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Urban GardeningMobile Pflanzbeete und Nachbarschaftsgarten: das passiert in Wien

Wien setzt auf natürliche Klimaregulierung durch Pflanzen: Rund 90 Gartenprojekte gibt es bereits - was man in der Stadt sonst noch plant.

Gemüsebeete an der Donau © (c) protectnature - stock.adobe.com
 

Seit rund zehn Jahren unterstützt die Stadt Wien Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten. "Urban Gardening" oder eben garteln ist zum Trend geworden. "Es gibt mittlerweilen über 90 Gartenprojekte in der ganzen Stadt, sie fördern nicht nur das Miteinander und ermöglichen es, das eigene Bio-Gemüse in der Stadt zu ernten. Gärten sind auch wirksam gegen die zunehmende Hitze in der Stadt", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Die Pflanzen dienen durch ihre Verdunstungskühle als natürliche Klimaanlagen in der Stadt - was besonders vor dem Hintergrund der zunehmenden Hitze- und Tropentage in Wien wichtig ist. Das Angebot der Stadt Wien, was das Garteln angeht, ist umfassend: Von einem mobilen Pflanzbeet bis zur Beteiligung an einem Nachbarschaftsgarten über ein Hochbeet im Gemeindebau, dem eigenen Bio-Gemüse aus einer Ökoparzelle der Stadt Wien oder freiwillige Mithilfe gegen Kost und Logie auf einem Bio-Hof.

Zu den Projekten

Unter www.garteln-in-wien.at findet man Angebote und Möglichkeiten seitens der Stadt Wien. Zentrale Anlaufstelle der Stadt ist die Bioforschung Austria.

In den Gemeindebauten gibt es ebenfalls Möglichkeiten zum Gärtnern, Infos bei den Gebietsbetreuungen

"Die Stadt Wien fördert all jene, die sich gärtnerisch betätigen wollen und keinen eigenen Garten zur Verfügung haben", so Umweltstadträtin Ulli Sima. In der Bioforschung Austria, dem renommierten Forschungsinstitut für biologischen Landbau, wurde in Zusammenarbeit mit dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien die koordinierende und unterstützende Anlaufstelle namens "Garteln in Wien" eingerichtet.

Selbst zupacken

Von Mai bis Oktober können Hobbygärtne in den Ökoparzellen der Stadt Wien im 22. Bezirk ihr eigenes Gemüse kultivieren, pflegen und natürlich auch ernten. Als kleinen Service und damit auch alles gut gedeiht, übernehmen die Profis des städtischen Landwirtschaftsbetriebes das erste Bestellen der 40-80 m² großen Parzellen.

Angebaut wird natürlich nur Bio-Gemüse - Karotten, Erbsen, Fisolen, Salat, Kraut, Kohl, Paradeiser, Kohlrabi, Radieschen und noch viel, viel mehr. Achtung: Die Parzellen für heuer sind bereits ausgebucht und können für 2020 wieder gebucht werden.

Seminare zum Thema Gemeinschaftsgarten

Wie gründet man einen Gemeinschaftsgarten? Bei solchen Fragestellungen hilft die Bioforschung Austria: Am 12. Und 13. April findet jeweils von 9 bis 17 Uhr ein Seminar mit Gartenpolylog und Klaus Fresser statt. Hier geht es nicht um Pflanzen & Beete, sondern um den sozialen Garten, kurz: das Miteinander. Mensch, Gruppe, gemeinsame Entscheidungen und gemeinsames Tun stehen hier im Zentrum.

Beratung

Nachfragen unter: (01) 4000 49 160, Di und Do 10 bis 12 Uhr

E-Mail-Beratung unter:
garteln-in-wien@bioforschung.at

Am Freitag, 26. April 2019, gibt es die Möglichkeit von 13 bis 18 Uhr hinter die Kulissen der Bio Forschung Austria zu blicken. Erfahren Sie mehr über die Forschungs- und Bildungsarbeit für den Bio-Landbau und die Umwelt-Musterstadt Wien. Besichtigen Sie die größte Wurzelarena Europas: hier kann man die Wurzeln von Getreide- und Gemüsepflanzen bis in 2,40 m Tiefe bestaunen.

Frühlingserwachen im Naturgarten: Wildbienen, Vögel und Nützlinge am Trockensteinbiotop, im Gartenteich, beim Totholz, und in den wilden Ecken. Auch für junge Interessierte gibt es die Möglichkeit die Tätigkeitsfelder der Bio Forschung Austria spielerisch kennenzulernen.

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