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Wegen SchuldenKrankenhäusern in Kroatien droht Medikamentenmangel

Großhändler stoppen Versorgung mit Arzneien. Spitälern schulden 576 Millionen Euro, Apotheken weitere 92 Millionen Euro. Gespräche mit Regierung über Schuldentilgung vorerst erfolglos.

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© APA/DPA/DANIEL REINHARDT
 

Kroatischen Krankenhäusern droht wegen Schulden demnächst ein Medikamentenmangel. Die Großhändler verweigern den Spitälern die weitere Versorgung mit Arzneimittel und medizinischen Material, solange deren Schulden von 4,3 Milliarden Kuna (567 Millionen Euro) nicht teilweise beglichen werden. Laut Medienberichten könnten drei Viertel aller Krankenhäuser des Landes davon betroffen sein.

Die Großhändler fordern, dass der kroatische Staat bis Jahresende die Schulden in der Höhe von 2,7 Milliarden Kuna (356 Millionen Euro) begleicht und dass für den Rest ein Tilgungsplan vereinbart wird. Bisherige Gespräche zwischen den Großhändlern und den zuständigen Ministerien waren erfolglos.

Regierungsangebot abgelehnt

Am Montag haben die Großhändler das Regierungsangebot über eine Tilgung von 200 Millionen Kuna (26,4 Millionen Euro) abgelehnt. Ohne Budgetausgleich sei mehr derzeit nicht möglich, argumentierte die Regierung, die sich inmitten der Corona-Pandemie unter Druck gesetzt fühlt. Die Händler betonen hingegen, dass sie dem Gesundheitssystem keine Kredite mehr gewähren können, weil sie wegen Verlusten selbst mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben und auch keine Bankkredite mehr bekämen.

Fünf Milliarden Kuna Schuldenberg

Der gesamte Schuldenberg gegenüber den Großhändlern beläuft sich auf 5 Milliarden Kuna (660 Millionen Euro). Zusätzlich zu den Krankenhäusern haben nämlich auch die Apotheken rund 700 Millionen Kuna (rund 92 Millionen Euro) an Schulden angehäuft. Das liegt daran, dass die staatliche Krankenkasse gegenüber den Apotheken mit Zahlungen in Verzug ist, sodass diese die Großhändler nicht bezahlen können.

Großhändler stellen Versorgung ein

Wie kroatische Medien berichten, haben die Großhändler am Dienstag bereits die Versorgung von über 30 Krankenhäusern eingestellt, deren Schulden älter als ein Jahr sind. Die Krankenhäuser haben deswegen noch keine Probleme gespürt, weil ihre Vorräte vorerst ausreichen.

Kommentare (4)
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AIRAM123
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13
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Korrupt bis unter die Zehennägel

...

WASGIBTSNEUES
20
22
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Urlaub

aber wichtig ist das ab Freitag wieder tausende Österreicher nach Kroatien fahren um die Herbstschulferien zu genießen und im Anschluss.. kennen wir schon. Hoffentlich müssen sie das alles selbst bezahlen...

hermannsteinacher
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3
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Wer andrer wird ihnen den Urlaub wohl nicht bezahlen,

oder?;-)

100Hallo
1
11
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Geld

Aber die Patienten haben sie schon bezahlt.