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Bund und Länder einigHeizen in Österreich künftig ohne Öl & Gas

Nun ist es fix: Für Kohle- und Ölheizungen kommt in Österreich spätestens 2035 das Aus, für das Ende der Gasheizungen fassen Bund und Länder das Jahr 2040 ins Auge.

Dem heimischen Heizungsmarkt steht eine Umwälzung bevor
Dem heimischen Heizungsmarkt steht eine Umwälzung bevor © Fotolia
 

Vertreter des Umwelt- und des Finanzministeriums haben sich heute mit den Bundesländern darauf geeinigt, Kohle-, Öl- und Gasheizungen schrittweise zu verbieten. Der Ausstieg soll in zwei Schritten erfolgen: Kohle und Gas sollen nur noch bis 2035 für die Raumheizung verwendet werden dürfen, Erdgas bis 2040.

"Mit unseren Förderungen für den Ausstieg lösen wir zudem über 4,5 Milliarden Euro an Investitionen aus und schaffen und sichern an die 64.000 regionale, klimafreundliche Arbeitsplätze", sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Montag laut Mitteilung.

Drei-Stufen-Plan zum Ausstieg

Für den Ausstieg aus Kohle und Öl bis 2035 ist vorgesehen, dass ab 2022 beim Ersatz einer Kohle- oder Ölheizung ein klimafreundliches Heizsystem eingebaut werden muss. Ab 2025 sind Kohle- und Ölkessel im Bestand, die ein bestimmtes Alter erreicht haben, auszutauschen. Der zweite Schritt legt den Ausstieg aus fossilem Gas in der Raumwärme bis 2040 fest. Dieser ist analog zum Stufenplan für Kohle und Öl vorgesehen und beinhaltet ein Einbauverbot von Gasheizsystemen in Neubauten ab 2025 und einen kompletten Ausstieg aus Gasheizungen bis 2040.

In Österreich heizen derzeit noch mehr als eine halbe Million Haushalte mit Öl und etwa eine Million Haushalte mit Gas. Um den schrittweisen Ausstieg aus den fossilen Energien hin zur klimafreundlichen Raumwärme zu erleichtern, stellt das Klimaschutzministerium 650 Millionen Euro an Förderungen für die kommenden zwei Jahre für den Heizungstausch und die Gebäudesanierung zur Verfügung. Für besonders einkommensschwache Haushalte werden zusätzlich 100 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich sieht die heutige Einigung von Bund und Ländern zum Ausstieg aus fossilen Heizsystemen als "Schritt in die richtige Richtung", allerdings geht es den Umweltschützern nicht schnell genug. "Wir müssen noch schneller raus aus Kohle, Öl und Erdgas, um die Klimaziele zu schaffen", sagte WWF-Energiesprecher Karl Schellmann in einer Reaktion. Parallel dazu müsse auch Energie gespart werden. "Die naturverträgliche heimische Energie wird nur dann ausreichen, wenn auch der Energieverbrauch der Gebäude massiv gesenkt wird. Neben dem Ausbau der Wärmedämmung muss eine konsequente Raumplanung die Zersiedelung stoppen, um auch die Verkehrsemissionen zu senken."

Auch Global 2000 glaubt, dass der Kohleausstieg beim Heizen früher möglich ist als 2035 und fordert eine Forcierung des Energiesparens. "Die Aktivitäten bei der Gebäudesanierung gilt es zu verdoppeln, damit der Energieverbrauch reduziert werden kann"; sagte Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. Derzeit liege die Sanierungsrate bundesweit bei etwa 1,4 Prozent und sei damit weit entfernt von der angepeilten Sanierungsrate von 3 Prozent.

Kommentare (99+)
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100Hallo
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Freie Meinung

Und mit was heizen? Mit Strom. Aber woher nehmen?

wischi_waschi
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Behörden

Die haben halt den ganzen Tag nichts zu tun, bis dahin ist es noch lange..........
Die Problem jetzt würden zu lösen sein ......
2040 Interessiert keine S....

beneathome
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Aktionismus pur

Rundum nur Scheinhandlungen und Lippenbekenntnisse. Fördertöpfe, die schon ausgeschöpft sind, bevor man überhaupt den Antrag stellen kann. Alles weg, ohne Vorschlag, was die nachhaltige Alternative sein kann. Ganz zu schweigen, eine praktische und real umsetzbare Alternative sein kann. E-Mobility, Wasserstoff, Solar, .... Alles Einbahnstraßen, bzw. Schienenabzweige auf den Prellbock. Wo sind die Wissenschaftler und Universitäten, die sich mit dem Thema beschäftigen und Gesamtkonzepte erstellen? Kommt da nichts raus, oder wird alles nur scheinbar inszeniert, um die Umsätze der Weltkonzerne anzutreiben?

makronomic
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Aha, der Strom kommt aus der Steckdose?

