Prämie für Mitarbeiter 60 Millionen Euro: Anton Paar errichtet Technologiezentrum in Graz

Mit einer Rekordauftragssumme von 465 Millionen und umfassenden Investitionsplänen geht der Grazer Messtechnikspezialist Anton Paar ins Jubiläumsjahr 2022. Im Schnitt werden pro Mitarbeiter mehr als 6000 Euro an Prämie ausbezahlt.

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© Anton Paar
 

2022 steht beim Grazer Messtechnikunternehmen Anton Paar das 100-jährige Firmenjubiläum auf dem Programm. Das zu Ende gehende Jahr 2021 konnte mit einer Rekordauftragssumme von 465 Millionen Euro (ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zu 2020) abgeschlossen werden. 

Dem rasanten Wachstum wird auch baulich Rechnung getragen. So teilt das Unternehmen mit, dass am Standort Graz-Straßgang in den nächsten beiden Jahren gut 60 Millionen Euro in ein neues Technologiezentrum investiert werden. Das neue Firmengebäude bietet Arbeitsplätze für bis zu 1000 Personen. Die kräftig gestiegenen Kundenaufträge stellten Unternehmen und Belegschaft aber auch vor große Herausforderungen, wird betont. Pandemiebedingte Einschränkungen in den Arbeitsabläufen sowie der Personalmangel am österreichischen Arbeitsmarkt "erforderten großen Einsatz der gesamten Belegschaft, die mit außergewöhnlichen Leistungen diese Situation bewältigte", betont Geschäftsführer Friedrich Santner. Für diesen Einsatz bedanke sich die Geschäftsleitung  bei den 1350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort mit einer Prämiensumme von 8,3 Millionen Euro, das seien umgerechnet durchschnittlich mehr als 6000 Euro pro Kopf. „Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dieses Jahr wirklich Außergewöhnliches geleistet. Daher wurden die Prämien unabhängig von Position und Gehaltsniveau verteilt. Wir sind sehr dankbar für diese großartige Leistung“, so Santner.

Foto © (c) Anke Barnard

Um dem akuten Personalmangel zu begegnen, seien seit Beginn des Jahres 2021 auch neue Wege im Recruiting eingeschlagen worden. Anton Paar-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bekommen für die Vermittlung neuer Arbeitskräfte bis zu 3000 Euro. Da stabile Arbeitsverhältnisse ein wichtiges Unternehmensziel seien, ist die Prämie an den längerfristigen Verbleib im Unternehmen gebunden.

Jubiläumsjahr mit Ausstellung

Am 4. Jänner 1922 gründete Anton Paar eine Ein-Mann-Schlosserei. Diese Schlosserei habe sich zu einem Unternehmen entwickelt, das mittlerweile zu den erfolgreichsten Messtechnikspezialisten der Welt gehört. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2022 werde die große Firmen-Geburtstagsfeier sein, zu der alle 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit eingeladen sind. Vom 10. Februar bis zum 3. Juli widme das Graz Museum dem 100-jährigen Jubiläum von Anton Paar eine Ausstellung.

Das Unternehmen

Die Firma Anton Paar wurde 1922 vom gleichnamigen Firmengründer in Graz (Österreich) angemeldet und hat sich einen Namen als Weltmarktführer beim Messen von Dichte, Konzentration und gelöstem Kohlendioxid sowie im Bereich der Viskositätsmessung und Rheometrie gemacht.

Zu den Kunden zählen die größten Produzenten von Bier und Softdrinks ebenso wie Unternehmen aus der Lebensmittel-, Chemie-, Erdöl- oder Pharmaindustrie.

Schon seit vielen Jahrzehnten verbindet Anton Paar die präzise mechanische Fertigung mit den jüngsten Errungenschaften aus der Forschung und Entwicklung. In den letzten Jahren wurden bis zu 20 Prozent des Umsatzes der Anton Paar GmbH in Forschung und Entwicklung reinvestiert.

Das Unternehmen bietet Messlösungen an, die an neun produzierenden Standorten (in Europa und den USA) gefertigt werden. Dazu kommt der Fußball-Simulator skills.lab, in dem Fußballprofis und Amateure ihr Können und Spielverständnis unter realen Bedingungen perfektionieren können.

Die Anton Paar Gruppe ist mit 33 Vertriebstöchtern in 110 Ländern operativ tätig. Mittlerweile sind mehr als 3500 Angestellte in der Anton Paar Gruppe beschäftigt.

Eigentümer von Anton Paar ist seit 2003 die Gemeinnützige Santner Privatstiftung mit einem ausschließlich wohltätigen Stiftungszweck. Das Unternehmen erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von über 389 Millionen Euro.

Kommentare (27)
Engelchen
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Mehr als 6000 Euro pro Kopf....

.... die Realität schaut anders aus! Überwiesen wurde den meisten Mitarbeitern nur knapp ein Viertel. Der Steuerabzug ist hierfür kaum ein Argument.
Aber es macht sich ja gut, in der Öffentlichkeit als Wohltäter dazustehen. So funktioniert Manipulation.

sail45
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Realität schaut anders aus

Woher haben sie die Info, es schaut nach Insiderwissen aus!
Wäre Neugierig!!

