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Runder TischFixkostenzuschuss wird für einige Branchen verlängert und ausgebaut

Fixkostenzuschuss soll für einige Branchen verlängert werden, Betriebe können Verluste sofort gegenrechnen. Opposition übt Kritik an "Sesselkreisen und Pressekonferenzen".

CORONAVIRUS: RUNDER TISCH MIT GASTRONOMEN
CORONAVIRUS: RUNDER TISCH MIT GASTRONOMEN © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Vor der Klausur am Montag und Dienstag hat sich die Regierungsspitze mit Vertretern der Gastro- und Hotellerie-Branche zusammengesetzt. Darüber hinaus sollen in den kommenden Tagen noch Treffen mit der Reisebranche (u. a. Reisebüros), mit Veranstaltern sowie Kulturschaffenden über die Bühne gehen. Gleichzeitig ließ die Regierung wissen, dass man auch in der zweiten Jahreshälfte betroffenen Branchen wie Freizeitwirtschaft, Hotellerie oder Gastronomie mit „Unterstützungspaketen eine Überbrückungshilfe geben“ wolle. Die Eckpunkte dieser Pakete sollen in der nächsten Woche präsentiert werden.

Fixkostenzuschuss soll ausgebaut und verlängert werden

Klar scheint, dass der Ende Mai – wackelig – angelaufene „Fixkostenzuschuss“ ausgebaut und verlängert werden soll. Weiters plant die Regierung zur Stärkung der Liquidität in den Unternehmen ein Kreditmoratorium sowie die Möglichkeit eines „Verlustrücktrags“ für das Jahr 2020. Das bietet die Möglichkeit, Verluste aus der Coronakrise sofort mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen zu können. Das wirkt sich unmittelbar auf die Steuerlast und die ansonsten nötige Steuervorauszahlung im Herbst aus 

Es gehe jetzt darum, „jene Branchen zu unterstützen, die auch in der zweiten Jahreshälfte und darüber hinaus mit den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus zu kämpfen haben“, lässt Bundeskanzler Sebastian Kurz wissen. Und Vizekanzler Werner Kogler ergänzt, dass man für die von der Corona-Krise besonders hart getroffenen Unternehmer ein „Lebens-, ja geradezu ein Überlebenspaket“ brauche.

"Zugesagtes Geld kommt nur tröpfchenweise"

„Schluss mit den Sesselkreisen und Pressekonferenzen“, fordert indes Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. Es brauche „handfeste Konzepte. Der Arsch geht bei vielen Betrieben auf Grundeis“. Zugesagtes Geld komme nur tröpfchenweise, viele Firmen würden das nicht überleben, so der Oppositionspolitiker. Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch vermisste nach zahlreichen Pressekonferenzen und runden Tischen „tatsächliche Unterstützung“.

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