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Kommentar Kaufhaus Österreich: Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Österreichs Handel braucht mehr digitale Schlagkraft. Die jetzt vorgestellte Plattform "Kaufhaus Österreich" scheint dafür aber das falsche Instrument.

Das Kaufhaus Österreich startete mit technischen Problemen
Das Kaufhaus Österreich startete mit technischen Problemen © Screenshot
 

Die Erregung auf digitalen Plattformen kommt meist geballt und ungeschönt, kennt für gewöhnlich aber kürzere Halbwertszeiten. Im Falle des "Kaufhaus Österreich" scheint das anders zu sein. Seit die Plattform für heimische Online-Händler am Montag von der Wirtschaftsministerin und dem Wirtschaftskammer-Präsidenten präsentiert wurde, flaut die Kritik nicht ab. Im Gegenteil. 

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Plattform

...die Webseite ist denke ich kein Shop sondern eine Plattform; aber macht eh nix, am Besten alles bei A... bestellen und das in Ö verdiente Geld ins Ausland schicken.
Wir brauchen eh keine regionalen Arbeitsplätze...Lehrstellen; die Lebensqualität regional zu arbeiten und nicht pendeln zu müssen ist ja egal; wir brauchen auch keine regionalen Unternehmen die Vereine unterstützen, Maturazeitungsinserate....uvm; die Gemeinde braucht auch kein Geld für Kindergärten, Schulen, etc. etc. kriegst ja eh alles billig bei A...
Und nicht vergessen, alles kritisieren - auf keinen Fall etwas Positives in einer Aktivität sehen...
Alles Gute und gesund bleiben!

Mein Graz
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@Gerhard Ertl

Noch eine Plattform ist so unnötig wie ein Kropf - kein Mensch braucht so was.
Eine Plattform, auf der die Suche nicht funktioniert, die eine Umkreis-Beschränkung nicht erkennt, die auf noch nicht existierende Seiten führt, und wenn die Seiten vorhanden sind muss man sich auf jeder extra anmelden - die wird NIEMAND benutzen! Und deshalb werden sich Amazon & Co. darüber schief lachen!
Die Seite sollte besser "Kleinkrämerladen der vereinigten österreichischen Dilettanten" heißen!

Was Österreich braucht ist ein Angebot, wo man sich ein Mal anmeldet, die Waren über die Seite direkt bestellen kann ohne weiter geleitet zu werden, eine funktionierende Suchfunktion usw.

Bevor ich auf genannter Seite mühselig was suche bemühe ich eine Suchmaschine meiner Wahl. Da kommen die Ergebnisse rasch und zuverlässig, und auf die jeweilige Seite kann ich auch von dort aus gehen.

Noch eines, bitte sag mir 4 positive Dinge, die du auf dieser "Kaufhaus-" Seite gefunden hast.

SagServus
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Plattform ...die Webseite ist denke ich kein Shop sondern eine Plattform

Was für eine Plattform soll das sein?

Wenn ich einen USB Adapter suche, bekomme ich als Ergebnis unter anderem einen Shop mit Suppenwürfelprodukten und eine Kosmetikerin deren einziges elektronisches Gerät irgendein ein Frequenzmodul ist.

Die 700k€ hätte man entweder der Post zur Weiterentwicklung von Shöpping.at geben können oder den geizhals Leuten.

Denn das sind wirklich Plattformen, wo man shoppen kann.

tupper10
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Sorry, Schramböck-Pressesprecher,

Aber an KHÖ *kann* man nichts Gutrs sehen.

mrbeem02
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DIE WIRTSCHAFTSMINISTERIN IST JA EXPERTIN

Die Dame war ja vor der Politik erfolglose Generaldirektorin bei A1, bzw. der Telekom. Wegen übergrossem Erfolg hat man sich dort von ihr von einem Tag auf den anderen getrennt. Jetzt sieht man halt ihre Expertise bei vielen ihrer Tätigkeiten. Sie ist wohl die grösste Versagerin in der Regierungsmannschaft.

hansi01
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Dort wo unser Politiker und hochrangige Beamte bemühen, kommt nichts raus.

Als Beweis, die Anmelde Plattform zum Covid Massentest . Hauptsache ist, dass viel, sehr viel Geld fließt und damit gewisse Säckel füllt.

HeWa66
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wie immer

die Kritik ist groß, jeder der nichts zu sagen hat, weis, wie es besser geht und funktionieren würde :-)
Nur die, die es entscheiden müssen, sind unfähig.
Jammern, nörgeln, kritisieren und Schuldzuweisungen, damit wird nie gespart.
Traurige Gesellschaft

Mein Graz
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@HeWa66

Wer für diese "Plattform" tatsächlich Lob findet muss schon sehr eingeschränkte Wünsche an das Einkaufen übers Internet haben.
Oder sehr parteipolitisch eingefärbt sein. EGDUSV.