Engelchen
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Ich schütze meine Quellen ;)

Sie scheinen auch Insider Info zu haben :)
Eine Prämie ist eine freiwillige Leistung und der Arbeitnehmer freut sich darüber. Ob seitens der Kleinen Zeitung ein Fehler in der Kommunikation passiert ist (dann müsste die Firmenleitung das richtig stellen) oder die Info bewusst zur Imagebildung von der Firma kommt, werden wir wohl nie erfahren. Im Moment scheint es ja Mode zu sein mit Halbwahrheiten die Zeitungsspalten zu füllen.

sail45
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Realität schaut anders aus

Woher haben sie die Info, es schaut nach Insiderwissen aus!
Wäre Neugierig!!

diss
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Der soll lieber mehr Steuern zahlen.

Das wäre besser!

manfredpirker
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Prämien

Es gibt unternehmer die keine Steuer zahlen und auch keine Prämie. Als Arbeitnehmer sind mir Prämien zahlende Unternehmer lieber

gm72
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@diss

Nomen est omen, was? Mitleid ist gratis, Neid muss man sich hart erarbeiten.

redlands
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Steht aber (Logo, weil sonst wärs ja keine Schlagzeile wert) steht NICHT

wieviele Mio. nur für das Management aufgewendet werden….; ein „normaler“ Mitarbeiter sieht wahrscheinlich eur 1.500,00…(brutto)…; nettes Zahlenspiel…

hansi01
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Unabhängig von Position und Gehaltsniveu

Was verstehen Sie darunter?

manfredpirker
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Nachhilfe

Mitdenken ist erlaubt

semperubique
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.ihre wortmeldung???..

der jahresumsatz zeugt wohl von einem sehr guten management.
1000 neue mitarbeiter werden gesucht und das sind facharbeiter-jobs.
die werden schon entsprechend auch entlohnt.
was soll der neid?

redlands
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kein Neid! Niemals. Kenne nur die Zahlenspiele der Presseabteilungen.

Wünsche ehrlich JEDEM 6T und mehr!

Mmanfred
1
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Für Sie...

Nur für Sie ein paar Zahlen.

Sommer: steuerfreie Prämie für jeden von 600,--
Sommer- Prämie für jeden je nach Prod.Stunden von ca 1800,-
Dezember - Prämie für jeden von 2500,-- ein Teil bekam leistungsorientiert noch eine Zusatzprämie

Viel Spaß beim Rechnen und neidisch-sein.

sail45
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Nur für Sie ein paar Zahlen!

Die Zahlen sind schon ganz gut die hier beschrieben werden, aber auch nicht ganz richtig!
Die Dezember Premie war auch abhängig von der Arbeitszeit dazu sind noch Aliquot Gutscheine gekommen.
Es ist aber immer zu berücksichtigen eine Premie ist ein freiwillige Leistung der Firma!

haraldk1969
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Bravo

Top Firma die auf ihre Mitarbeiter schaut.
Die haben es begriffen was ihnen die Leute Wert sind.
Da können sich so einige große Firmen in Graz ein Beispiel nehmen.

HP_2938
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Freud sicher jene

die letztes Jahr dort wegen der "herausfordernden wirtschaftlichen Situation" gekündigt wurden.

Windstille
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@ HP_2938

Spaßhalber kündigt keine Firma MitarbeiterInnen - ganz abgesehen davon, dass eine Firma auf gesunde Finanzen und vieles mehr schauen muss. Wenn eine Firma eine so hohe Prämie an die MitarbeiterInnen zahlt, spricht das ganz klar für eine tolle soziale Einstellung des Unternehmens und für eine große Wertschätzung der MitarbeiterInnen.

PS: Wie viele von wie vielen MitarbeiterInnen wurden im letzten Jahr dort gekündigt?

Wölfin
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Windstille

Es ist nicht immer alles so wie es scheint. HP_2938 kennt definitiv manche Tatsachen.

haraldk1969
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Nur

ein Wichtigmacher sonst nichts.

HP_2938
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Wichtigenmacher

muss doch nicht sein. Person mit anderen Ansichten wäre besser ;)

badkitten
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HP-2932

Hat allerdings recht, selbst vor ein paar Wochen haben’s Leute wegen „wirtschaftlichen Gründen“ gekündigt. 😅 der Artikel is leider nicht korrekt

hansi01
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Es gibt immer wieder Mitarbeiter,

die es nicht verstehen gekündigt geworden zu sein und andere bekommen die Prämie. Ich hätte für diese Nichtversteher eine Antwort. Diese möchten Sie aber gar nicht lesen.

Balrog206
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Naja

Dann würdest ihn aber kennen Hr BR od sonstiges ÖG !!

HP_2938
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@ Windstille

Ich kann nicht wiedersprechen. Natürlich, alles verständlich, die Situation war ja auch etwas unvorhersehbar, aber eine genauere Diskussion müsste man privat führen, die hat hier im Forum nix verloren :P

Zur Frage, ich glaube zu wissen, dass es zwischen 20 und 30 waren.

Was ich mit meinem Kommentar meinte ist, dass es für diese (zugegeben, nicht all zu viele) leute nicht gerade angenehm sein wird, so einen Bericht zu lesen. Man kann Prämien auch zahlen, ohne es in eine Zeitung zu schreiben. Die Mitarbeiter werden dann trotzdem motiviert.

HP_2938
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Freud sicher jene

die letztes Jahr dort wegen der "herausfordernden wirtschaftlichen Situation" gekündigt wurden.

Patriot
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@harald1969: Daran können sich mindestens 95% ALLER UnternehmerInnen

in ÖSTERREICH ein Beispiel nehmen!

 
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