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Pro & KontraSoll Sprit teurer werden, wenn die Klimaziele nicht erreicht werden?

Eine automatische Erhöhung der Mineralölsteuer, wenn Österreich die Klimaziele nicht erreicht – dieser geplante Passus im neuen Klimaschutzgesetz sorgt für hitzige Debatten. Alle fossilen Energieträger wären betroffen. Christian Gratzer (VCÖ) und Sebastian Obrecht (ARBÖ) kreuzen die Klingen zum Thema.

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Pro

Die schönsten Ziele beim Klimaschutz helfen nichts, wenn wirksame Maßnahmen fehlen. Das Klimaschutzgesetz enthält daher einen klugen Mechanismus, der die Verursacher in die Pflicht nimmt. Christian Gratzer

Kommentare (80)
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Morioka
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Tja ... Klimwandel == Förderung von Zertifikathandel (Mit Geld und Verboten wird man es ja wohl schaffen)

In der Gesamtbetrachtung von Abbau von Rohmaterial zur Herstellung aller Teile für Fahrzeuge bis hin zu Lieferung und Betrieb (Strom/Rohfstoffe), wie gut/schlecht billanzieren die beiden Varianten? (Von der Entsorgung will ich hier gar nichts schreiben.) Wenn solche Betrachtungen angestellt werden, was würde da noch die Anhebung der MöST rechtfertigen, um von den Benzinern und Diesel wegzukommen?

Auch sollte bei dieser scheinheiligen Geschichte die massive Förderung des BAU und VERKAUF von Benzinern und Dieseln zu KAMPFPREISEN, den Verschrottungsprämien, die Regierungen in Ländern auszahlten, um die dem zusammenbruch nahende Autoindustrie in Fahrt zu bringen, den Konsum anzukurbeln. Brachte es uns der erreichung der Klimaziele näher, das Fahrzeuge in der Schrottpresse landeten, die noch auf Jahre hinaus gefahren wären? Hat man da geschrien: MöST rauf? War von Klimazielen die Rede? Man erfand einfach Abwrackprämie und den Zertifikatshandel, gab den Menschen GELD!

Ich argumentiere beileibe nicht für den Beibehalt der Benziner/Diesel, jedoch entschieden gegen diese verlogene Diskussion, dem Fingerzeig: Man müsse die Kosten anheben - damit KFZ-Besitzer von ihrem schädlichen Verhalten abrücken, auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Ob es LEISTBAR ist? Da fragt Niemand nach. Oder können sich gerade Jetzt so viele Menschen ein neues E-Auto leisten, wo, wohlmöglich, vor 1, 2 Jahren erst ein neuer Verbrenner angeschafft wurde?

Morioka
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Apropos Auslaufen vom Bau von Benzinern/mögliche Verbote durch Regierungen zum Betrieb von Diesel/Benzinern

Kommen diese noch zusätzlich, in einigen wenigen Jahren, werden Milliarden Fahrzeuge (Benziener/Diesel) wertlos. Der Gebrauchtwagen-Markt wird zusammenbrechen. Was wohl die antwort dann sein wird, auf die Massen von zu entsorgenden Fahrzeugen, deren Besitzer fahrende Schrotthaufen (im Wert) besitzen werden? Vom SUV hin zum Porsche.

Das wird noch recht lustig, weil, wenn es an die eigenen Wertsachen (und ein Auto kann man ja als solches sehen), die eigene Geldtasche geht, dann ist Klimaschutz in etwa so wichtig wie die aktuelle Uhrzeit in Calcutta.

Das wird noch recht lustig werden. :-)

huckg
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Unser Lebensstil lässt sich schon lange nicht mehr finanzieren

Tatsächlich leben wir heute auf Kosten Anderer und glauben auch noch wir hätten ein Recht dazu.
Einerseits beuten wir Menschen in dritte Welt Länder aus damit sie, bei schlechter Lebensqualität billige Produkte für uns herstellen, andererseits Verschulden wir uns bei unseren Nachkommen jedes Jahr mehr. Dieses Geld wird aber schon lange nicht mehr in Nachhaltigkeit gesteckt sondern für unseren Lebensstil verbraucht. Wir gebrauchen endliche Ressourcen ohne nachzudenken und ohne echte Notwendigkeiten, just for fun.
Als ein Argument, einen von vielen schon längst erkannten notwendigen Wandel umzusetzen gilt die "soziale Gerechtigkeit".

