„Die Industrie ist seit über einem Jahr in einem Schrumpfungsprozess“, sagt Stefan Bruckbauer, Chefökonom der UniCredit Bank Austria. Diese Schwäche schwappe nun auch den Dienstleistungssektor über. Besonders stark bekommen das die Industrieländer zu spüren, aber auch auf Wachstumsmärkten wie China ist mittlerweile eine gewisse Abkühlung feststellbar. Die Konjunkturschwäche zieht sich im Euroraum mittlerweile durch alle Branchen, lediglich Software und Technologie sind noch positiv. „Wir erwarten wenig Erholung bis Sommer 2024, werden also schwach starten und erst im zweiten Halbjahr eine leichte Belebung sehen“, sagt der Chefökonom. Er erwartet auch für die USA, wo die Konjunkturlage etwas günstiger ist, eine Stagnation. Eine „deutliche Bremsspur“ werde es aber nicht geben.