Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Handelsverband warnt"Coronatest bei Kauf von Wurstsemmel oder Unterhose? Absurd!"

Klare Mehrheit von 77 Prozent der Bevölkerung gegen Zutrittstests beim Einkauf. Zutrittstests bedeuteten Umsatzverluste von 280 Millionen Euro pro Woche in Ostösterreich. Wirtschaft in Ostösterreich schwer enttäuscht

"Die Vorstellung, vor dem Kauf einer Wurstsemmel oder einer Unterhose einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, ist schlicht absurd"
"Die Vorstellung, vor dem Kauf einer Wurstsemmel oder einer Unterhose einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, ist schlicht absurd" © APA/Barbara Gindl
 

"Zutrittstests in den Geschäften würden kaum etwas an den Corona-Fallzahlen ändern, aber bis zu zwei Drittel aller Umsätze im Handel vernichten. Diese sinnlose Maßnahme würde tausende Unternehmen in ihrer Existenz gefährden und zehntausende Arbeitsplätze kosten. Daher ersuchen wir Bundeskanzler Kurz, ein Machtwort zu sprechen, um diese Regelung für den Handel abzuwenden", erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer Aussendung.

"Wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Desaster"

"Wir reden hier allein in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland von 280 Millionen Euro Umsatzverlust pro Woche im Non-Food Handel. Diese Regelung wäre für den Handel ein wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Desaster. Daher lehnen die österreichischen Händler Corona-Eintrittstests kategorisch ab", ergänzt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Die tägliche Praxis zeige, so der Handelsverband weiter, dass die strengen Hygienemaßnahmen und Sicherheitsauflagen von den Geschäften flächendeckend eingehalten werden. Die Konsumentinnen und Konsumenten hielten  den Mindestabstand von 2 Metern "vorbildlich" ein und tragen beim Einkauf eine FFP2-Maske. Vor diesem Hintergrund wären Zutrittstests im Non-Food Handel "die ultimative Bestrafung" und wissenschaftlich nicht haltbar.

"Corona-Eintrittstests weder sinnvoll noch praktikabel"

"Gerade für den Einzel- und Großhandel sind derartige Corona-Eintrittstests auch aufgrund der begrenzten Aufenthaltsdauer nicht notwendig. Wir haben in den Geschäften eine durchschnittliche Einkaufsdauer von lediglich 13 Minuten. Daher wären verpflichtende Corona-Eintrittstests weder sinnvoll noch praktikabel. Die Vorstellung, vor dem Kauf einer Wurstsemmel oder einer Unterhose einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, ist schlicht absurd", so Branchensprecher Rainer Will.

Weitere Reaktionen

Die neuen Coronamaßnahmen in der Ostregion stoßen teils auf wenig Gegenliebe. So auch bei den Friseuren, die rund um Ostern schließen müssen. "Es ist eine schlimme Situation, weil das Ostergeschäft wichtig ist", sagte Bundesinnungsmeister Wolfgang Eder. "Normalerweise ist das eine gute Zeit für Friseure."

Heftige Kritik aus dem Burgenland

Die Wirtschaftskammer Burgenland (WK) hat am Donnerstag heftige Kritik am Lockdown in Ost-Österreich über Ostern geübt. "Die Maßnahmen, um den neuerlichen Lockdown zu verhindern, waren vorhanden und hätten schon viel früher umgesetzt werden müssen", betonte WK-Präsident Peter Nemeth. Die Infektionen würden bei Garagenpartys und Ähnlichem erfolgen, dennoch würden die Betriebe dafür bestraft.

Die Unternehmen müssten aus seiner Sicht nun zumindest entschädigt werden. Das Burgenland sei das einzige Bundesland, das noch keine Entschädigungen aus dem Epidemiegesetz ausgezahlt habe. "Über 4.000 Anträge wegen entschädigungspflichtigen Quarantäne-Bescheiden der Bezirkshauptmannschaften liegen seit mehr als einem Jahr unerledigt im Landhaus", betonte Nemeth. Sollten die Zahlungen weiter ausbleiben, überlege man eine Klage.

Die burgenländische Wirtschaft sei "schwer enttäuscht und getroffen", besonders der Handel und der Tourismus. Anstatt der von der Landespolitik angekündigten möglichen Lockerungen werde nun weiter zugesperrt, obwohl die Betriebe viel Geld in Präventionskonzepte investiert hätten. Außerdem könnten die Betriebe nicht die Zugangsbeschränkungen kontrollieren. "Wir sind Unternehmer und arbeiten für unsere Kunden, wir sind nicht deren Polizei", betonte Nemeth.

Auch FPÖ-Chef Norbert Hofer schoss sich auf die geplante Testpflicht im Non-Food-Handel ein. Der Oppositionspolitiker warnte vor weitreichenden Konsequenzen: "Eine Differenzierung zwischen Lebensmittelhandel und dem 'Non Food'-Bereich ist nicht evidenzbasiert. Eine FFP2-Maske, wie sie auch bisher schon vorgeschrieben ist, muss reichen. Zusätzlich gibt es ja auch noch zwei Meter Abstand sowie eine maximale Kundenanzahl im Geschäft - abhängig von der Verkaufsfläche."

