arbeiten wir mit regionalen Bauträgern zusammen und entwickeln auch Projekte für den sozialen Wohnbau. Derzeit entsteht im Pinzgau ein geförderter Wohnbau mit 15 bis 20 Einheiten auf einer Baurechtsfläche - damit wollen wir unseren Beitrag zu leistbarem Wohnen im Grünen leisten", unterstreicht Georg Schöppl.

Die Bundesforste als Immobilienunternehmen

Mit rund 4300 Gebäuden von der Holzhütte bis zur K. u. k.-Jagdvilla und über 20.000 Immobilien-Kunden sind die Österreichischen Bundesforste einer der größten Immobilienbewirtschafter des Landes.

 

 

 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.