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November-Zahlen Rekord: Erstmals war jeder zehnte Neuwagen ein Elektroauto

Auch im November wurden in Österreich weniger Neuwagen zugelassen. Bei Pkw lag der Rückgang bei 13,8 Prozent, in elf Monaten bei 26,6 Prozent. Zuletzt war aber erstmals mehr als jeder zehnte Neuwagen ein Elektroauto.

© (c) industrieblick - stock.adobe.com
 

Die Coronakrise dämpft weiter die Autokäufe in Österreich. Im November betrug das Minus bei den Pkw-Neuzulassungen im Jahresabstand 13,8 Prozent auf 20.055 Stück. Das war ein etwas stärkerer Rückgang als im Monat davor. Bei den Kfz-Neuanmeldungen insgesamt betrug der Rückgang 7,8 Prozent auf 25.976, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Bei der Elektromobilität war der November hingegen ein Rekordmonat: Erstmals knackten E-Autos bei den Pkw-Zulassungen die 10-Prozent-Marke, und es wurde mit 2067 neuen E-Autos erstmals die 2000er-Marke bei den Neuzulassungen durchbrochen, freute sich Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne): "E-Autos sind auf Österreichs Straßen angekommen."

Bei den einzelnen Modellen habe sich im November erstmals ein E-Auto einen "Stockerlplatz" bei den Neuzulassungen gesichert, so Gewessler: Der VW ID3 war mit 523 Neuzulassungen das drittbeliebteste Auto in Österreich hinter VW Golf und Skoda Octavia.

Starkes Plus bei Hybrid-Pkw

In den elf Monaten zusammen sank die Zahl der Kfz-Neuzulassungen laut Statistik Austria um 21,5 Prozent auf 320.779 Stück, bei Pkw um 26,6 Prozent auf 224.968 - heuer hatte es bisher lediglich im September ein leichtes Plus im Jahresabstand gegeben.

44,2 Prozent der von Jänner bis November neu angemeldeten Pkw (oder 99.408 Stück) verfügten über einen Benzinantrieb (-40,0 Prozent), 37,0 Prozent waren Diesel-Pkw (83.304 Stück, -29,0 Prozent). Neuzulassungen von Pkw mit Elektroantrieb gab es mit 12.581 um 47,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, Benzin/Elektro-Hybrid-Pkw mit 22.271 um 100,9 Prozent mehr, also doppelt so viele. Auch bei Pkw mit Diesel/Elektro-Hybridantrieb gab es mit einem Plus von 94,9 Prozent auf 7.009 beinahe eine Verdopplung.

Bei den 12.581 reinen Pkw-E-Autos von Jänner bis November hatte der Hersteller Tesla mit 2.479 Stück (19,7 Prozent Anteil, aber -7,7 Prozent im Jahresabstand) die Nase vorn, gefolgt von Renault mit 1.799 Stück (14,3 Prozent Anteil, +108,7 Prozent), VW mit 1.658 (13,2 Prozent bzw. +127,1 Prozent) und Kia mit 1.211 Stück (9,6 Prozent Anteil; +125,9 Prozent). Danach folgten in den E-Auto-Top-10 Hyundai, Audi, BMW, Peugeot, Seat, Opel.

Die beliebtesten Auto-Marken

Die höchsten Anteile nach Marken verzeichneten von Jänner bis November bei den Pkw-Neuzulassungen VW mit 15,5 Prozent, gefolgt von Skoda mit 9,8 und Seat mit 6,6 Prozent. Wie im Vormonat Oktober mussten alle Top-10-Marken zweistellige Rückgänge im Jahresabstand hinnehmen: Opel um 46,9 Prozent, Ford um 29,5 Prozent, VW um 29,1 Prozent, Hyundai um 27,3 Prozent, Renault um 24,7 Prozent, Seat um 22,2 Prozent, BMW um 19,6 Prozent, Mercedes um 16,2 Prozent, Skoda um 14,4 Prozent und Audi um 13,9 Prozent.

Kommentare (13)
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GordonKelz
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Das CORONAAUTO ( Man kommt nicht weit)

Weil man ohnehin nirgends hin darf!
Werde es zwar nicht mehr erleben, aber die Zukunft des Autos ist eine andere!
Gordon Kelz

nijinsky
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Komische Teslas

In der Stadt sind sie die ersten an der roten Ampel, aber auf der Autobahn zockeln sie mit 100 LKWs hinterher. Sinnvolles Prinzip.

Zum Artikel: Kein Wunder, dass der Marktanteil der E Fahrzeuge steigt, wenn Privaten und Firmen die staatlichen Förderungen finanziert durch den Steuerzahler nur so hineingeschoben werden.

Stratusin
12
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Mir stehen die Verbrenner auf der Autobahn immer im Weg.