Emmisionsfreie Heizung = Wärmepumpe
Tiefenbohrung vielerorts nicht erlaubt, Flächentauscher oft nicht machbar.

Also Luft - Wärmepumpe. Deren Wirkungsgrad ist aber unter -3 Grad schlecht und unter -8 Grad heizt man spätestens 100% 1:1 mit Strom.

Aja, der Strom kommt ja aus der Steckdose (alter Glauben der SPÖ Genossen) - aja, da waren ja die Grünen Chaoten gegen Murkraftwerk, der Ausbau der Stauseen für Pumpspeicher wird immer geblockt.... Flußkraft bald ausgereizt.
Ich verstehe, die Regierung will:

- Luft / Wärmepumpen mit teurem Strom (wartet ab!)
- keinen Ausbau der Kraftwerk = Import oder Atomstrom
- Aber vieeeeele Steuereinnahmen durch den teuren Strom

Clever. Man möchte mal Regierung sein, oder?

Aber halt - sind das nicht die Leute die eigentlich WIR gewählt haben damit sie UNSERE Interessen vertreten?

Irgendwie passt da was nicht, oder?

athanasius
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Gasheizung 1995 eingebaut, Fotovoltaik-Wunsch

Gasheizung wurde eingebaut, da Anschluß vorhanden; jährliches Service über Junkers Bosch.
Meinem Wunsch nach zusatzlicher Fotovoltaik-Anlage wegen großem Dach nach Süden wurde seitens Altstadtkommission, da vom Schloßberg (von WELDEN-ALLEE, 1.KEHRE) einsichtig aber nur dort, abgelehnt!
Und heute will man funktionstüchtige, quasi emissionsfreie Heizung abbauen?

Ratte
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Was wundert Sie daran?

Seit Jahrzehnten übertreffen sich Behörden mit unsinnigen und tunlichst nicht aufeinander angestimmten Auflagen, die das Bauen verkomplizieren und dadurch langsam und teuer machen.

Hieronymus01
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Wirklich eine naive verantwortungslos Spinnerei der Regierung.

So eine super tolle verlässlichen saubere Ölheizung gehört steuerlich begünstigt.
Dann könnte sich jeder Ölkesselbetreiber in den nächsten Jahrzehnten was anstarren, damit er sich dann eine Umrüstung finanzieren kann.

haraldk1969
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Keiner eine Ahnung, aber groß Reden

Wie man hier wieder sieht haben die meisten keine Ahnung von einer Ölheizung.
Die meisten Ölkessel halten ein Lebenlang,nur der Brenner wird mit denn Jahren defekt.
Diesen zu tauschen kostet im schlimmsten Fall 1500€.
Mit einem neuen Brenner erhöht sich auch wieder der Wirkunsgrad.
Wie man sieht hat die grüne Regierung wie auch deren Anhänger keine Ahnung von etwas, ausser die große Klappe .
Ich frage mich nur wer diese Nichtsnutzer gewählt hat.

Lepus52
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Effizienzprüfungen könnten Übergangsprobleme lösen.

Wenn jemand einen sanierten Altbau, der wärmetechnisch auf den letzten Stand gebracht hat und noch ein Ölheizung besitzt, bekommt er für den Kauf einer Wärmepumpenheizung nur dann eine Förderung, wenn er den Kessel und die Öltanks demontiert. Das ist kontraproduktiv, denn eine funktionstüchtige Ölheizung, die als Ergänzung bei Temperaturen von über -15 Grad betrieben wird (vielleicht sind das 2-3 Wochen/Winter) ist umweltfreundlicher als die größere Wärmepumpe, die dann praktisch die Energie nur mehr vom Strom und nicht aus der Luft holt. Wärmepumpen sollten bedingungslos gefördert werden.

Ratte
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Bloß keine fachkundigen Expertisen.

Das mögen grüne Politikdarsteller gar nicht. Zur Strafe wird dann die CO2 - Abgabe erhöht.

Rotfux
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Ölheizung

Wir haben auch eine Ölheizung, die über 20 Jahre alt ist und noch traumhaft funktioniert und super Werte hat. Wie sollen wir uns schnell mal 10 000 Euro zusammen sparen für eine neue Heizung? Trotz Förderung muss man mit 10000 Euro rechnen, wir müssen auch unseren Kredit bezahlen. Man sollte lieber auf fossile Brennstoffe setzen.

Fritz1967
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Sind in einer IGL Gebiet

Uns geht es gleich wir haben einen sehr gute Ölheizung Buderus Blaubrenner 97 %Wirkungsgrad KEIN FEINSTAUB
Alternative da wir keine Bodenheizung haben wäre nur Pellets die uns Abzüglich Förderung auch noch 9000 kostet
Dafür blasen wir dann Feinstaub in die Luft ..
Haus wurde abbezahlt und jetzt in Pension sollen wir wieder von vorne anfangen
Mein Rauchfankehrer meinte ich soll warten weil rausreissen dürfen Sie die eh nicht ist ja ein Grundbedürfniss

checker43
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Außerdem

zwingt Sie keiner zur Umstellung, solange die Heizung funktioniert. Das Gesetz gilt für Neubauten.

