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Mit 1. FebruarRHI Magnesita verkauft zwei nicht profitable Töchter

Der österreichisch-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita verkauft die norwegische und irische Gesellschaft an die deutsche Private-Equity-Gesellschaft Callista, die auf den Kauf defizitärer Konzerntochterunternehmen spezialisiert ist.

RHI Magnesita verkauft zwei nicht profitable Tochtergesellschaften © Markus Traussnig
 

Der börsennotierte österreichisch-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita "optimiert" derzeit eigenen Angaben zufolge sein weltweites Standortnetz und hat nun zwei Gesellschaften an die deutsche Private-Equity-Gesellschaft Callista verkauft, wie das Unternehmen Mittwochabend bekanntgab. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Konkret wechseln die norwegische RHI Normag AS mit Sitz in Porsgrunn und die irische Premier Periclase mit Sitz in Drogheda per 1. Februar in die Hände der neuen Eigentümerin. Das Management der beiden RHI-Einheiten werde auch weiterhin für das Tagesgeschäft verantwortlich sein, hieß es. Mitarbeiter von Callista wiederum werden die neu erworbenen Gesellschaften bei "wesentlichen organisatorischen und strategischen Projekten unterstützen", teilte der Mutterkonzern mit.

Akquisition von defizitären Konzerntöchtern

Die Unternehmensgruppe Callista hat ihren Sitz in München und ist laut Firmenhomepage auf die Akquisition von "defizitären, in Sondersituationen befindlichen Konzerntochterunternehmen, Konzernrandaktivitäten und Geschäftseinheiten" spezialisiert. Der Erfolg des Unternehmens beruhe auf der im Anschluss durchgeführten Sanierung. Die norwegische Tochter war aufgrund von technischen Problemen schon viele Jahre ein Sorgenkind von RHI Magnesita.

Vier Werke in Österreich

RHI Magnesita beschäftigt den Angaben zufolge rund 13.000 Arbeitnehmer an 35 Hauptproduktionsstandorten und mehr als 70 Vertriebsbüros. Der Konzern will sich strategisch auf jene Länder und Regionen fokussieren, von "dynamischeren Wirtschaftswachstumsaussichten" profitieren. In Österreich hatte RHI Magnesita Mitte 2020 - nach Schließung des Werks in Trieben (Steiermark) - 1800 Mitarbeiter. Hierzulande betreibt der Rohstoffkonzern vier Werke - zwei in der Steiermark (Veitsch, Breitenau), eines in Kärnten (Radenthein) und eines in Tirol (Hochfilzen). Hinzu kommen der seit 120 Jahren bestehende Forschungscluster in Leoben sowie der Firmensitz in Wien.

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umo10
1
7
Lesenswert?

Uff, hoffentlich ist radenthein nicht der nächste Standort

Irgendwie hat man das beim Verkauf von radex an magnesita schon denken können.