Das Tauziehen rund um die Call-Option beim Klagenfurter Flughafen ist jetzt um eine Facette bzw. um ein Gutachten reicher. Nämlich jenes, welches die Stadt Klagenfurt Stadt, die fünf Prozent am Flughafen hält, in Auftrag gegeben hat. Es geht, so heißt es in einer Aussendung, vor allem um die Fortführung des Betriebes nach einem möglichen Ziehen der Call-Option, heißt es in einer Aussendung. Ein Aspekt, auf welchen die Stadt Klagenfurt bisher "keine schlüssige Antwort" erhalten habe.

Erstellt hat das Gutachten Friedrich Rüffler vom Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht der Universität Wien. Und er kommt laut Vizebürgermeister Philipp Liesnig (SPÖ) zu dem Schluss, dass "bei einem Ziehen der Call-Option die Mehrheit beim bisherigen Mehrheitseigentümer verbleiben würde, solange ein möglicher Rechtsstreit nicht beendet ist. Den Gesellschaftern wäre es in dieser Zeit nicht möglich, einen Plan B zu verwirklichen". Damit deckt sich der Inhalt des Gutachtens auch mit den Aussagen und Warnungen, die bereits von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) gekommen sind, der sich wie berichtet eher gegen das Ziehen der Call-Option ausspricht.

31. Mai Regierungssitzung mit Gutachtern

Liesnig fordert in der Aussendung, das "nun vorliegende Gutachten in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen". Generell sind am 31. Mai in der Regierungssitzung die Gutachter am Wort, unter anderem jener der Kärntner Beteiligungsverwaltung (KBV), der sich für das Ziehen der Call-Option ausgesprochen hat.

Beteiligungsreferent Martin Gruber (ÖVP), der sich bekanntlich für das Ziehen der Call-Option ausspricht erklärt dazu: Bürgermeister Christian Scheider und Vizebürgermeister Philipp Liesnig haben für ein Gutachten zu bereits behandelten Fragestellungen bezahlt." Wichtiger wäre es, sich mit der Frage zu beschäftigen, was das Richtige für die Bürgerinnen und Bürger ist, um den Stillstand am Flughafen zu beenden, so Gruber.