huckg
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Soziale Gerechtigkeit, Kontra mein Recht zum CO2 Ausstoß

Alle die hier der Meinung sind, höhere Energie - hier speziell Erdöl - kosten sind sozial nicht verträglich und unfair:
Es gebe natürlich noch andere Denkmodelle um den Klimawandel in den Griff zu bekommen: z.b. jeder Erdenbürger erhält ein bestimmtes Quantum an CO2 Ausstoß, ist dieses aufgebraucht darf er sich vom Planeten Erde verabschieden, in welcher Form auch immer. (Dann schaut's für uns Österreicher aber alle sehr schlecht aus)
Oder jedes Land bekommt einen maximalen jährlichen CO2 Verbrauch zugewiesen (würde das lokale Bevölkerungswachstum berücksichtigen) , leider auch nicht besonders gut für uns.
Bessere Ideen? Nur raus damit ...

huckg
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...

Nur, in unserem derzeitigen "Geldsystem" ist nun Mal das Geld das (Haupt)Steuerungsmittel. Daher gibt es gar keine andere Möglichkeit - außer wir wollen eine Diktatur, da gebe es dann andere Möglichkeiten. Bei uns muss ! der Preis für umweltschädliches Verhalten so lange erhöht werden bis ein Lenkungseffekt eintritt. Wer sich gegen den Ölausstieg wehrt ist es, der den Preis für uns in die Höhe treibt und unseren Kindern die Zukunft verbaut. Der Benzinpreis sollte / müsste so hoch sein, dass jeder hier gar keine andere Möglichkeit hat, als sein (privates) umweltverpestendes Oldtimer Fahrzeug stehn zu lassen. Und das wäre m.M. nach bei derzeit ca 5,-- Euro je Liter. Auf Dauer gibt es keine andere Möglichkeit, Warten Kosten dann noch mehr, uns und vor allem unseren Kindern und Enkeln.

Patriot
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@huckg: Sie haben völlig recht!

Das Problem ist nur, dass das viele nicht begreifen können und der Rest nicht akzeptieren will.
Jene, die im Interesse unserer Nachkommen Verzicht üben wollen, sind leider nur eine kleine Minderheit.
Wenn der Mehrheit ein Licht aufgeht, wird es zu spät sein. Die Geschichte lehrt uns, dass dies schon oft so der Fall war.

aposch
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Erpressung

Da soll das Volk schon im Vorfeld einmal erpresst werden, ohne dass es eine Gewähr gibt, dass damit die Klimaziele erreicht werden. Was mich aber am meisten stört, ist der von den Grünen bislang so geforderte Schutz der Kinderrechte und der Natur in den Entwicklungsländern. Das wird aber durch den Abbau des von Rohstoffen in diesen Gebieten aufs höchste missachtet.

Kristianjarnig
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Zu dem Pro und Kontra Zeugs mag ich nur soviel schreiben...

....teurer wird es sowieso. Alles hübsch ge(ver-)steuert.

Ich habe darum bereits die (ebenfalls gesteuerte) Konsequenz gezogen und mir ein E-Auto bestellt. Damit ist zumindest mal die nächsten paar Jahre Ruhe, ich lade daheim derzeit(!) noch halbwegs günstigen Strom und fahre um einen Bruchteil der Kosten die ich bislang hatte. Straßensteuer noch nicht einmal mit eingerechnet.

Ich finde es absurd was derzeit , zumindest innerhalb der EU, auf dem Rücken derjeniger die beruflich ein Auto benötigen ausgetragen wird. Ist NICHT in Ordnung so. Hier wird mit Furcht(Zuckerbrot(=Förderung, keine Straßensteuer) und Peitsche(immer höhere und höhere NoVA, Drohung mit den Benzin/Dieselpreisen usw.) gearbeitet.

Gut - ich war immer schon an der neuen Technologie(vielleicht auch nur eine Zwischentechnologie, ein paar Jahre wird der "Hype" so oder so andauern, es ist also nichts verloren sondern nur gewonnen) interessiert und wollte so ein E-Auto in der Praxis mal austesten.
Die täglichen Wege liegen WEIT innerhalb der angegebenen Reichweite, sollte es mal länger werden werden die Supercharger(tja, es wurde doch ein Tesla, nach langer Nachforschung ist klar ersichtlich das die deutschen Hersteller hier WEIT hinterherhinken, speziell bei Elektronik, Software aber auch dem firmeneigenen Ladernetz) weiterhelfen.

