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Stundungen als Problem "Wirtschaftlich kranke Firmen werden künstlich am Leben gehalten"

In Kärnten gab es in den ersten neun Monaten 40 Prozent weniger Firmenpleiten. "Durch die Stundungen werden schwache Unternehmen begünstigt. Wir haben aber eigentlich ein funktionierendes Insolvenzsystem, und das sollten die Unternehmen auch nutzen", sagt Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin des KSV 1870 in Kärnten.

Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin des KSV 1870 in Kärnten, fordert die Rückkehr zu einer wettbewerbsorientierten Volkswirtschaft © KSV
 

In Summe sind in Kärnten in den ersten neun Monaten des Jahres 136 Unternehmen mit Verbindlichkeiten in Höhe von 65 Millionen Euro insolvent. Ein Rückgang von 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und das trotz der wirtschaftlich mehr als herausfordernden Zeiten und, so Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin des KSV 1870 in Kärnten, mit "fatalen Konsequenzen für die Zukunft der heimischen Wirtschaft".

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trattnis
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Frau Wiesler-Hofer

ist ja keine Wirtschaftsweise. Wahrscheinlich vertritt sie eher eine Privatmeinung.

joe1406
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Nicht ganz nachvollziehbar

Meist ist die Sanierungsquote, die die Gläubiger bekommen weit unter zehn Prozent - die Argumentation des KSV ist nicht nachvollziehbar. Ob man jetzt zehn Prozent der Forderungen bekommt oder Null Prozent kann einer gesunden Firma eigentlich egal sein. Das Problem ist eher, dass der Anteil der wirklich gesunden Firmen vielleicht bei 20% liegt und deswegen sind die Corona-Maßnahmen eine Art Staumauer, die die Pleiten verzögern. Wenn die Mauer spätestens Mitte 2021 bricht, dann gibt es die Überschwemmung mit eventuell fatalen Folgen für die Gesamtwirtschaft.