Kristianjarnig
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Ein gute Lösung wäre ein Design ähnlich der Amazon Webseite gewesen.

Man tippt rein was man sucht, dann kommt eine Aufstellung der Suchmaschine was gefunden wurde.
Dann wählt man das passende aus und erreicht die Produktseite mit allen Informationen und allen verfügbaren Anbietern, aufgeschlüsselt nach Gesampreis(Produkt plus Lieferkosten). Was besonders wichtig ist, man findet dann auch Bewertungen der Produkte ABER auch der einzelnen Händler da wir wissen das sich da nach wie vor noch so manches schwarzes Schaf rumtreibt das dem Kunden nur Ärger beschert. Interessantes Extra wäre noch gewesen eine Preisstatistik des Produktes über einen längeren Zeitraum anzubieten, da erkennt man auf den ersten Blick ob das "Schnäppchen"(statt des UVP) wirklich so günstig ist oder nicht sowieso bereits vorher mal billiger war(und es damit auf mal wieder sein wird da überteuerte Produkte außer vor den Festtagen langfristig so keine Abnehmer finden würden).

Fertig.

Es gibt doch schon wunderbar funktionierende Seiten die zeigen WIE es richtig funktioniert.
Man hätte mit der genannten Summe sicher eine gute österreichische Shoppingseite realisieren können.
Stattdessen wurde eine Linksammlung(etwas was man auf Google und Co leicht selbst rausfinden kann) präsentiert.

Und dann wundern sich manche warum Amazon so groß geworden ist..... Bedenklich wenn den "Eliten" der Durchblick und das Wissen fehlt(sonst hätte man die Seite wohl kaum so stolz präsentiert).

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Danke...

...für die Aktivität. Die Idee ist TOP; zum Unterschied zu einer anderen Plattform, wo sich Unternehmen auch präsentieren können, kann man im "Kaufhaus Österreich" auch nach Ort und Postleitzahl suchen d.h. der kleine regionale Händler geht nicht in der Unmenge an "Bundesland-Einträgen" unter.
Nicht immer ist Produkt/Preis im Fordergrund, oft wollen die Interessenten wissen, bei welchem regionalen Händler sie überhaupt online einkaufen können.
Befüllt muss das Ding natürlich von den Händlern werden....

Mein Graz
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@Gerhard Ertl

Man kann im Kaufhaus nach Ort und Postleitzahl suchen und auch den Umkreis einschränken.
Hab ich gemacht: Graz, 20 km.
Gekommen sind Anbieter in Wien, Kärnten, Oberösterreich und Tirol.

Funktioniert wirklich ausgezeichnet, die Seite. 😡

Den Verantwortlichen hätt ich schon gefeuert und mein Geld zurück gefordert.

tupper10
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Schreibt da...

... der Pressesprecher von der Schramböck?

Lage79
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Haben Sie die Plattform getestet?

Da funktioniert nichts! 😜

politicus1980
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Schlechter geht nicht.

Die Seite ist mehr als eine bodenlose Frechheit. Wenn ein Informatikstudent so eine Arbeit abgibt fliegt er nicht nur aus dem Kurs sondern von der Uni. Anfang der 90iger Jahre wäre so eine Seite auch nicht gut, aber wohl noch ganz ok gewesen. Aber 2020!!!!! PS: Das ist wohl auch die einzige Seite die es gibt, die nicht auf Cookies hinweist, oder war das nur bei mir so?

joe1406
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Ahnungslosigkeit

Für 600.000 Euro hätte man 12.000 Firmen einen online Shop einrichten können. Das Problem ist nur die wollen keinen. Viel zu viel Aufwand, brauchen wir nicht, funktioniert eh nicht usw. usw. Alibiaktionen oben und unten. Mahrer präsentiert einen "Shop" den er nicht einmal selbst getestet hat (oder er hat noch nie online was bestellt), die Händler haben ihre Shoplinks reingetippt und basta. Endzweck: 600.000 Euro wurde verbraten - oder besser gesagt da hat wohl einer oder mehrere eine "Belohnung" bekommen. Unfähigkeit oder Freunderlwirtschaft - schwer zu sagen was schlimmer ist.

Lage79
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So is es!

👍🏼

tupper10
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Was mich auch wundert

Haben Schramböck und Mahrer das Ding nicht angeschaut, bevor sie es stolz präsentierten? Sowas schmeiß ich den Auftragnehmern doch um die Ohren und geh nicht an die Öffentlichkeit. Oder sind die echt so ahnungslos, dass sie nicht checken, welcher Schrott das ist??

Mein Graz
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Hr. Zottler hat sich tatsächlich sehr vornehm zurück gehalten

Diese Seite so zu präsentieren ist nicht ein Witz, sie ist eine Schande! Und dann darauf auch noch stolz zu sein zeigt, wie wenig Ahnung die Dam- und Herrschaften haben.