Das will sich nicht jeder Leisten und da wird die EU für mich unseriös wenn sie derart großen Druck auf ihre Bürger ausübt um doch zu wechseln. Könnte man besser machen.

Patriot
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@Kristianjarnig: Es gibt auch günstigere E-Autos als einen Tesla

für einen Umkreis von 120 Kilometern von zuhause und weitere Strecken könnte man mit der Bahn fahren. Oder?

CatsAndDogs
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Mal zum Nachdenken...

Text

CatsAndDogs
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Quo vadis Türkis-Grün?!

Wie steht es in so einem Fall um die Pendler? Und ich meine nicht die Wien-Pendler, sondern solche, die Wohnorts- und Berufortsbedingt keine Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung haben?
Wie sieht es mit allen Menschen aus, die nicht in Ballungszentren wohnen, und dadurch selbst fürs Einkaufen auf ein Auto zurückgreifen müssen?
Und alle jene, die Hobbies wie Sport nachgehen wollen, und die Vereine nicht 100m vom Wohnort entfernt sind? Vor allem im Falle von Kindern?

Zudem macht der CO2 Ausstoß durch den Verkehr weniger als 12% der Gesamt-CO2 Emission aus, und davon entfallen 60% auf den PKW Verkehr - d.h. 7.2% der Gesamtemission wird durch PKW verursacht... da helfen solche Maßnahmen sicher Wunder!

Bluebiru
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@Cats

Und weil der Bahnhof nicht direkt vor ihrer Haustüre ist, fahren sie dann gleich die ganze Strecke bis zum Zielort mit ihrem PKW, anstatt nur zum nächstgelegenen Bahnhof oder zur nächstgelegenen Bushaltestelle?

petera
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Ich erlebe in meinem Umfeld, dass aus Bequemlichkeit

Für jeden Meter das Auto benutzt wird.

Es stehen zwar 2 teure Ebikes in der Garage, aber niemand kommt auf die Idee diese auch für Alltagswege zu nutzen. Maximal am Sonntag wird mal eine Ausfahrt gemacht.

Warum fährt man mit dem Fahrrad nicht mal z. B. 5km zum Einkaufen oder zum Verein/Sport?Warum bindet man den Sport nicht in den Alltag ein?

Bei uns geht es es sogar soweit, dass man mit dem Auto 200 Meter zum Tennisplatz fährt.

Und das trifft nicht nur Leute am Land, nein auch die viele Städter fahren (trotz öffentlichem Verkehr) viele Kurzstrecken mit dem Auto (oder Moped/Motorrad)

Geom38
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Bei allen bisher kommunizierten angedachten Maßnahmen

scheint's nur wieder so zu sein, dass letztlich genau diejenigen draufzahlen, die jetzt schon jeden Cent dreimal umdrehen müssen um über die Runden zu kommen. Dass die individuelle Mobilität derjenigen eingeschränkt (oder irgendwann mal verunmöglicht) werden würde, die auch künftig keine Alternative haben, schon gar nicht quasi vor der Haustür. Und die sich auch nicht alle paar Jahre einen Neuwagen leisten können, sondern allenfalls mal alle 5-10 Jahre einen günstigen Gebrauchten. Den hauptsächlich in den urbanen Gebieten relevant präsenten Grünen mag das alles egal sein, sieht man schon daran, dass immer nur die Technologie im Fokus steht, nie deren Finanzierung. Sieht man ja auch an den zum Abschuss freigegebenen Heizsystemen die man zeitnah durch modernere Technologie ersetzen soll. Allerdings scheint's niemand zu interessieren, dass viele Menschen mittlerweile kaum mehr oder gar keine Rücklagen haben, man sich auch die anfallende Differenz zu etwaigen Förderungen nicht aus den Fingern saugen kann. Oder vom leeren Konto. Davon abgesehen gibt's ab einem gewissen Alter auch keinen Kredit mehr. Und diese Gruppe ist zahlenmäßig mittlerweile sehr relevant, jede Wette.

