Klage gegen Facebook Berechtigtes Unbehagen und mehr als ein Fingerzeig

Monopolartige Strukturen von Tech-Titanen wie Facebook stehen verstärkt im Visier von Kartellbehörden. Zu Recht. Doch es rächen sich auch Versäumnisse der Vergangenheit.

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Manfred Neuper
Manfred Neuper © Kleine Zeitung
 

Es ist ein ordnungspolitisches Breitschwert, das im Instrumentenkasten des amerikanischen Wettbewerbsrechts in den USA bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Verfügung steht: Die Zerschlagung von Konzernen. Werden Unternehmensgeflechte zu mächtig, können sie in kleinere Einheiten getrennt werden. Einfach ist eine solche „Entflechtung“ freilich nicht. Und das völlig zurecht. Denn was bedeutet „zu mächtig“? In der Geschichte der Vereinigten Staaten gibt es Beispiele für Zerschlagungen, etwa jene der Standard Oil Company von John D. Rockefeller, die Ende des 19. Jahrhunderts 70 Prozent des Öl-Weltmarkts beherrschte. Eine Dominanz, die auch den Ausgangspunkt für die erste Anti-Monopol-Gesetzgebung in den USA war. 1911 folgte die Zerschlagung.

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