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) sorgte sich wegen der angekündigten generellen FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen um schwangere Arbeitnehmerinnen. "Eine sofortige bezahlte Freistellung aller schwangere Arbeitnehmerinnen ist unumgänglich", so ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Korinna Schumann. Sie argumentierte damit, dass Schwangere grundsätzlich keine FFP2-Masken tagen dürften und speziell gefährdet seien. "Es muss im Interesse der Bundesregierung sein, dass Frauen und ihre ungeborenen Kinder während der Corona-Pandemie bestmöglich geschützt werden."

 

Kommentare (16)
Kommentieren
ritus
3
14
Lesenswert?

Abstand 2 m?

Seh ich nirgends in größeren Geschäften, da gehts sehr oft echt eng zu. In kleinen Geschäften gehts besser, ist auch leichter kontrollierbar.
Maske wird von fast allen getragen, meine Beobachtung.
Wenn notwendig, werd ich meinen Einkauf eben noch mehr überdenken und konzentrieren. Das klassische Shopping (also nix brauchen, aber in Geschäften bummeln und spontan Dinge kaufen, die dann selten verwendet werden) ist vorerst einmal aus. Ein sehr großer Verlust für den Handel, das ist schon klar, könnte aber auch jene zum Nachdenken anregen, die täglich in mehreren Geschäften eingekauft haben.

zafira5
14
30
Lesenswert?

Uninteressant

Glaubt wirklich jemand das die Meinung von 77% der Bevölkerung diese
Wahnsinnsregierung mit ihren Beratern interessiert.

Die 77% gehen ihnen beim Ar..h vorbei.

So sieht die Wahrheit aus.

checker43
16
3
Lesenswert?

Der

Anteil der Unmündigen ist geringer. Man muss halt diese Leute wie Kinder behandeln, die etwas nicht verstehen können.

bernie66
3
29
Lesenswert?

Sinn nur für Finanzminister

Da die Geschäfte ja offiziell offen haben, Gibt es keine Unterstützung durch das Ministerium, wahrscheinlich aber starke Umsatzeinbußen!

checker43
4
1
Lesenswert?

Es

gibt auch für offene Geschäfte Unterstützung, wenn die Anspruchskriterien erfüllt werden.

lilith73
14
47
Lesenswert?

nichts mehr einkaufen

Ganz einfach, wenn ich einen Test machen muss, dafür bezahlen und noch warten, dann geh ich nicht mehr einkaufen, genauso wie nicht mehr zum Friseur. Ich warte bis dieser Wahnsinn ein Ende hat.

ritus
11
3
Lesenswert?

Sie können sich ja alles liefern lassen...

...wenn das so ein großes Problem für Sie ist. Wer natürlich täglich nur eine Wurstsemmel und eine Unterhose kauft, hat sowieso ein Problem.

SoundofThunder
18
14
Lesenswert?

🤔

Dann muss man sich halt überlegen wie oft man einkaufen geht. Statt täglich wegen dem frischgebackenem Brot halt einen Großeinkauf in der Woche. Wo ist das Problem? Und zum Friseur geht man auch nicht jeden Tag.

sigridmaria
25
38
Lesenswert?

Warten

Welch ein Luxus-Problem für einen Österreicher irgendwo ein bisschen zu warten und sich ohne vorzudrängeln anzustellen.
Übrigens sind die Tests in Österreich gratis.

Mscheidl
7
20
Lesenswert?

Gratis ?

In welcher Welt leben sie? Indirekt ist da gar nichts gratis !! Glauben sie ernsthaft, d die Politiker ihnen diesen Test laufen.

XStoneX
20
29
Lesenswert?

Welch ein Schwachsinn!

Wer zahlt die Tests? Wir arbeitende Bürger! Ich freue mich schon auf die massiven Steuererhöhungen in den kommenden Jahren. Und das alles bei einer Sterblichkeitsrate bei COVID-Erkrankten (wovon auch noch Zahlen manipuliert werden) von unter 1%. Warum müssen wir uns die Maßnahmen überhaupt noch gefallen lassen? Rettet unsere Wirtschaft! Retten wir unsere Zukunft! So geht es nicht mehr weiter!

floecking
17
7
Lesenswert?

Arbeitende Bürger

Sie sind aber ein braver. Noch nicht ganz kapiert um was es geht. Wird schon werden, gell.

DannyHanny
13
13
Lesenswert?

XStoneX

" Retten wir unsere Zukhnft"...... Gute Idee!
" Retten wir so viele Menschenleben wie möglich......Die bessere Idee!

MISS_S
6
40
Lesenswert?

Naja.....

Somit lebe der online Shop weil einkaufen geht dann keiner mehr...

ronin1234
21
49
Lesenswert?

Reaktion

Ich will schon keine Zeitung etc. mehr lesen.Diese öffentliche Jammerei und Meckerei geht mir schon so auf den Wecker. Jeder warnt in der Gegend herum,ist ja schon inflationär. Ich habe auch ordentliche Einbußen und jammere nicht herum. Es ist eben eine Pandemie und wird nicht die letzte sein.

SoundofThunder
0
18
Lesenswert?

👍🏼

Hoffentlich die letzte die wir erleben!