Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

CoronavirusWer sich in Gefahr begibt, kann um seinen Lohn umfallen

Wer trotz Reisewarnung nach Kroatien fährt und erkrankt, hat keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Geldscheine
© APA/zb/Monika Skolimowska
 

Auch für Kroatien hat das Außenministerium nun - wie schon für eine Reihe anderer Länder - eine Reisewarnung ausgegeben.

Wer trotzdem hinfährt und erkrankt oder unter Quarantäne gestellt wird, hat gegenüber seinem Arbeitgeber keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung - ein Entlassungsgrund ist das aber noch nicht, hat das Arbeitsministerium bereits im Juli klargestellt.

Grundsätzlich gilt nach dem Epidemiegesetz, dass bei einer Quarantäne-Anordnung durch die österreichischen Behörden das Entgelt weiterbezahlt wird, unabhängig davon, wo man zuvor seinen Urlaub verbracht hat. Der Arbeitgeber hat dann einen Ersatzanspruch gegenüber dem Staat.

Kein Anspruch wenn man trotz Reisewarnung fährt

Im Ausland gilt das österreichische Epidemiegesetz nicht, wie bei jeder anderen Erkrankung hat man aber gegenüber dem Arbeitgeber einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, außer wenn die Erkrankung grob fahrlässig oder gar vorsätzlich herbeigeführt wurde - und das ist nach Ansicht des Arbeitsministeriums der Fall, wenn man jetzt z.B. trotz Reisewarnung nach Kroatien fährt.

Wer grob fahrlässig handelt

Wer also die Warnung in den Wind schlägt, in Kroatien am Coronavirus erkrankt oder unter Quarantäne gestellt wird und deshalb nach dem Urlaub nicht rechtzeitig zur Arbeit erscheint, hat gegenüber seinem Arbeitgeber keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Grob fahrlässig handelt aber auch, wer sich nicht an Abstands- oder Hygieneregeln hält oder einen vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz nicht trägt. Das dürfte aber schwer nachzuweisen sein.

Ein Entlassungsgrund ist das grundsätzlich nicht, jedenfalls muss aber, wie bei jeder Erkrankung, der Arbeitgeber sofort verständigt und ihm auf Verlangen auch eine ärztliche Bestätigung vorgelegt werden. Wer ungegründet nicht zur Arbeit erscheint, kann sehr wohl entlassen werden.

Kommentare (4)

Kommentieren
walterkaernten
0
2
Lesenswert?

kann um den lohn umfallen....

Die Überschrift ist FALSCH

DIE DER RISKIERT seinen lohn..... wäre richtig.

SELBSTVERANTWORTUNG

Helmut1964
0
0
Lesenswert?

Selbstverantwortung....

...ist es wenn man in einem Land Urlaub macht dass weniger wie ein Drittel der Neuinfektionen in Österreich hat. Was aber wenn dieses Land eine Reisewarnstufe 6 hat? Ist es dann unverantwortlich dort hinzufahren oder vernünftig?

top8
15
10
Lesenswert?

Dann dürfte ich nicht

nachttaxi fahren, ich hab die maske immer wenn ich besetzt bin auf allerdings 30 % der fahrgäste nicht! Die haben entweder keine oder lehnen sie ab oder sind so besoffen das nix mehr geht!
Allerdings muss der umsatz stimmen und da kann ich keine fahrten ablehnen!
Und die grosse coronaangst hab ich nicht!
Wenn man sieht dass sicher 30 % der leute im supermarkt die maske unter der nase tragen und manche und vorrallem kinder gar keine seh ich darin ohnhin keinen sinn!

charly1312
21
12
Lesenswert?

Corona

Na guat dann fahren wir nach St. Wolfgang, oder Ischgl. Da kann nix passieren