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Minus von 14,3 ProzentCoronakrise: "Größter Einbruch der Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg"

Die Zahlen der Statistik Austria zeigen nun klar auf, wie stark Österreichs Wirtschaft zwischen April und Juni geschrumpft ist.

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Symbolbild © bannafarsai - stock.adobe.com
 

Die Wirtschaftsleistung in Österreich ist nach dem Corona-Lockdown im März in den Folgemonaten April, Mai und Juni um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal eingebrochen. Gegenüber dem Vorquartal betrug das Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) real, also saison- und arbeitstagbereinigt, 12,1 Prozent. "Das ist der kräftigste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg", teilte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Montag mit.

Die Statistik Austria gab am Montag entsprechende vorläufige Berechnungen bekannt. Demnach fiel der Einbruch stärker aus als zuletzt von Wirtschaftsforschern erwartet. Das Wifo ging Ende August von einem Minus von 12,5 Prozent aus. Mit dem starken BIP-Rückgang im zweiten Quartal ist Österreich aber nicht allein. Weltweit brach im zweiten Quartal die Wirtschaftsleistung massiv ein. In den meisten europäischen Ländern was das Minus zweistellig.

Dienstleistungssektor strak getroffen

Schon vor dem Lockdown-Quartal war die heimische Wirtschaft im Rückwärtsgang. Im ersten Quartal 2020 betrug das Minus 3,4 Prozent. Die Ausgangsbeschränkungen, um den Ausbruch von SARS-CoV-2 in Österreich einzudämmen, waren Mitte März verhängt worden, schon im Jänner und Februar litten exportorientierte Firmen unter dem Ausbruch in China.

Dazu kam, dass die Wirtschaft sich schon vor der Pandemie abkühlte. Im Jahr 2019 war die österreichische Wirtschaft real um 1,4 Prozent gewachsen, wie das nun veröffentliche vorläufige Ergebnis zeigt. 2018 betrug das BIP-Plus noch 2,6 Prozent. Für das heurige Krisenjahr 2020 erwarte Wifo und IHS einen Einbruch von rund 7,0 Prozent und nächstes Jahr ein Wachstum zwischen vier und sechs Prozent.

Wie aus den Berechnungen der Statistik Austria hervorgeht, haben die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 in Österreich in den drei Monaten nach dem Lockdown vor allem in weiten Teilen des Dienstleistungssektors deutliche Spuren hinterlassen. Der stärkste reale Rückgang mit 61,1 Prozent zum Vorjahresquartal und 65,2 Prozent zum Vorquartal entfiel auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie, gefolgt vom Unterhaltungs- und Kulturbereich, der gegenüber dem Vorjahresquartal um 35,3 Prozent und zum Vorquartal um 27,0 Prozent abstürzte.

Exporte mit TIefststand

Andere Bereiche wie das Wohnungswesen, das Gesundheitswesen oder die öffentliche Verwaltung sowie auch die Informations- und Kommunikationsbranche waren kaum betroffen. Bei Mieten, Strom, Heizung sowie bei Lebensmittel und Getränken wies der private Konsum Zuwächse auf. Insgesamt lag er aber um 16,1 Prozent unter dem zweiten Quartal 2019. Auch die Investitionen gingen deutlich zurück.

Die Industrie wurde von den Auswirkungen der Pandemie in einem schon zuvor schwachen Umfeld getroffen. Ähnlich wie im Außenhandel setzte der Rückgang bereits Ende 2019 ein und erreicht im zweiten Quartal 2020 mit einem Minus von 15,6 Prozent zum Vorquartal und 18,4 Prozent zum Vorjahresquartal einen vorläufigen Tiefststand.

Der wirtschaftliche Einbruch spiegelte sich auch in den Beschäftigungskennzahlen wider. Die Kurzarbeitsregelung trug zum Rückgang der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden bei (-12,9% gegenüber dem Vorquartal, -16,6% zum Vorjahresquartal), hielt jedoch zugleich den Rückgang der Beschäftigung in Grenzen (-4,5% gegenüber Vorquartal, -4,9% zum Vorjahresquartal).

Die Krise machte sich auch in der Geldbörse und am Konto der Österreicher bemerkbar. Das Arbeitnehmerentgelt fiel im zweiten Quartal 2020 um 7,2 Prozent (nominell, bereinigt) gegenüber dem ersten Quartal 2020 und um 6,2 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2019, wie aus den Zahlen der Statistik Austria hervorgeht.

