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GastronomieRegistrierungspflicht kommt in Niederösterreich, Tirol wartet ab

Nach Wien will auch Niederösterreich eine Registrierugnspflicht für Lokalgäste einführen. Das sei besser als eine frühere Sperrstunde, urteilt der Gastronomie-Obmann.

Zur besseren Kontaktverfolgung sollen Gäste in der Gastronomie ihre Namen angeben
Zur besseren Kontaktverfolgung sollen Gäste in der Gastronomie ihre Namen angeben © (c) imago images/Seeliger (snapshot-photography/ T.Seeliger via www.imago-images.de)
 

Wie Wien plant auch das Land Niederösterreich die Einführung der Gastro-Registrierungspflicht für Gäste. Das kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Freitag an. Sollte die Ampel in einem Bezirk auf Rot geschaltet werden, gibt es zusätzlich eine Vorverlegung der Sperrstunde von 1.00 auf 22.00 Uhr. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) soll in den kommenden Tagen die Vorgaben ausgeben, die nach Möglichkeit in Abstimmung mit Wien umgesetzt werden sollen.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigte sich bezüglich einer Registrierungspflicht in der Gastronomie zunächst noch abwartend, er signalisierte aber, dass er dem Thema grundsätzlich positiv gegenüber stehe. "Es sind für mich noch einige rechtliche und organisatorische Punkte dazu mit dem Bund abzuklären", meinte der Landeshauptmann auf APA-Anfrage. Er habe diese Woche aber bereits gemeinsam mit der Wirtschaftskammer darauf hingewiesen, dass eine Registrierungspflicht für ihn in Tirol prinzipiell denkbar wäre.

Keine Pläne im Burgenland

In Oberösterreich gibt es laut Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) seit Anfang Juli eine freiwillige Gästeregistrierung in der Gastronomie. "Wir appellieren an die Gastronomiebetriebe und die Gäste, diese Maßnahme konsequent umzusetzen, weil sie im Falle einer Corona-Infektion einen wichtigen Vorsprung beim Contact-Tracing verschafft", sagte der Politiker.

Hingegen plant Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) derzeit nicht mit der Maßnahme: "Eine Gastro-Registrierungspflicht nach Wiener Vorbild ist ebenso wie die Vorverlegung der Sperrstunde nach Vorbild der westösterreichischen Bundesländer im Burgenland derzeit nicht vorgesehen", stellte Doskozil auf APA-Anfrage fest. Die Burgenländer würden sich im Umgang mit den Covid-Maßnahmen sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst zeigen. "Wir sind aufgrund der Vorsicht der Gäste und der Disziplin der Betriebe auch gut durch die zu Ende gehende Sommersaison gekommen", so Doskozil.

"Im Moment gehen wir davon aus, dass die neuen - ohnehin verschärften - Regelungen für die Gastronomie derzeit ausreichend sind - wobei natürlich die weitere Entwicklung der Infektionszahlen genau zu beobachten sein wird. Generell gilt, dass die Bevölkerung in allen Bereichen aufgefordert ist, sich vorsichtig und umsichtig zu verhalten", betonte der Landeshauptmann.

Registrierung besser als Sperrstunde

Der Obmann der Gastrosparte der Wirtschaftskammer (WKÖ), Mario Pulker, finde eine coronavirusbedingte Gästeregistrierung besser als eine frühere Sperrstunde. Derzeit planen Wien und Niederösterreich eine Registrierungspflicht für Lokalbesucher, um bei Coronavirus-Fällen ein sogenanntes Contacttracing effizienter durchzuführen. Vorarlberg, Tirol und Salzburg hingegen haben die Sperrstunde von 1.00 Uhr vorübergehend auf 22.00 Uhr vorverlegt.

"Eine Vorverlegung der Sperrstunde wäre für sehr viele unserer Betriebe eine finanzielle Katastrophe. Jedes Mittel, um das zu verhindern, soll uns recht sein", so Pulker

Kommentare (1)

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100Hallo
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Lesenswert?

Gesetz

Sollte die Registrierung kommen sieht mich die Gastronomie nicht mehr. Es ist genug wenn ich als Steuerzahler dazu beitrage daß sie überleben.