Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Luftfahrtexperte Hofmann"Klagenfurt - das schwächste Glied in der Kette der Regionalflughäfen"

Luftfahrtexperte Hofmann: „Eine eigene Airline am Flughafen Klagenfurt als gewagtes Spiel.“

Kurt Hofmann © KK
 

Sind regionale Flughäfen von der aktuellen Krise der Luftfahrt infolge Covid besonders betroffen?
KURT HOFMANN: Ja, der Neustart nach dem Lockdown begann auf allen regionalen Flughäfen sehr zögerlich. In Klagenfurt gibt es derzeit nur drei wöchentliche Flüge, da wird sich auf absehbare Zeit wenig ändern. Die AUA wird zwar Klagenfurt – sehr bescheiden – fliegen. Viel mehr wird nicht drinnen sein. Die Erfüllung von Wünschen nach Drehkreuzanbindungen nach Frankfurt oder Zürich sehe ich nicht. Dafür bräuchte es Fluglinien, die solche wirtschaftlichen Risiken auch eingehen. Die überlegen es sich heute aber fünf Mal, ob sie sich eine neue Linie antun.

Kommentare (1)

Kommentieren
Kristianjarnig
0
7
Lesenswert?

Als Linienpilot(aus Kärnten) mein Kommentar bezüglich eigener Airline und "Kooperation" mit AUA.

Eine Kärntner Airline hätte "Charm", mit den RICHTIGEN Führungskräften könnte man sogar was anständiges aufziehen anstatt die üblichen "Schlagengruben" als die sich die meisten Regionalairlines, und ja, je kleiner umso schlimmer, herauskristallisieren. Stehe also gerne zur Verfügung ;-) . So klein die "Styrian" war, soviele Lager gab es da drinnen und das, das an der "Macht" war hat den eingenen Leuten, so ungeeignet einige auch waren, alle verfügbaren Posten zugeschoben.
Und dann kam der Betriebsrat und man beschloss den Laden recht schnell Pleite gehen zu lassen. Andere Story. Aber eine die man für eine Kärntner Airline unbedingt beherzigen sollte.

Dann die angedachte Kooperation mit der AUA. Gut, auf den paar Styrian Strecken die wir damals flogen entschied die gute AUA sofort alles nochmals billiger anzubieten, mit dem alleinigen Ziel die neue Firma recht schnell in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Klappte vorerst nicht, Gerichtsurteil, Kooperation mit Swiss die zwar volle Flüge aber leere Kassen brachte.
Wäre in Kärnten nicht anders.

Der einzige Weg wären wohl Geschäftsstrecken die man vorher sehr genau evaluieren müßte. Dazu ein großer Reiseveranstalter der Charterflüge bringen würde.

Prinzipiell also eine Idee. In Österreich schwer umsetzbar aus den o.g. Gründen. Und ich habe einige Airlines von innen gesehen, das "Klima" ist das schlimmste bei uns Österreichern. Mag an der typisch alpenländischen Freunderwirtschaft liegen mit oft ungeeigneten Führungskräften