 

 

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haraldk1969
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Mit dieser Regierung kein Wunder

Mit dieser Regierung kein Wunder,und es wird noch schlimmer werden im Winter umd Frühjahr 2021.

samro
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eher mit dieser

bevoelkerung kein wunder.
lesen sie mal wie das in italien geht
dort gehts halt.
warum?
weil man die toten gesehen hat und nicht jammert dass es keine gab.

samro
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ich lese heute hier schon die schweden lobby

wie waers dann auch gleich mit dem brasilienvergleich?
brasilien:
''Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang 11,4 Prozent. ''

samro
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prozente wer ist der gewinner?

''
Der einzige Gewinner ist China

"Ein bisschen des ökonomischen Schadens wurde eingespart", so Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, zum schwedischen Weg. "Es ist eine gesellschaftspolitische Frage, was hat man dafür geopfert hat? Was kostet am Ende des Tages ein Prozent weniger Rezession?" '

samro
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tourismus

stuetze aus dem eigenen land.
vielleicht doch nicht kroatien.
hatte das geholfen?

''Neben der laxen Corona-Politik erwies sich Schwedens Wirtschaft auch strukturell gut für die Krise gerüstet. Man sei, erstens, nicht so abhängig vom Tourismus wie etwa südeuropäische Länder wie Spanien oder Italien, sagt Bergqvist. Weil viele schwedische Familien den obligatorischen Mittelmeerurlaub in diesem Sommer gestrichen haben, macht die heimische Branche sogar vergleichsweise gute Geschäfte.''

samro
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schweden

''Das wahre Ausmaß wird mit Verspätung sichtbar

Allerdings lauert eine weitere Gefahr in den in Skandinavien üblichen, nicht bindenden Beendigungen des Arbeitsverhältnisses. Je nach Dienstzeit müssen diese mit bis zu sechsmonatigem Vorlauf vom Arbeitgeber ausgesprochen werden. Allerdings können sie dann aber wieder zurückgezogen werden.

Wie die Experten des schwedischen Arbeitsamtes Arbetsförmedlingen in einer Pressemeldung schreiben, führten im März und April 53 Prozent der Ankündigungen auch zu Entlassungen. "Dies deutet darauf hin, dass die Entlassungen schneller erfolgen werden als während der Finanzkrise im Jahr 2008. Darüber hinaus wird ein größerer Teil der jetzt gemeldeten Personen arbeitslos sein", sagt Annika Sundén, Leiterin der Analyse.

Eine solche Vorankündigung haben zwischen Anfang März und Anfang September 2020 laut Arbeitsamt knapp 98.000 Personen erhalten, die Hälfte davon in Stockholm. Knapp ein Fünftel der Ankündigungen sprach die Hotel- und Gastbranche aus. Danach folgten die verarbeitende Industrie mit 15.000 Vorankündigungen, businessnahe und Reisedienstleistungen mit zusammen über 14.000, Logistik mit knapp 12.000 sowie Handel und Kfz-Werkstätten mit nahezu 10.000.''

samro
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leider habe ich

in der kurzen zeit nichts gefunden wo sich primar kickl je fuer eine 6 monatige kuendigungszeit ausgesprochen hat.
man moege mich aber gerne eines besseren belehren.

scionescio
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Man hätte auch noch dazuschreiben können, dass es in Schweden der Wirtschaft natürlich viel besser geht ...

... und die negativen Prognosen der Message Control natürlich nicht eingetroffen sind.
In Schweden geht es nicht nur der Wirtschaft viel besser, auch das Virus haben sie mittlerweile (seit sie aus den Fehlern gelernt haben und ihre Risikogruppen schützen, statt alle anderen einzusperren) viel besser im Griff als Österreich- und das ohne Lockdown und Maskenpflicht!
Aber statt einer von Medienberatern gesteuerten Showtruppe, gibt es dort auch erfahrene und verantwortungsvolle Politiker, die auf die Experten hören und nicht nur am eigenen Macherhalt interessiert sind.

pescador
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wie stark Österreichs Wirtschaft zwischen April und Juni geschrumpft ist

Das ist eine zu kurze Betrachtungsweise und erzeugt nur negative Schlagzeilen und schlechte Stimmung. Mit solchen einseitigen Schlagzeilen erzeugen Medien Weltuntergangsstimmung und schädigen die Wirtschaft noch mehr.
Man muss die Zahlen ganzjährig bzw. auch die Monate nach dem Juni betrachten. Dann sieht es schon wesentlich besser und realistischer aus.

ddd7cc0f07bc6997aa2842d91fb6ef3f
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Wirtschaft ankurbeln - Ängste nehmen !

