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ÖsterreichKassenbonpflicht für Bagatellbeträge verbraucht 2,3 Fichten täglich

Laut Linzer Volkswirtschaftern Schneider und Dreer: 239.100 Kilometer Papier für Zahlungen unter 12,40 Euro.

Protest gegen Bonpflicht
Proteste gegen Bonpflicht © APA/Sebastian Kahnert
 

Die Kassenbonpflicht für Bagatellbeträge verbraucht in Österreich täglich 2,3 Bäume - zu diesem Ergebnis kommt vereinfacht gesagt eine Berechnung der Volkswirtschafter Friedrich Schneider und Elisabeth Dreer vom Forschungsinstitut für Bankwesen an der Linzer Kepler-Uni im Auftrag des Linzer Gastronomen Günther Hager.

Schneider und Dreer haben eine Studie des deutschen Umweltbundesamts zum Papierverbrauch von Kassenbons und eine der Österreichischen Nationalbank (OeNB) zum Zahlungsverhalten der Österreicher herangezogen. Laut der OeNB-Erhebung von 2017 bleiben 50 Prozent der Zahlungen in Österreich unter 12,40 Euro und 90 Prozent unter 51,40 Euro. Geht man von 4 Milliarden Transaktionen pro Jahr aus, ergibt sich für Österreich eine Größenordnung von rund 2 Milliarden Zahlungen unter 12,4 Euro und 3,6 Milliarden unter 51,4 Euro.

239.100 km Kassenbons für kleine Beträge

Schneider und Dreer haben die beiden Untersuchungen kombiniert und errechnet, dass allein die Kassenbons für die ganz kleinen Beträge einen Papierverbrauch von 239.100 Kilometern verursachen würden. Das entspreche 1263 Tonnen Holz pro Jahr bzw. 2,3 Fichten pro Tag. Bei den Zahlungen unter 51 Prozent kommen sie auf 430.500 Kilometer Papier bzw. 2273 Tonnen Holz im Jahr, was 4,2 Bäume pro Tag bedeuten würde. Zudem weisen die Volkswirtschafter darauf hin, dass Kassenbons auf Thermopapier gedruckt werden, das mit Chemikalien beschichtet sei und nicht ins Altpapier dürfe.

Für Unternehmer verpflichtend

Unternehmer sind bei Barzahlungen derzeit verpflichtet einen Beleg auszustellen. Bei elektronischen Kassen müssen zudem weitere Infos wie etwa die Kassenidentifikationsnummer oder ein Bar- bzw. QR-Code aufgedruckt werden, was jede Rechnung - laut Autoren um 12 Zentimeter - verlängert.

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bei uns wachsen mehr Bäume nach

als gefällt werden...?

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AloisSteindl
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Kampagne für Steuerhinterziehung

Das Theater könnte man sich sparen, würden alle Zahlungen korrekt verbucht. Das ist leider nicht der Fall und daher ist die Schuld an der Vergeudung der Rohstoffe nicht bei denjenigen zu suchen, die diese Regelung eingeführt haben, sondern bei denen, die lieber schwarz wirtschaften.
Klar, dass die WKO auch lieber ohne die Belege auskommen würde, Verminderung der "Steuerbelastung", auch abseits der legalen Pfade, ist in diesen Kreisen sehr beliebt. Aber die Zeitung sollte sich an der durchsichtigen Kampagne nicht beteiligen!

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selbstdenker70
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...

Wollte damit unser ehemaliger Lutz Minister das Schwarzgeld abschaffen und ein paar Milliarden in die Finanz spülen? Gehört hat man davon nie mehr etwas...

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Amadeus005
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Email

Ich wäre für eine Alternative per Email. Könnte man auf der Karte hinterlegen. Jeder kann dann eine Adresse wir Rechnungen12248572@gmail.com hinterlegen und braucht nicht seine persönliche hinterlegen.
Man könnte das sogar verschlüsseln, sodass nur der Karteninhaber das lesen kann.
Ach ja und der Konsument würde im Garantiefall auch am 364. Tag seine Rechnung relativ schnell finden.

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wernbergerbua
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Fadenscheinlich

Die WKO fordert dass die kleinen Belege nicht ausgedruckt werden müssen. Umgekehrt verschickt sie regelmässig Papierfolder an Ihre Zwangsmitglieder in einem sehr hohen Aufwand.
Ich denke die Argumentation ist nicht schlüsig.

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Amadeus005
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Ich bekomme oft viel zusätzliches Papier

Man sollte eher Limits definieren. BIPA, Müller liefern I.a. 30 cm Werbung & Co pro Rechnung

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zyni
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Die Steuereinnahmen stehen dafür,

das ist wohl bewiesen.
Es sollte auch eine Belegannahmepflicht geben, wie in Italien.

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brosinor
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Sorger Graz

In der Bäckerei Sorger erhält man für jede Semmel zwei Kassenbons. Einer davon ist "meterlang" !

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