Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Teure ÜberziehungenAK-Test: Bis zu 14 Prozent Minuszinsen bei Girokonten

Minuszinsen maxi, Pluszinsen mini: Wer sein Konto überzieht, muss mit bis zu 14 Prozent Zinsen rechnen, Zinsen für Guthaben seit langem bei null festgefahren.

Immer mehr Leistungen kosten extra, zeigt eine Analyse des AK-Bankenrechners bei 36 Banken © studio v-zwoelf - stock.adobe.co
 

Ein neues Gehaltskonto kostet im Schnitt 125 Euro im Jahr, haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) ermittelt. Dabei sind die Zinsen für Geld am Konto seit langem bei praktisch Null, während die Zinsen für Überziehungen bis zu knapp 14 Prozent betragen können. Immer mehr Leistungen kosten extra, zeigt eine Analyse des AK-Bankenrechners bei 36 Banken.

Banken verlangen neben der Kontoführung Zusatzspesen für beleghafte Transaktionen, etwa herkömmliche Zahlscheinüberweisungen, Schaltertransaktionen, zum Beispiel Bargeldeinzahlungen sowie Kontoauszüge. Auch Pauschalkonto heiße nicht all inclusive, räumte AK-Konsumentenschützer Christian Prantner ein. Es sei oft nicht einfach, die Extraleistungen zu erfassen.

Top 5-Banken

Bei den Gehaltskonten hat die Arbeiterkammer Dadat, easybank, Hello Bank, Anadi Bank sowie Sparda als Top 5 herausgestrichen. Ähnlich schaut es bei Online-Gehaltskonten aus: Hier führt die AK als Top 5 Dadat, Hello Bank, easybank, Austrian Anadi sowie bankdirekt.at an. Ein Vergleich zwischen klassischer und reiner Online-Nutzung zeige, dass es beim konsequenten Online-Banking Ersparnis bei den jährlichen Kontokosten gibt.

Hilfe bei "Übersiedlung"

Die Arbeiterkammer rät, Zinsen zu verhandeln und zu klären, ob die Zinssätze für Guthaben und Überziehung fix oder variabel sind. Wer seine Bank wechseln möchte, dem muss die neue Bank bei der "Übersiedlung" des Kontos helfen, so die AK.

Kommentare (2)
Kommentieren
pescador
11
7
Lesenswert?

Verstehe ich nicht

Ein Konte muss man ja nicht überziehen. Dann fallen auch keine Minuszinsen an.

tenke
1
7
Lesenswert?

Es wäre auch angebracht, im Artikel zu erwähnen,

WARUM diese Banken das Ranking anführen. Denn würden auch sie ihren Anteil an der Bereitstellung von Infrastruktur (Bankomat: Anschaffung, Wartung, teure Bargeldbeschaffung,....) leisten, könnten sie sich von ihrer bequemen Position verabschieden. Eine Gesetzesänderung hinsichtlich Verrechnung und Verteilung der Kosten auf alle Banken ist längst überfällig!!!! Liebe Kleine Zeitung, ein Artikel darüber wäre auch höchst interessant!