Höhere KostenEierproduzenten schlagen Alarm: "Preisanhebung um mindestens 2 Cent pro Ei"

Steigende Futtermittelkosten bei stagnierenden Verbraucherpreisen bringen Erzeuger unter Druck.

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Die Erzeugerpreise müssten nun um mindestens 2 Cent pro Ei angehoben werden, fordern die Eier-Produzenten
Die Erzeugerpreise müssten nun um mindestens 2 Cent pro Ei angehoben werden, fordern die Eier-Produzenten © APA/AFP/dpa/MARCEL KUSCH
 

Österreichische Eiererzeuger fordern angesichts steigender Futtermittel- und Produktionskosten eine Anhebung der Produzentenpreise. Sie schlagen Alarm, dass "immer mehr Betriebe ihre Existenzgrundlage bedroht sehen". Die Erzeugerpreise müssten nun um mindestens 2 Cent pro Ei angehoben werden, so der Obmann der EZG-Frischei, Franz Kirchweger. Er setzt dabei auf Verständnis von den Konsumentinnen und Konsumenten und fordert vom Handel Verantwortung.

"Ich bin davon überzeugt, dass die heimischen Verbraucher bereit sind, diesen nachvollziehbaren Mehrpreis für ein so hochwertiges, regional erzeugtes Lebensmittel auch zu bezahlen", so Kirchweger Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung. Die Partner im Handel seien aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, im Interesse der Bäuerinnen und Bauern aber auch der Konsumentinnen und Konsumenten.

Entspannung bei Futtermittel bleibt aus

Die Futtermittelpreise würden im Inland seit mehr als einem Jahr steigen, auch die neue Ernte bringe keine Entspannung, so die EZG Frischei. "Die hohen Futterpreise bei jahrelang gleichbleibenden Produzentenpreisen und teilweise sinkenden Endverbrauchspreisen bedrohen nun die Existenz der österreichischen Legehennenhalter", warnen die Erzeuger. Die Margen seien durch die steigenden Produktionskosten laufend geringer geworden, Aktionen im Handel hätten zugenommen und insgesamt zu einem Preisverfall geführt.

Keine Preisanpassung seit 2010

Betrachte man die offiziellen Preismeldungen der Agrarmarkt Austria (AMA), seien die Preise für Eier aus Bodenhaltung 2020 um 8 Prozent niedriger gewesen als im Jahr 2010. Seit 2010 habe es außer bei Bio-Eiern de facto weder für Konsumenten noch für Bauern eine Preisanpassung gegeben. Bei Freiland- und Bodenhaltungseiern gebe es eine reale Preisminderung und bei Bio-Eiern bleibe die Teuerung unterhalb der Inflationsrate. In den vergangenen zehn Jahren seien zudem wesentliche qualitätsverbessernde Maßnahmen umgesetzt worden wie etwa die Umstellung auf gentechnikfreie Fütterung.

Verlust der Existenzgrundlage droht

"Sollte jetzt keine Preisanpassung an die realen Produktionskosten bei Eiern gelingen, dann verlieren viele kleine und mittelgroße heimische Betriebe ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage", warnte Kirchweger heute. "Die Futterkostensteigerungen sind bei gleichbleibenden Eierpreisen für sie wirtschaftlich nicht mehr zu verkraften." Dazu komme, dass wegen des nach wie vor niedrigen Absatzes in der Gastronomie weiterhin große Mengen an Eiern zu sehr niedrigen Preisen in der eierverarbeitenden Industrie verwertet werden müssten.

Kommentare (9)
Hildegard11
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2 Cent

Für Trendsportgeräte gibt Österreich alles Geld der Welt aus. Da sollte es für Lebensmittel auch noch reichen.

NIWO
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Dann bleibt darauf sitzen.

Ich bekomme auch nicht mehr Geld. Also Kauf ich die Waren die leistbar sind...

leonlele
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Ein Bier weniger

Damit könnten sie die Mehrkosten für ihren Jahresbedarf an Eiern kompensieren

NIWO
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Ich trinke kein Bier.

Das könnte ruhig 5-10 Euro kosten.

jaenner61
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ja genau, pfeif auf arterechte tierhaltung

geiz ist geil! aber urlaub, zigaretten und freizeit darf natürlich was kosten! ohne worte!

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Mir ist es komplett egal woher die Eier kommen, Hauptsache sie schmecken.

Ob die nun aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Italien oder sonst woher kommen ist mir persönlich komplett egal. Aber bevor ich dafür 1000e Daumen nach unten bekomme: es ist meine persönliche Meinung.

melahide
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Für Eier

zahl ich gern mehr, wenn es Bio und Freiland ist und es keine Massentierhaltung ist. Deshalb kauf ich direkt vom Erzeuger! Bei Bodenhaltung, wo das Futtermittel Preistreiber ist würd ich sagen: Hände weg! A Hendl frisst alles. Warum Futtermittel? Ja klar. Weil man 2000 Tiere hat die pro Tag 1000 Eier legen … daran ist nix natürliches mehr!

jaenner61
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finde ich ok

vorausgesetzt die eier kommen aus österreich! es ist doch klar, dass auch die produzenten von ihrer arbeit leben (können) müssen.

sugarless
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2 Cent

2 Cent pro Ei, das mündet in den Privatkonkurs, wenn eine Schachtel Marlboro schon € 5,50 kostet….