Wir haben seit Monaten immer gleichviele rd. 5% positive Covid Positive !
Das bedeutet dass aktuell rund 450 TSD Österreicher Covid positiv wären, würde man alle zugleich testen !
Setzt man die Kranken (zwischen 100 und 400) oder Toten (rund 100 seit Mai) dazu in Relation, ist völlig klar, dass das Virus bei weitem nicht so gefährlich ist, wie im März bzw. dass die Ärzte dazugelernt haben und tatsächlich weniger gefährlich als andere Krankheiten !
Es ist daher unbedingt notwendig, die Ängste zu nehmen und nicht zu schüren und auch die Maßnahmen wieder zu reduzieren !
Dann wird auch die Wirtschaft wieder funktionieren !

samro
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ja genau

wie gut das mit dem verharmlosen geht sehen wir daran dass auch die anderen laender das nicht tolerieren und eh schon die reisewarnungen fuer oesterreich jeden tag auf uns niederprasseln.

in wien hat es den tourismus nun voll erwischt. und das hat auswirkungen auf ganz oesterreich.
es waere gut wenn sie sich den folgen satz verinnerlichen:
''Der stärkste reale Rückgang mit 61,1 Prozent zum Vorjahresquartal und 65,2 Prozent zum Vorquartal entfiel auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie, gefolgt vom Unterhaltungs- und Kulturbereich, der gegenüber dem Vorjahresquartal um 35,3 Prozent und zum Vorquartal um 27,0 Prozent abstürzte.''
je schneller wir undenken und unsere zahlen in den griff bekommen desto schneller wirds was mit der wirtschaft.

ddd7cc0f07bc6997aa2842d91fb6ef3f
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das ist ein Druckschluss !

Glauben Sie im Ernst, dass es mehr Touristen gibt, wenn die Maßnahmen noch mehr angezogen werden ? Noch mehr Angst = weniger Touristen !
Weil auch der Vergnügungsfaktor gering ist - wieviel Spaß macht Einkaufen mit Maske ? und Touristen kommen ja freiwillig zum Vergnügen und wenns kein Vergnügen ist, kommt niemand, so einfach ist das !
Und die Reisewarnungen sind ja völlig daneben - mit rd. 100 Toten seit Mai ist Covid bei weitem nicht die gefährlichste Krankheit in Österreich !
Das hat mit Verharmlosen nichts zu tun - realisieren Sie doch endlich, dass Covid nicht so gefährlich ist, wie man befürchtet hat - zum Glück ! Seien Sie doch froh !

samro
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keiner kommt

IN LAND IN DEM ES DERART VIELE FAELLE GIBT.

das muss ihnen mal klarwerden.
hier gehts nicht um den funfaktor. das genau is unser problem.
heuer gibts ueberall tourismus mit hirn. und nur so gehts.

egal ob eikaufen tourismus. keiner will wohin wo es dermassen viele faelle gibt.
aber arbeitets weiter dran bis alles zu ist.
dann koennt ihr nachdenken ob es besser gewesen waere 80% umsatz oder 0.

redbull
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2. Quartal

Dass im 2. Quartal die Wirtschaft eingebrochen ist, wird niemanden überraschen.
Interessant wird die Auswirkung auf das Gesamtjahr.
Es wird von einem Minus von 7% ausgegangen, das wäre dann ungefähr das Ergebnis vom Jahr 2017. Und 2017 war ja gar nicht so schlecht.
Ewiges Wachstum wird und kann es nicht geben.

Summerrain777
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Betrachtungsweise

Gehts uns wirklich so schlecht?

samro
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so schlecht

dass es genug geld gibt zum rudelsaufen und abtanzen.
zum urlauben im ausland.
zum abjammern statt aktiv zu handeln und so das virus in den griff zu bekommen.

DergeerderteSteirer
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@Summerrain777,......

berechtigte und zutreffende Frage, teilweise ist es jammern auf sehr hohem Niveau, leider sind viele zu verwöhnt und können sich nicht mehr erinnern was Zufriedenheit und einen angemessenen Standard zu halten heißt!
Wo ein Minus ist auch ein Plus und umgekehrt genauso!
Anpassen und demütig dankbar sein das es uns in Österreich nachwievor ganz gut geht schätzen gewisse "Gierlinge" eben nicht, irgendwann wird der eine oder andere daran selbst ersticken.