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Bauwirtschaft Lohn- und Sozialdumping: "Quote noch immer zu hoch"

Österreichs Bauwirtschaft floriert, die Beschäftigung steigt. Gewerkschaft Bau-Holz betont aber auch: Lohn- und Sozialdumping durch ausländische Baufirmen noch immer zu hoch.

GBH-Vorsitzender Josef Muchitsch
GBH-Vorsitzender Josef Muchitsch © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Während sich die Konjunktur insgesamt abkühlt, floriert die Bauwirtschaft in Österreich: Die Beschäftigung steigt, Lohn- und Sozialdumping werden weniger und die Insolvenzen sind auch rückläufig, geht aus Daten der betrieblichen Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) hervor. Probleme sieht die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) noch beim Lohn- und Sozialdumping durch ausländische Baufirmen.

Laut BUAK waren Ende Juni mehr als 144.000 Leute in der Baubranche beschäftigt, um 4000 mehr als vor einem Jahr. Die Teilzeitbeschäftigung sei innerhalb von drei Jahren von knapp über 9.000 auf rund 5.400 gesunken, berichtete GBH-Vorsitzender Josef Muchitsch. Diese Entwicklung sei auf neue gesetzliche Meldebestimmungen zurückzuführen, die seit Jänner 2018 in Kraft seien. "Unser Ziel war es, die tatsächlichen Teilzeitbeschäftigungen konkreter zu erfassen und möglichen Missbrauch einzudämmen. Das ist uns gelungen", so Muchitsch am Mittwoch laut Aussendung. Die Anzahl der Insolvenzen sei im ersten Halbjahr von 458 auf 422 gesunken.

"Noch immer zu hoch"

Die BUAK hat im ersten Halbjahr rund tausend Entsendeunternehmen aus dem Ausland überprüft, bei rund 40 Prozent ergab sich ein Verdacht auf Unterentlohnung. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 49 Prozent. Von den rund 6.650 kontrollierten inländischen Baufirmen habe vermutlich nicht einmal jedes hundertste seinen Arbeitern zu wenig bezahlt (0,77 Prozent). "Die Lohn- und Sozialdumpingquote bei Entsendeunternehmen aus dem Ausland ist mit 40 Prozent noch immer zu hoch", sagte Muchitsch.

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