Eine Seite, die einfach nur eine Aufzählung von Anbietern ist, auf der die Suchfunktion nicht einmal als ungenügend bezeichnet werden kann, auf der die Links ins Leere führen weil die Anbieter noch keine Verkaufsplattform haben - ein Fiasko, für das garantiert niemand verantwortlich sein wird, für das irgend jemandem 620.000 (manche sprechen von 700.000) € in den Rachen gestopft wurden.

Ich hoffe, dass es da noch ein Nachspiel gibt. Es kann doch nicht sein, dass mein Steuergeld in solchen Aktionen versickert!

EvaPlatzer
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Frage....

Wer zahlt eigentlich die ganzseitige Werbung (Kaufhaus Österreich) in der heutigen Kleinen Zeitung ??
Kostenpunkt: zwischen 20000 & 30000 Euro!!!

Abgesehen davon dass sich die Sucheergebnisse (Kaufhaus Östereich) auch im Google locker darstellen lassen.
Anscheinend gibts aber noch genügend Geld (gerade in diesen Zeiten) welches man beim Fenster rauswerfen kann.....

blackpanther
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Offenlegung

welche Firmen hier die Arbeiten ausgeführt haben und wieviel sie dafür bezahlt bekamen! Unglaublich diese Geldverschwendung für ein Produkt, das ein paar IT Studenten locker nebenbei erstellt hätten - und dafür benötigte man 6 (!) Monate....

daberni
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Bundesrechenzentrum

Die technische Umsetzung ist gar nicht mal so schlecht.
Hier haperts ja schon am grundlegendem Konzept dass völlig sinnlos ist, und das wird ja wohl doch vom Ministerium als Auftrag bekommen sein. Wenn das Ministerium für Digitalisierung sowas beauftragt weiß man eh schon, dass es die nächsten Jahre in dem Bereich genauso mau ausschauen wird.

Mein Graz
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@daberni

Zur "technischen Umsetzung" gehört doch auch die Suchfunktion, oder sehe ich das falsch?

Und gerade diese Funktion ist so mangelhaft und fehlerbehaftet, dass ich den dafür verantwortlichen sofort feuern und mein Geld zurück verlangen würde!

Und das hat das Bundesrechenzentrum gemacht?
Dann wundert mich nicht, dass Österreich so hinterher hinkt und die einfachsten Server-Erweiterungen wie etwa für Corona-Daten-Erfassung nicht zeitgerecht erfolgen.

stprei
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Staatsfunktion

Das Kaufhaus Österreich ist leider nicht so toll geworden.

Grundsätzlich sollte man aber hinterfragen, ob es wirklich Aufgabe des Staates ist, hier Infrastruktur bereit zu stellen und die Aufgabe der Unternehmen zu übernehmen.

Ich denke, eine Handelsplattform zu betreiben oder ein "Telefonbuch" aller Onlineshops zu betreiben, ist nicht Aufgabe des Staates und auch nicht der Kammer. Anreize schaffen, begünstigte Abschreibungen, Förderungen, über all das kann man reden, sofern sie zur Zielerreichung beitragen und allen zu Gute kommen. Aber Kernfunktionen der Unternehmen an den Staat auszulagern, ist meines Erachtens ein falscher Zugang, über den man in Wirtschaftsministerium und Kammer intensiv nachdenken sollte.

Und jammern braucht auch keiner: Shöpping ist nicht wirklich gut, da steckt aber deutlich mehr Geld drin. Und die Auktionen bei KLeine, Krone und Co sind auch ein Beispiel für nicht ganz so tolles Webdesign...

RonaldMessics
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Da war...

...es schade um das Geld.
Ich würde gerne das Pflichtenheft an den Auftragnehmer lesen, wobei ich glaube, dass nicht einmal eines erstellt wurde.

Lage79
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Es kann hier kein Pflichtenheft...

gegeben haben 🤷🏻‍♂️ Interessant wäre auch, ob die Entwickler und der Projektmanager selbst die Plattform getestet haben - was ich auch bezweifle oder sagte das Team „wir haben alles getestet, die Suche funktioniert richtig super“! 👍🏼 Wohl kaum!! 😂

thj123
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Ergebnis ist natürlich zweitrangig

Es ist zu befürchten, dass die 700 000€ wieder mal in die politisch richtigen dunklen Hände geflossen sind.

Das Ergebnis ist dann natürlich zweitrangig.

Obwohl die Grundidee Spitze ist.
Ein wirklich gutes Produkt wäre vermutlich teurer gewesen und hätte noch längere Vorlaufzeit benötigt.

Leider ist zu vermuten das hier einfach nur der Arbeitsauftrag ausgeführt wurde. Denn für das Ergebnis sind 6 Monate Programmierung und 700 000€ absolut überbezahlt.

 
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