Worauf zu achten istBetriebsnachfolgen: Die Suche nach der nächsten Generation

Betriebsnachfolgen sind in Österreich weiterhin ein schwach beackertes Feld. Es gibt zwar ein stark wachsendes Angebot – aber auch Fallgruben.

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Sein Sohn habe ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und wolle nicht in das Familienunternehmen wechseln, gab Ernst Prost, Chef des deutschen Mineralölspezialisten Liqui Moly unlängst in der „Wirtschaftswoche“ zu Protokoll. Es mache nämlich „wenig Sinn, wenn ein Kind aufgrund erbhistorischer Zufälle gezwungenermaßen Chef spielen soll in einem Laden mit tausend Mitarbeitern und einer dreiviertel Milliarde Euro Umsatz – das kann nicht gut gehen“. Und weil er „seinen Sohn zu sehr liebe, als ihn in diese Mühle zu zwingen“, habe er die Nachfolge schon frühzeitig anders geregelt. Prost hat sein Unternehmen verkauft.
Was der 65-Jährige im großen Stil praktiziert hat, passiert auch in Österreich. Aber zu selten, wie die Statistik belegt, Institutionen wie die Wirtschaftskammer beklagen und Experten wie Helmuth Antonu bestätigen. Antonu betreibt in Neusiedl seine „Nachfolge Agentur“, die sich auf Betriebsübergaben spezialisiert hat.

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