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Gericht hat entschiedenWirecard-Skandal: Ex-Chef Braun muss weiterhin in U-Haft bleiben

Österreicher nach einem Jahr weiterhin hinter Gittern. Haftprüfungen finden im Turnus von drei Monaten statt.

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Markus Braun
Markus Braun © (c) AFP (FABRIZIO BENSCH)
 

Der frühere Wirecard-Vorstandschef, der Österreicher Markus Braun, muss auch nach einem Jahr hinter Gittern in Untersuchungshaft bleiben. Der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts München ordnete am Freitag die Fortdauer der U-Haft an, teilte das Gericht mit. Auf freien Fuß hingegen kommt ein weiterer Wirecard-Manager aus der Finanzabteilung des Konzerns. Das damalige Dax-Unternehmen war im Sommer 2020 nach Aufdeckung mutmaßlicher Milliardenbetrügereien zusammengebrochen.

Der Entscheidung des OLG vorausgegangen war wochenlanges Tauziehen zwischen Staatsanwaltschaft und den Verteidigern Brauns. Die deutschen Ermittler werfen dem Österreicher und anderen Wirecard-Führungskräften gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Sie sollen Banken und Investoren mithilfe manipulierter Bilanzen um drei Milliarden Euro geprellt haben. Haftprüfungen finden im Turnus von drei Monaten statt.

Kommentare (1)
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dieRealität2020
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14
Lesenswert?

Immer und immer wieder kommt es zu den gleichen Muster.

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Im Wirtschaftsgefüge auch in Rechtsdemokratien kann man sehen, dass es Unternehmen gibt, die sehr wohl bei Gründung korrekte einwandfreie lautere Ansichten haben das Unternehmen zu führen und zu leiten. Der Tod dieser Entwicklung ist dann meistens eine unkontrollierte und finanzschwache Expandierung, letztendlich beginnt das Kontrollsystem zu versagen, da bei manchen Größenordnung, die Wasserköpfe mehr entnehmen als Gewinne und Investoren ausgleichen können. Vom Kleinbetrieb aufwärts.
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Eigentlich nichts Aufregendes noch Neues. Ohne ins juristische Detail zu gehen. Am Anfang steht der Wille zum gesetzlich einwandfreien Unternehmen, dann läuft es nicht immer. Dann kommen u.a. die Kredite von Banken und Lieferanten und Investoren, die für jeden sichtbar aber nicht mehr die Verluste ausgleichen können.
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Anstatt zu liquidieren und Ausgleich anzumelden, kommt die fahrlässige später wird es dann die vorsätzliche (betrügerische) Krida, letztendlich kommt es zum vorsätzlichen gewerbsmäßigen Betrug.
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Diese Milliardensummen und die Vorgangsweise in diesem Fall sind für mich größtenteils unverständlich, da ich mich frage, hat den niemand in diesem Konglomerat von Banken und Investoren fallweise dieses Unternehmen "abgeklopft"? Schon bei einer "normalen" Kontrolle, trotz gefälschter Unterlagen kann man bei einer über Kreuz gehenden Abgleichung Unstimmigkeiten feststellen um dann weiter nachzuhacken.