Ratte
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Schön wäre es...

Haben Sie den Text nicht genau gelesen oder erzählen Sie bewußt etwas falsches? Natürlich wird man versuchen, die Altanlagen unter Zwang still zu legen.

checker43
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Sie

mag super CO-, Schwefel- und Feinstaubwerte haben, super CO2-Werte hat sie nicht.

lilith73
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CO2

lieber checker43

bitte hören Sie auf zu atmen Sie haben schlechte CO2 Werte.

Ratte
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Auch wenn Sie es nicht glauben werden, es gibt tatsächlich wichtigeres...

...im Leben als den CO2 - Ausstoss.

Niclas1
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Wer zahlt die Rechnung?

Wenn ich mir so ansehe, wer und was alles auf Biomasse umstellt - ganze Industrien, dann Frage ich mich wo die´ Biomasse in 3 - 5 Jahren preislich liegen wird. Wenn eine Papierfabrik aufgrund der hohen Förderungen auf Biomasse umstellt und dann 220 m3 Biomasse pro Stunde verfeuert, und dies ist nur ein Beispiel, dann soll bitte von den Grünen erklärt werden, wie die Biomasse zu den Kesseln kommt. Es wird jetzt schon von den Waldbauern alles häckselbare aus als Hackschnitzel verkauft. Dem Wald fehlt es teilweise schon an "Nahrung". Wie wird sich dies auf den Fortbestand der Wälder auswirken? Die Rechnung werden vor allem die bezahlen, die sich heute haben blenden lassen von Biomasse Fanantikern.

Ratte
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Na, wer wohl....?

Die Frage beantwortet sich schon durch die Mitwirkung der Grünen von alleine...

koej
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koej

Bitte liebe Ölheizungsbesitzer, nur nicht "nervös" werden.
Derzeit heizen noch ca. 650.000 Haushalte in Österreich mit Öl.
Die Ölheizung ist ein "Bauernopfer" , und die Verantwortlichen in der
Politik, wissen gar nicht was damit ausgelöst wird.
Es handelt sich um einen massiven Eingriff in das Leben vieler Menschen!
Für den Großteil ist es eine sehr hohe finanzielle Belastung und ein
Eingriff in das Grundrecht auf Wärme.
In wenigen Worten zusammengefasst, es trifft hauptsächlich die
"Schwachen" und "Armen" in der Gesellschaft.
Hoffnung besteht für das neue klimaneutrale synthetische "Heizöl", ohne
großen Umbau, Es gibt schon Testanlagen in Österreich.

madermax
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Ölheizungen in Neubauten…

…sind ja sowieso schon verboten. Was für einen Sinn macht es also 2035 funktionsfähige Ölheizungen „rauszureißen“ oder „stillzulegen“? Ich bin absolut kein Freund der Wegwerfgesellschaft, erst recht nicht wenn etwas noch funktioniert.

Aktuell heizen gerade mal noch 15% mit Öl und Gas. Im Jahre 2035 oder 2040? Vl noch 5-7%? Spätestens 2050-60 sind sowieso alle von „alleine“ von Markt verschwunden…

Ratte
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Bloß keine...

...Verstandesfragen stellen. Das wird nix mit den Grünen...

schuwo
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Heizen ?? Womit dann??

Nun ja wenn der Bund beschließt das dann Holz/Kohle Gas nicht mehr verwendet werden darf beteiligt sich der Bund dann an meine Heizkosten??? Solange er das nicht macht solange werde ich mit Holz weiterheizen. Da kann er mir den Rücken runterrutschen und dort mit der Zunge bremsen wo keine Sonne hin scheint.

horstfutterer
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Von Holzverbot ist nirgends die Rede

wird auch nicht kommen.

schuwo
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Holzverbot

Wenn Kohle verboten wird was legst du dann aufs Holz drauf ????

Ich glaub du hast nie Holz geheizt.

athanasius
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Bzgl. Kohle auf Holz

1985 hatte ich 3 (!) Kachelöfen in meiner Miet-Altbauwohnung (95m2) auf Holz umgebaut (kein Aschenrost, kein unteres Aschentürl). In der Früh auf die Restglut Span und Papier, darauf Fichte, dann noch zwei Scheit Buche. Innert 30 Minuten war's so eingebrannt, dass das Ofentürl geschlossen werden konnte.
In den 10 Jahren dort hatte ich per annum Heizungskosten von knapp ATS 5000, lndex 1986 200 = heute € 700.
So billig konnte ich nie mehr heizen!
Kaum Asche oder "Dreck". Sogar der Zusatzherd in der Küche trotz Aschenrost wurde mit Holz geheizt!

 
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