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Telefonnummern und E-Mail-AdressenFacebook-Hack: Nun kann jeder prüfen, ob man betroffen ist

Rund 20 Prozent der Facebook-Nutzer sind vom jüngsten Datenleck des Netzwerkes betroffen. Ob man betroffen ist, kann man auf zwei Webseiten überprüfen.

Symbolbild
Symbolbild © AFP
 

Nach der Veröffentlichung von mehr als 500 Millionen gestohlenen Daten von Facebook-Nutzern steht das soziale Netzwerk einmal mehr in der Kritik. Die Daten wurden 2019 erbeutet, Facebook spricht daher von "alten Daten" und beteuert, dass das Problem bereits behoben sei. Dennoch: Wer bereits vor 2019 Mitglied bei Facebook war, könnte von dem Datendiebstahl betroffen sein.

Zu den veröffentlichten Nutzerdaten zählen unter anderem vollständige Nutzernamen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und mitunter auch der Beziehungsstatus. Das Portal "Business Insider" berichtete, einige der Daten seien noch aktuell.

Für Facebook könnte der Fall dennoch ein böses Nachspiel haben. Denn aufgrund der 2018 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hätte der Konzern dieses Leck der irischen Datenschutzbehörde melden müssen. Facebook verweist auf einen Blog-Post, in dem es über das Leck informiert. Allerdings ist nicht klar, ob das im Sinne der DSGVO reicht. Wenn nicht, drohen drakonische Strafen.

Datenleck durchsuchen

Ob man selbst betroffen ist, kann man nun ganz einfach überprüfen. Zwei schottische Studenten haben die Webseite www.haveibeenzucked.com ins Leben gerufen, auf der man nach seinem Namen, der Telefonnummer, der E-Mail-Adresse und der Facebook-ID suchen kann. Auf haveibeenpwned.com kann man sowohl bei dem aktuellen als auch bei älteren Datenlecks nach seiner E-Mail und der Telefonnummer suchen.

Sollten eigene persönliche Daten dort wirklich auftauchen, ist zwingend empfohlen das Passwort für Facebook zu ändern und möglicherweise auch die E-Mail-Adresse, mit der man sich einloggt. Auch sollte man sich bei Anrufen, die von unbekannten Nummern kommen, möglichst nicht mit Namen nennen. Anrufe mit ausländischer Vorwahl könnten auch auf Betrugs-Anrufe deuten. Sollten Sie dennoch abheben und es meldet sich jemand mit gebrochenen Deutsch, der nach Ihrem Namen fragt: Auflegen und die Nummer sperren. Geben Sie außerdem niemals irgendwelche Kontoinformationen via E-Mail oder Telefon weiter und erlauben Sie keinem Fremden über Fernwartung auf Ihren Computer zuzugreifen.

Kommentare (2)
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bundavica
3
2
Lesenswert?

Ob die beiden

Seiten das richtige Ergebnis liefert wage ich zu bezweifeln....

Hapi67
1
2
Lesenswert?

Herr Zuckerberg

In seinem europäischen Steuerloch findet, dass ohnehin alles in Ordnung ist-ein Blogeintrag sollte die letzten Bedenken ausräumen.

Andersdenkende dürfen sich in Eigenregie um Ihre veröffentlichten Daten kümmern, ein neues Passwort setzen und weiter über seine Einnahmequelle kommunizieren.

Alles in bester Ordnung wie immer.

Vielen Dank