Start der CES in Las VegasSmartphones, Fernseher & Co.: Die Techniktrends und ein ruhiger Taktgeber

Die CES in Las Vegas läutet alljährlich das technische Schaulaufen ein. Der offizielle Start am heutigen Tag fällt aber sehr verhalten aus. Was vom Technikjahr dennoch zu erwarten ist.

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Gadget auf der CES: ein dauerknabbernder Plüschhund
Gadget auf der CES: ein dauerknabbernder Plüschhund © AFP
 

Der Unterhaltungselektronik ist ein wenig der Spaß verloren gegangen. Nach den explosiven Zuwächsen der jüngeren Vergangenheit – die zeitweise Komplettverlagerung des Lebens hinter die eigenen vier Wände kurbelte die Käufe massiv an – wird die Stimmung zurzeit als „mau“ beschrieben. So rechnet etwa der US-Industrieverband CTA für 2022 mit einem schmalen Umsatzplus der so erfolgsverwöhnten Branche von 2,8 Prozent. Auf freilich immer noch gigantische 505 Milliarden US-Dollar (445,8 Milliarden Euro), alleine in den USA. Im Vorjahr aber stiegen die Umsätze noch um fast zehn Prozent.

Dass das Wort und die Prognosen der CTA gewisses Gewicht haben, liegt auch an der Tatsache, dass der Verband als Veranstalter der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas fungiert. Dem alljährlichen Taktgeber der Technikwelt. Der ab heute unter besonderen Vorzeichen über die Bühne geht.

CES in Las Vegas: Start der großen Elektronikmesse

Die Fasteesh Y-Brush verspricht, den gesamten Mund in "zehn Sekunden" zu reinigen.

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Die Hightech-Maske von Airxom.

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Die CES in Las Vegas dauert offiziell von 5. bis 7. Jänner.

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Acer stellt neue leistungsstarke Gaming-Desktops und Monitore vor.

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Das "Sicherheits-Band" MyEli. Eine Berührung genügt, um einen Alarm auszulösen. 

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Der "smarte Spiegel" von Baracoda listet Gesundheitsdaten.

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Der autonom arbeitende Minigeschirrschüler "Bob".

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Die Messe in Las Vegas fungiert als Taktgeber in der Unterhaltungselektronik.

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Das Babyphone von "Ainenne". Eigentlich für das Monitoring vorgesehen. Soll den emotionalen Status der Babys anhand von Lauterkennung feststellen.

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Eric Fouchard mit seiner belüfteten Coronaschutzmaske.

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Vermutlich selbsterklärend. Das "Shiftall Haritora X full-body tracking system".

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Ausgestattet fürs "Metaverse": Mit den "Shiftall Megane X virtual reality headphones" und zugehörigem Mikrofon.

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TestNPass: Kombiniert Corona-Schnelltest mit einem digitalen Gesundheitspass.

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ChessU: Schachbrett mit inkludiertem, digitalem Schachtrainer.

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Die Messe in Las Vegas dauert bis 7. Jänner.

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Omikron omnipräsent. Prominente Aussteller wie Microsoft, Google, Intel oder General Motors entschieden sich kurzfristig gegen ein Auftreten auf der CES. Begründet wurde das mit der um sich greifenden Corona-Variante Omikron. Zugleich versuchen andere just aus Corona ein Geschäft zu machen. So präsentiert der Tüftler Eric Fouchard einen Mini-Ventilator für Coronaschutzmasken. Airxom wiederum zeigt eine Hightech-Maske. Komplett luftdicht, mit Aktiv-Filter ausgestattet soll das Utensil knapp 300 Euro kosten.

Autohersteller. Besonders früh – und zunehmend lauter – entern die großen Autokonzerne die Bühnen von Las Vegas. Für das erste große CES-Ausrufezeichen sorgte heuer Daimler. Mit der Präsentation seines E-Auto-Prototypen Vision EQXX. Der Akku des Mercedes-Benz soll besonders schnell geladen sein und das E-Auto bis zu 1000 Kilometer weit tragen.

Smartphones. Den Smartphonebauern fehlt die große Bühne, wirkliche Produktwürfe lassen auf sich warten. Selbst Samsung holte in Las Vegas mit dem neuen Galaxy S21 FE 5G in Wahrheit nur eine leicht angepasste Variante des Vorjahresmodells aus dem Beutel. Übrigens: Just die in Verruf geratenen „Klapp-Handys“ könnten 2022 ein Aufflackern erleben. Im Frühjahr kommt nämlich Android 12L. Ein Betriebssystem, das speziell auf faltbare Displays ausgerichtet ist.

Fernseher. Fernsehhersteller versuchen sich zunehmend an vertikalen Varianten. Samsung etwa preschte bereits mit dem Modell „Sero“ vor und präsentiert auf der CES eine Fernseherhalterung, die die riesigen Bildschirme automatisch ins Hochkantformat dreht, wenn man sich darauf beispielsweise Videos der populären Social-Media-Plattform TikTok anschauen will.

Gadgets. Aus der Ecke „Kurioses“ stechen dauerknabbernde Plüschhunde und -katzen ins Auge. Die Vision des japanischen Erfinders Shunsuke Aoki: das sanfte Nuckeln am ausgestreckten Finger („Amagami“ steht für „süßes Beißen“) in die Welt tragen.

Österreichs Fußabdruck. Auch Unternehmen mit wichtigen Standorten in Österreich gehören in Las Vegas längst zum Inventar. Infineon etwa stellt heuer einen CO2-Sensor für Klimaanlagen und vernetzte Lautsprecher vor. Leiterplattenspezialist AT&S zeigt gemeinsam mit dem Start-up Seven Bel eine Methode, um Schall sichtbar zu machen.

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