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Wirtschaftsfaktor BeethovenSeid umschlungen, Millionen

Die Marke Ludwig van Beethoven ist ein enormer Wirtschaftsfaktor – das treibt auch skurrile Blüten.

Von Streaming bis Strom – die Marke Beethoven als Kassenschlager. © Deutsche Post
 

Die Legende ist einfach zu schön, um durch historische Fakten zertrümmert zu werden. Bis heute hält sich die Geschichte, dass wir es Ludwig van Beethoven zu verdanken haben, dass die Laufzeit einer CD exakt 74 Minuten beträgt. Als die Compact Disc Anfang der 1980er-Jahre auf den Markt kam, soll der damalige Vizechef des Sony-Konzerns, Norio Ohga, ein ausgebildeter Opernsänger, Beethovens neunte Symphonie als Maßstab angelegt haben. Diese ohne einen lästigen Wechsel des Tonträgers durchzuhören, war sein Wunsch. Die Techniker sollen sich dann an der längsten Variante, die damals zur Verfügung stand, orientiert haben: einer Aufnahme von Wilhelm Furtwängler aus dem Jahr 1951. Spieldauer: 74 Minuten. Auch wenn diese Erzählung wohl nur in Spurenelementen zutrifft, hält sie sich hartnäckig. Die CD ist indes längst zu einem Auslaufmodell geworden.

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