Wegen dem IG-L fahren sie mit 105 Km/h auf der linken Spur herum. Dabei dürfte ich doch 130 fahren. Verbrenner sind Blockierer.

schadstoffarm
5
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nennt sich Physik

mit der Geschw. steigt der Verbrauch.

schadstoffarm
12
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scio

warum ist das BEV allen anderen Antrieben unterlegen und kommen die BEV Käufer überhaupt vom Händler bis nach Hause ? Du kennst dich aus und es wäre wieder Zeit für Negativwerbung.

scionescio
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@ArmerSchadstoff: bei dir ist Hopfen und Malz verloren, aber als Tesla Fanboy hast du sicher eine schlüssige Erklärung, warum bei Tesla ein Rückgang von 7,7 Prozent stattgefunden hat und Renault, VW und KIA über 100% zugelegt haben ...

... meine Erklärung wäre, dass das Segment der naiven Angeber, die noch keinen Tesla haben, immer mehr schrumpft und sich rationale Konsumenten so eine überteuerte, qualitativ schlechte und gefährliche Kiste nicht kaufen, weil die auch wissen, dass es unangenehm werden kann, wenn man monatelang auf Ersatzteile warten muss.
Wie sieht die Tesla-Marketingabteilung das?

Stratusin
9
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Reg dich nicht auf!

in 10 Jahren gibt es gebrauchte Teslas, die auch für deine Einkommensklasse passt.

Miraculix11
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Billige Teslas gibt es bald

Nämlich die mit hinigen Batterien.
Die ersten Modell S wurde 2012 ausgeliefert, also vor 8 Jahren. Und es wird nicht mehr lange dauern und Batterien machen das was Lithium Batterien so an sich haben: Sie werden irgendwann nicht mehr aufladbar sein. Dann werden ganz billige Teslas zu haben sein.

scionescio
6
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@OhneSinn: schon jetzt gibt es mehr gebrauchte Teslas als Käufer dazu - ein Model X ist so ziemlich der hässlichste und schnellste Weg, einen grandiosen Wertverlust zu erzeugen ...

... und wenn es in zehn Jahren Tesla nicht mehr gibt, werden die Fahrer für die Entsorgung der Akkus in ihren wertlosen Kisten ordentlich zur Kassa gebeten werden - da ist geschenkt dann noch zu teuer ;-)

Klemens123
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Fertig getestet

So wie es Audi bereits gesagt hat können sie es sich nicht leisten schlecht getestete Autos auf den Markt zu bringen. Tesla tut das zum Leid des Verbrauchers damit konnten sie bis vor kurzem noch Punkten.
Allerdings haben sehr viele renommierte Hersteller heuer endlich Marktreife Autos an des Start gebracht und geben den Verbraucher somit eine alternative zum Tesla, welche gott sei dank sehr gut angenommen wird.

scionescio
6
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@Klemens123: Genau so ist es und je mehr rennomierte Autobauer mit ordentlich getesteten und qualitativ guten Fahrzeugen auf den Markt kommen, desto schneller wird die Tesla Blase platzen - einen Tesla bekommst du mittlerweile in drei Wochen, weil sich immer weniger Käufer finden (alle anderen haben viel längere Lieferzeiten) ...

... bei Software spricht man von "Banana-Ware" - die reift auch erst beim Kunden....
Schlimm daran ist nur, dass bei einem Softwarefehler in einem Consumerproduct meistens nur Ärger entsteht (zB Handy stürzt ab), bei einem Auto dagegen Menschen sterben können (zB wegen des fehlerhaften Autopiloten bei Tesla).
Blöd ist auch, dass selbst eine Baureihe wie das Model S, dass nun schon viele Jahre auf dem Markt ist, noch immer viele Kinderkrankheiten der ersten Serie hat, weil sich Tesla keine richtige Modellpflege bei der Hardware leisten kann, sondern die Fanboys hauptsächlich tollen Ankündigungen (zB alle Teslas fahren 2020 autonom ...) und mit Software-Gimmicks bei Laune hält (zb furzende Blinker und Videospiele, um sich die Zeit während der Ladepausen zu vertreiben).

schadstoffarm
9
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ein echter scio

die "fertige" Software wird es nicht geben, weder bei Tesla noch sonst wo. Der VW Zampano weiß das und will halt Nostalgie wecken und auf Sankt Nimmerlein vertrösten. Verabschiede dich von den alten Kamellen die Autos über Spaltmaße und dem Türzuschmeißklescher zu definieren.

schadstoffarm
8
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die Tesla-Marketingabteilung

sieht wahrscheinlich von Negativwerbung ab weil das die gesamten Branche drückt. Und darauf hinweist selbst keine positiven Argumente zu haben.