Amadeus005
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Urbane Gebiete oder Land

Leben am Land ist teuer, wenn man nicht autark ist wie früher. Strom, Wasser, Internet, Straße. Wieso soll das die Allgemeinheit zahlen. Sie können eh in die Stadt ziehen, oder ins Dorfzentrum. Da gäb es sogar Geschäfte, wenn sie nicht mitzunehmen billigem Sprit in den Groß-Supermarkt fahren würden.

Carlo62
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Unbedingt!

Drei Euro je Liter Minimum und auch den Leistungspreis für Leistungsspitzen (15 Minuten Wert) für hauseigene Ladestationen in Rechnung stellen. Betriebe bezahlen für die Leistungsbereitstellung ja auch. Da wird eine 11kW Wallbox dann schnell einmal uninteressant. Es muss aufhören, dass die Elektromobilität weiterhin so sinnlos gefördert wird.

petera
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Sie wissen aber schon was die tatsächlichen Kosten für einen

Liter Benzin sind, wenn man Umweltverschmutzung,.. einkalkuliert?

Ähnlich wie bei Atomstrom, gibt es bei fossilen Brennstoffen bei weitem keine Kostenwahrheit.

Dann würde hier im Forum nicht über die paar Cent mehr gejammert werden.

qualtinger
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Rücktritt

Wenn eine Regierung ihre gesteckten Ziele nicht erreicht, soll sie zurücktreten und nicht das Scheitern auf andere abwälzen!

SoundofThunder
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🤔

Der Automatismus ist nur dazu da dass sich die Regierung aus der Verantwortung stehlen kann. "Ich kann für die Spritpreiserhöhung nichts dafür,das war der Automat!" Und wie es so mancher schon geschrieben haben: Der Strom muss auch erst mal erzeugt werden. Wenn alles mit Strom betrieben wird reichen unsere Kraftwerke bei weitem nicht mehr aus. Und man kann unsere Flüsse auch nicht alle 1000m aufstauen.

petera
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Es gibt so viele Dächer wo PV Anlagen montiert werden könnten

Es gibt noch viel Potential für Windkraft.

Abgesehen davon, wird ja auch nicht von heute auf morgen alles elektrifiziert sein.

Und das E-Auto wird das Klima auch nicht retten. Es kann nur über Einsparungen des Konsums von CO2 relevanten Produkten und Aktivitäten gehen.

derleobner
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Wenn die Frau Gewessler

mit dem Radl von Gußwerk nach Wien und wieder zurück in ihr Dorf fährt und das täglich, bin ich dabei der Treibstoff um ein vielfaches teurer wird.

Bluebiru
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Dumme Polemik

Warum soll sie mit dem Radl nach Wien fahren? Es gibt auch Öffies.

notokey
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Gratulation...

... solange Industriebetriebe von den Behörden genehmigt werden mit 115.000 Tonnen CO2 Ausstoss/Jahr brauchen wir keine Erhöhung! Warum soll der "kleine Mann" sparen und für die Erreichung der Klimaziele kämpfen während die Industrie weitermachen kann wie bisher (und natürlich auch die Behörden, die dafür verantwortlich sind!).

gberghofer
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Da wird für etwas Stimmung gemacht welches nur als letztes Mittel gedacht ist.

Es gibt Leute die es unter ihrer Würde finden mit der Bahn zu fahren. Mein Chef gehörte auch dazu. Die fahren sogar mit dem Auto zum Flughafen obwohl die ÖBB unter dem Flughafen stehen bleibt. Man verschone mich vor den "armen Autofahren" deren Familie auf einiges verzichten damit der Herr alle zwei Jahre ein neues Auto fahren kann.

Carlo62
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Da nur in Wien…

…der Zug „unter dem Flughafen“ stehenbleibt verstehe ich Ihren Chef vollauf. Die Anreise zu einem Frühflug oder die Rückreise nach einer späten Ankunft in Wien ist mit dem Zug nicht sinnvoll zu machen.

gberghofer
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Von Salzburg fahre ich mit dem Auto zum Flughafen,....

......bezahle die enormen Parkgebühren und schleppe den Koffer zum Flughafen. Wenn ich Pech habe gibt es einen gröberen Unfall oder Stau und ich verpasse meinen Flug. Sie argumentieren mit Ausnahmen die bei einer Geschäftsreise nicht relevant sind.

 
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