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Vorsicht, FallstrickeKnapp jeder fünfte Österreicher liest den Mietvertrag nicht

18 Prozent der österreichischen Mieter lesen den Mietvertrag vor dem Unterzeichnen nicht, das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.at.

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Hauptsache, die Traumwohnung ist gefunden - was dann im Mietvertrag steht, scheint vielen egal zu sein. So sieht das zumindest knapp jeder fünfte Österreicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie von immowelt.at. Demnach lesen 18 Prozent den Mietvertrag nicht, bevor sie ihn unterschreiben - ziemlich sorglos, da dort diverse Fallstricke lauern können.

So dürfen Vermieter zum Beispiel maximal sechs Bruttomonatsmieten als Kaution verlangen. Damit dürfen bei Auszug aber nicht die normalen Abnützungsschäden der Wohnung abgerechnet werden. Die Kaution darf daher nur für darüberhinausgehende Schäden teils oder gar komplett einbehalten werden. Aus diesem Grund sollten Mieter unbedingt darauf achten, Schäden an der Wohnung genau zu dokumentieren, ehe sie den Vertrag unterzeichnen.

Vorsicht, Fallstricke

Die Gründe, weshalb die Mieter den Vertrag nicht lesen und dadurch mögliche Fallen in Kauf nehmen, sind verschieden: 5 Prozent denken, dass Sie sowieso nichts hätten ändern können. Diese Befragten sind laut eigenen Angaben froh, überhaupt den Zuschlag für die Wohnung bekommen zu haben. 6 Prozent meinen hingegen, dass bei einem Standardmietvertrag alles seine Ordnung habe und würden ihn daher auch nicht lesen. Aber Vorsicht: Teilweise sind Musterverträge veraltet und enthalten unwirksame Klauseln.

Weitere 6 Prozent haben das Dokument zumindest vom Partner oder einer anderen Person des Vertrauens überprüfen lassen. 1 Prozent hat lediglich die Daten kontrolliert, die händisch eingetragen werden - wie persönliche Informationen oder den Mietpreis.

Die Mehrheit der österreichischen Mieter (82 Prozent) schenkt dem neuen Vermieter allerdings nicht so viel Vertrauen. 42 Prozent haben den Mietvertrag wenigstens einmal intensiv gelesen, 28 Prozent sogar mehrfach, um mögliche Fehler zu entdecken. Mehr als jeder 10. Österreicher (12 Prozent) überfliegt den Vertrag zumindest einmal grob und checkt, ob Mietzinshöhe und Mietbeginn stimmen, oder ob ihm sonst etwas komisch vorkommt.

Geringverdiener haben oft keine Wahl

Wie gründlich Österreicher den Mietvertrag lesen, ist nicht abhängig von der Höhe des jeweiligen Gehalts. Nahezu gleich viele Besser- wie Geringverdiener lesen das Dokument mindestens einmal. Die Gründe für das Nicht-Lesen unterscheiden sich hingegen deutlich. So sind 17 Prozent der Geringverdiener der Ansicht, sie hätten sowieso nichts ändern können und waren froh, überhaupt eine Wohnung bekommen zu haben. Demgegenüber stehen 7 Prozent der Besserverdiener. Sie vertrauen am häufigsten darauf (11 Prozent), dass in einem Standardmietvertrag (wie von der Mietervereinigung) alles passt und er keine Fallstricke enthält.

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