GartentippDie zweite Saisonhälfte im Gemüsebeet beginnt

Wenn die Hauptkulturen abgeerntet sind, ist im Beet reichlich Platz für flotte Zwischenkulturen oder kälteverträgliche Nachkulturen. Katja Batakovic von der Initiative „Natur im Garten“, erklärt das Prinzip.

Im Gemüsegarten wird gerade emsig geerntet - und nachgepflanzt © Alexander Haiden
 

Günstige Kombinationen für Zwischenkulturen sind zum Beispiel Radieschen neben Salaten und Spinat oder für eine Nachkultur ab Spätsommer beziehungsweise Frühherbst Kohlrabi mit Radieschen und Spinat“, sagt die Expertin und ergänzt: „Diese Kombinationen sollten im Beet im Sinne der Fruchtfolge jedoch nicht auf die Anbaufläche von Kohlgewächsen gepflanzt werden.“

Um brach liegende Beete vor Austrocknung, Nährstoffauswaschung oder Verschlämmung zu schützen sowie als optimale Vorbereitung für den Anbau stark- und mittelzehrender Gemüsesorten im kommenden Jahr können jetzt Bodentherapeuten wie Phacelia und Gelbsenf oder Spinat und Vogerlsalat ausgesät werden.

„Erstere sind eine herrliche Insektenweide und letztere liefern auch noch bis in den Spätherbst oder sogar Winter eine schmackhafte Ernte“, sagt Katja Batakovic von der Initiative „Natur im Garten“.

Mit der Zwischenkultur von jungen Kopf- oder Pflücksalatpflänzchen sorgen wir für einen beständigen und abwechslungsreichen Nachschub an frischem Grün auf unserem Speisezettel. Direkt ins Freiland ausgesät, zählt der Rucola als absolut verlässlicher Keimer und gedeiht, wie auch Pflücksalat, sehr gut in Töpfen. Sommerportulak kann bis in den August hinein ausgesät werden und ist zwei- bis dreimal beerntbar. Mit einer Kulturdauer von nur etwa einem Monat gehört das Radieschen zu den absoluten Superstars der „schnellen Gemüsesorten für zwischendurch“. Sowohl roh wie auch gekocht kann Spinat bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat genossen werden.

Kommentieren