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Nur in einem Fünftel der UnternehmenAK und ÖGB wollen in Kärnten mehr Betriebsräte installieren

In 419 Kärntner Unternehmen finden sich Betriebsratskörperschaften. Das ist nur rund ein Fünftel aller Firmen, sagt AK-Präsident Günther Goach. In Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern wollen AK und ÖGB deshalb verstärkt aktiv werden und Betriebsratswahlen ausschreiben.

In nur einem Fünftel der Kärntner Betriebe wird ein Betriebsrat gewählt © Robert Kneschke - Fotolia
 

In Kärnten gibt es aktuell 3500 Betriebsrätinnen und Betriebsräte die in den Betriebsratskörperschaften von 419 Unternehmen tätig sind. Damit verfügen laut Arbeiterkammer nur rund 20 Prozent der Firmen über einen Betriebsrat. Und dabei, so Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach, handelt sich eher um größere Unternehmen, mit vielen Mitarbeitern. Theoretisch wäre aber schon ab einer Anzahl von fünf Mitarbeitern ein Betriebsrat zu wählen. Und da wollen Arbeiterkammer und ÖGB in Kärnten in den kommenden Monaten "eine Initialzündung setzen". Denn oft würden Betriebsratskörperschaften von Unternehmen blockiert.

Kommentare (2)
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mtttt
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Kärntner Betriebsstruktur

ist eben kleinstrukturiert. Für Betriebe dieser Art bietet der ÖGB keine Lösungen. Ein gesunder Betrieb braucht keine Knautschzone zwischen Mitarbeiter und Eigentümer, da gibt es informelles Miteinander. Die Belegschaft hat eh meist einen Sprecher, einen Vertreter der Interessen. Meist geht die Gesprächsbasis verloren, wenn diese von außen (Gewerkschaft ) instrumentalisiert und fremdgesteuert werden, oder wenn sie gar die Woche der gewerkschaftlichen Hirnwäsche hinter sich haben.

Robinhood
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7
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Zwangsorganisation sollte das nicht werden

In den großen Unternehmen schwimmen die Betriebsräte nur mit, haben keinen Einfluss und sitzen in der ersten Reihe fußfrei z.B. im Aufsichtsrat. Manchmal wird dann aus so einem Betriebsrat sogar ein Vorstand und der wechselt damit die Seite( z.B. VW oder RWE). In anderen Unternehmen werden sie gut eingestuft und freigestellt, damit sie den Ball immer schön flach halten. Öfters bekommen sie auch noch Sponsorgelder für Soziale Vereine in denen sie eine Obmannfunktion oder Ähnliches ausüben. Es ist schon etwas naiv und abgehoben wenn man glaubt, dass sich heute Arbeitnehmer nicht durchsetzen können und Unternehmer, welche um jeden Mitarbeiter kämpfen und bemüht sind, diese schlecht behandeln. Ich bin dafür, dass man die Kaste der freigestellten Betriebsräte von großen internationalen und zusätzlich auch von im öffentlichen Eigentum stehenden Unternehmen vor den Vorhang holt, ihre ehrenamtlichen Funktionen, aber auch ihre Einkommen auflistet. Da wird sich dann der eine oder andere Kollege wundern oder sogar ärgern.